Vokalensemble Niniwe Frauenstimmen überzeugen in Stadtkirche Delmenhorst

Das Vocal-Art-Quartett Niniwe (stehend) zog singend in die Stadtkirche ein. Foto: Andreas NistlerDas Vocal-Art-Quartett Niniwe (stehend) zog singend in die Stadtkirche ein. Foto: Andreas Nistler

Delmenhorst. Vocal Art der gehobenen Güte präsentierte Niniwe in der Stadtkirche. Rund 100 Besucher ließen sich auf den Zauber ein.

Es ist die Kraft der Musik, es ist die Kraft von vier Frauenstimmen, die Erstaunliches bewirkt. Eben noch in der Hektik des Alltags, eben noch gedanklich ganz weit weg vom nahenden Weihnachtsfest – und dann kommt die Ruhe, dann kommt die Botschaft. Das auch international erfolgreiche Berliner Vokalensemble Niniwe hat am Freitagabend vor nahezu 100 Zuhörern in der Stadtkirche gezeigt, wie unmittelbar Musik wirken kann. „Stille Nacht“ lautete der Titel des Programms, das internationale Weihnachtslieder aus den vergangenen Jahrhunderten in beeindruckenden Arrangements von Winnie Brückner, eine der vier Niniwe-Stimmen, zu bieten hatte. Schlicht Schönes, Getragenes, Melancholisches Fröhliches, Tröstendes, ja Jubilierendes: die vier studierten Jazzsängerinnen – neben Brückner gehören Caroline Krohn, Hanne Schellmann und Lena Sundermeyer zum Vokalquartett Niniwe – zeigten sich a cappella erstaunlich wandlungsfähig.

Sehnsucht nach Frieden

Traditionelle deutsche Weihnachtslieder wie „Maria durch ein‘ Dornwald ging“ oder das titelgebende „Stille Nacht“ standen neben oft weniger bekannten internationalen Liedern aus Schweden, der Slowakei, England, Bulgarien oder Amerika. So gar eine fast poppig zu nennende Interpretation von Bach gelang auf den Punkt. Süßlich-verklebte Weihnachtsmusik zum Schunkeln suchte man zum Glück vergebens. Und so geriet das frühe Weihnachtskonzert von Niniwe zu einer Auszeit vom Alltag, in der die Weihnachtsbotschaft und der Wunsch nach Frieden ihren passenden musikalischen Ausdruck fand.


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