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Aktion „KinderWunschBaum“ In Delmenhorst werden 1700 Herzenswünsche erfüllt

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Delmenhorst. Leuchtende Augen, kindgerechte Unterhaltung und ein freigiebiger Weihnachtsmann: Im Familienzentrum Villa ist am Montag die Bescherung angelaufen.

Drei Tage Weihnachten in der Villa: Am Montagvormittag hat im Familienzentrum an der Oldenburger Straße die „KinderWunschBaum“-Bescherung begonnen. Bis zum Mittwoch, 16. Dezember, werden in 17 Gruppen insgesamt 1700 Kinder mit ihren Eltern erwartet, um jeweils ein Wunschgeschenk in Empfang zu nehmen. Dazu gibt es kindgerechte musikalische Unterhaltung mit Markus Weise und den Latzhosen. Und der Weihnachtsmann, alias Heiko Pohlmann, ist auch da.

Aktion läuft zum sechsten Mal

Das städtische Familien- und Kinderservicebüro richtet die Aktion bereits zum sechsten Mal aus – in Kooperation mit der Delmenhorster Bürgerstiftung, der Landessparkasse zu Oldenburg und dem Delmenhorster Kreisblatt. Sie soll Mädchen und Jungen aus Elternhäusern, in denen das Geld nicht für große Geschenke reicht, eine Freude bereiten.

So viele Wünsche waren es noch nie

Zwar sind im Vorfeld viele Spenden auf dem „KinderWunschBaum“-Konto eingegangen, doch es waren auch so viele Wünsche wie noch nie. Ob es auf diesem hohen Niveau weitergehen kann, wollen die Initiatoren laut Rudolf Mattern, städtischer Fachbereichsleiter für Soziales, im Nachgang besprechen. Erst vor drei Jahren war das Alter für Kinder, die teilnehmen dürfen, von 14 auf zehn Jahre heruntergesetzt worden. Denkbar, aber noch nicht diskutiert, sei ein weiteres Herabsetzen der Altersgrenze.

Bei der Wohngeldstelle von Aktion erfahren

„Schön von der Stadt, dass man den Kindern eine Freude macht.“ Ercar Atalan hat in diesem Jahr zum ersten Mal etwas vom „KinderWunschBaum“ gehört und die Wünsche seiner fünf- und neunjährigen Töchter angemeldet. Gestern Nachmittag nahmen beide in der Villa ihre Päckchen in Empfang und der Papa freute sich mit. Das Jahr war für den Busfahrer nicht einfach, er war zwischenzeitlich arbeitslos. Immerhin: Bei der Wohngeldstelle wurde er auf den „KinderWunschBaum“ aufmerksam.

Die Kleinsten waren die Ersten

Für die Stadt war es Oberbürgermeister Axel Jahnz, der die Bescherung am frühen Nachmittag offiziell eröffnete. Zuvor hatten am Vormittag schon die kleinsten an der Aktion Beteiligten ihre Präsente bekommen: Kinder zwischen null und drei Jahren.

Viele Mütter und Väter sind nach den Worten von Karin Wiegmann vom Familien- und Servicebüro durch Institutionen zum „KinderWunschBaum“ gekommen. Manche direkt durch ihre Einrichtung, andere durch die Jugendhäuser oder soziale Dienste.

„Weil das so schön ist, kommen wir wieder“

Eine alleinerziehende Mutter sagte, sie habe durch das Jobcenter und die Aktionen zum Weltkindertag in der Passage des Jute-Centers von der Schenkaktion erfahren. Im vergangenen Jahr war sie mit ihrer jetzt fünfjährigen Tochter zum ersten Mal dabei. „Weil das so schön ist, kommen wir wieder“, sagte sie gestern.

Stimmungsvoll war es auf jeden Fall. Die Band „Markus Weise und die Latzhosen“ spielte munter auf, viele Kinder klatschten und sangen mit, erst recht, als „In der Weihnachtsbäckerei“ anlief.

Und sollten nun Leute dabei gewesen sein, die ausreichend Geld in der Tasche haben? Für den Weihnachtsmann war die Antwort klar: „Dann sollten die sich schämen.“


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