Reiner Fulst tritt Dienst an Wechsel an der Spitze des Bauvereins Delmenhorst

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Wechsel an Spitze im Bauverein und bei der BBV (von links):

            
Axel Fischer geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Reiner Fulst, der nun gemeinsam mit Ralf Wessel, dem Leiter des Aufsichtsrats, zusammenarbeitet.Wechsel an Spitze im Bauverein und bei der BBV (von links): Axel Fischer geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Reiner Fulst, der nun gemeinsam mit Ralf Wessel, dem Leiter des Aufsichtsrats, zusammenarbeitet.

Delmenhorst. An der Spitze des Bauvereins Delmenhorst und seiner Tochtergesellschaft, der BBV (Bau-, Betreuungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH) ist ein Wechsel vollzogen worden. Reiner Fulst aus Hannover folgt auf Axel Fischer, der über vier Jahrzehnte im Unternehmen gewirkt hat.

Für Axel Fischer ist nun endgültig Schluss. Über 40 Jahre hat er im Bauverein Delmenhorst gewirkt. Zuletzt ist der 68-Jährige noch einmal eingesprungen, nachdem Jan-Felix Ridder das Unternehmen „in beiderseitigem Einvernehmen“ verlassen hatte. Fischer, den man durchaus als das Gesicht des Bauvereins bezeichnen kann, habe tiefe Spuren im Bauverein hinterlassen, sagt Ralf Wessel, Leiter des Aufsichtsrates. Und Fischer hat seinen Nachfolger, der seit dem 1. April im Amt ist, nicht nur mit ausgewählt, sondern bereits eingearbeitet.

Reiner Fulst folgt auf Axel Fischer

Reiner Fulst, der neue Mann an der Spitze, übernimmt nicht nur den Vorstand des Bauvereins, sondern auch die Geschäftsführung der BBV (Bau-, Betreuungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH) von Fischer. Der 54-jährige Fulst habe sich gegen eine Vielzahl von Bewerbern aus dem gesamten Bundesgebiet durchgesetzt, sagt Wessel. Ein Pluspunkt Fulsts sei seine genossenschaftliche Erfahrung gewesen. „Bei Genossenschaften zählt noch der Mensch“, betont Fulst, der zuletzt in Hannover gewirkt hat. Der gelernte Immobilienkaufmann hat nach einem betriebswirtschaftlichen Studium in verschiedenen Bereichen der Immobilienwirtschaft gearbeitet und war dabei nicht nur Geschäftsführer in mehreren Kapitalgesellschaften, sondern ist auch rund sieben Jahre als Genossenschaftsvorstand aktiv gewesen. Diese Erfahrung hat auch Fischer überzeugt: „Im Bauverein steht der Mieter im Vordergrund. Und Mieter sind bei uns keine Nummer, sondern Menschen. Wir schätzen den direkten Draht.“ Den mag auch Fulst. Nach den Jahren in der Großstadt Hannover freue er sich auch deshalb auf das Oldenburger Land und die Stadt Delmenhorst, weil es hier familiärer zugehe. Gemeinsam mit seiner Frau sucht er derzeit einen neuen Wohnsitz in der Region, die beiden erwachsenen Kinder sind bereits aus dem Haus.

Genossenschaftlichen Gedanken pflegen

Ralf Wessel setzt mit der Personalie Fulst für den Aufsichtsrat auf die Karte Kontinuität. Gemeinsam wolle man strategische Ziele umsetzen. Auch Fulst sagt, er sei gekommen, um zu bleiben. Als Schwerpunkt seiner neuen Arbeit sieht Fulst neben der Weiterentwicklung beider Unternehmen die Pflege des genossenschaftlichen Gedankens.

Tochtergesellschaft BBV 1991 geründet

Die Wohnungsbaugenossenschaft Bauverein Delmenhorst bewirtschaftet aktuell rund 640 eigene Wohnungen in Delmenhorst und hat 750 Mitglieder. Das zweite Standbein, die 1991 gegründete BBV, 100-prozentige Tochter der Genossenschaft, verwaltet fremde Mietwohnungen und Eigentümergemeinschaften. Insgesamt bewirtschaftet die BBV derzeit 850 Wohneinheiten, 70 Gewerbeobjekte und rund 600 Stellplätze.

Bau neuer Wohnungen denkbar

Nach Angaben Wessels investiert der Bauverein jährlich rund eine Million Euro in seine Objekte, aktuell steht etwa eine Dachsanierung an der Mühlenstraße an. „Dabei setzen wir auf heimische Handwerker“, betont Wessel. Mittel- bis langfristig sei auch der Neubau weiterer Wohnungen denkbar: „Den Grundstücksmarkt haben wir im Blick.“


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