„Turm des Schreckens“ Schaurig-schöner Gruselspaß in Delmenhorst

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Delmenhorst. Der liebevoll inszenierte Horror im „Turm des Schreckens“ zog mehr als doppelt so viele Besucher an wie im Vorjahr. Die Macher haben bereits Pläne für die Zukunft.

Es gibt Nörgler, die behaupten, in Delmenhorst sei beständig tote Hose – ja, Delmenhorst sei eine Geisterstadt. Zumindest mit Letzterem haben sie recht, aber nicht so, wie sie denken: Die Ganderkeseer Veranstaltungsagentur Lange Event um den Chef Norbert Lange hat am Samstagabend, dem Halloween-Tag, zum dritten Mal zum Event „Turm des Schreckens – Gruseln am Wasserturm“ geladen – und über 1110 Kinder und Erwachsene haben sich eingefunden, und den schaurig-schönen Spaß zu einem großen Erfolg werden lassen.

Überwältigt von der Resonanz.

„Wir sind überwältigt und freuen uns, dass so viele Halloween-Fans gekommen sind“, sagte Norbert Lange. Besonders gefreut hat sich der Organisator, dass viele Besucher stilecht kostümiert kamen – als Zombie, Hexe oder Vampir. Lange hat den Grusel-Spaß mit einem Team von knapp über 20 Helfern gewuppt.

Schreie gehen durch Mark und Bein.

Schon vor dem Wasserturm war einiges geboten, von Lichtprojektionen über das Kinderschminken bis zum Stockbrot und anderen Leckereien. Den wahren Gruselfaktor aber bot der Wasserturm, vor dem sich schnell eine Schlange bildete. Schreie, die durch Mark und Bein gingen, schon im Eingangsbereich, wo eine unheimliche Gestalt im Keller mit Ketten rasselte und um ihr Leben schrie. Für viele Kinder wurden schon die ersten Schritte zur Mutprobe. Manchmal hatten aber auch die Eltern mehr Angst als die Kleinen. „Das ist ja wie im Film“, rief Marvin, ein junger Besucher. „Alles nur Spaß“, beruhigte die Mutter ihn und sich – und an der nächsten Ecke gab es überraschend Popcorn, wie im Film. Durchs Dunkle ging es Stufe um Stufe höher in den Turm des Schreckens, wo ein Gruselzirkus der lebenden Toten seine Manege errichtet hat. Clowns baumelten am Seil, Tote springen aus dem Sarg, melancholisch-mysteriöse Seiltänzerinnen zeigten ihre Kunst. In jeder Ecke lauerte das Grauen, hinter jedem Vorhang wartete neuer Schrecken.

„Wie eine Geisterbahn, nur viel echter!“, sagte Marvin. Und tatsächlich: Das Grauen im Turm war professionell und mit Liebe zum Detail choreografiert. Licht- und Toneffekte, Kostüme – das alles war hier kein billiger Mummenschanz, man spürte die Liebe des Teams zum Halloween-Gedanken.

Bereits Ideen für 2016

Norbert Lange hat schon beim Abbau an das kommende Jahr gedacht. Es gibt noch so viele neue Ideen, die er mit seinem Team umsetzen möchte. In der Markthalle könnte es parallel ein Horror-Dinner mit Halloween-Party geben, die Burginsel sei wie gemacht für gruseligen Spaß. Den Wasserturm will er auf jeden Fall wieder bespielen, vorausgesetzt er bekommt die entsprechende Genehmigung. „Der Turm ist mit seinen Möglichkeiten einfach perfekt für uns“, sagte er.

Und der Grusel-Spaß im Turm soll auch im kommenden Jahr wieder kostenfrei sein. „Wir wollen auch Familien etwas bieten, die es nicht so dicke haben“, verdeutlichte Lange. Er freute sich, dass viele Besucher freiwillig das Sparschwein gefüttert haben, so könne er einen Teil der Kosten decken.

Delmenhorst, eine tote Stadt der Geister? Ja, aber nur an Halloween am und im Wasserturm.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN