Nur Wetter trübt Premiere „1. Fest Delmenhorst International“ zeigt Vielfalt

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juls Delmenhorst. Das vom Integrationsbeirat der Stadt auf die Beine gestellte Fest setzt ein Zeichen für das Miteinander. Nur das Wetter spielte nicht immer mit.

In 16 verschiedenen Sprachen hat Eni Aksoy aus der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde am Sonntag als Moderatorin die Besucher des „1. Festes Delmenhorst International“ auf dem Marktplatz begrüßt und so gleich zu Beginn den verbindenden Ton vorgegeben. Hunderte Besucher waren trotz des durchwachsenen Wetters ins Herz der Stadt gekommen, um bei dem Fest, das der Integrationsbeirat auf die Beine gestellt hatte, die Vielfalt der Kulturen zu erleben und zu feiern. Matthias Matay Gabriel, Vorsitzender des Beirates, sagte, er sei stolz auf alle, die zum Gelingen des Festes beitragen, vor allem auf die vielen Gruppen aus unterschiedlichen Kulturen, die das Bühnenprogramm geprägt haben. „Wir hoffen, dass wir mit diesem Tag das Fest im Kalender der Stadt verankert haben“, blickte er zugleich voraus.

Oberbürgermeister Jahnz ist stolz

„Dieses Fest zeigt uns deutlich, wie bunt und wie international Delmenhorst ist, darauf dürfen wir stolz sein“, sagte Oberbürgermeister Axel Jahnz in seiner Begrüßungsrede als Schirmherr der Veranstaltung. Er kündigte an, dass das Fest auf jeden Fall wiederholt werden solle und betonte, dass man gerade von Kindern viel lernen könne; die hätten weniger Vorurteile als die meisten Erwachsene. Auch die Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag und Astrid Grotelüschen sowie die Landtagsabgeordnete Annette Schwarz lobten das Fest, das einen Beitrag dabei leiste, Vorurteile abzubauen, Kontakte zu knüpfen und das Miteinander zu fördern. Hartmut Nordbruch, Sprecher des Breiten Bündnisses gegen Rechts, freute sich darüber, dass das Fest erneut zeige, dass Delmenhorst bunt sei und bunt bleibe.

Fest der Kulturen

Bunt war auch das mehrstündige Programm auf der Bühne: Hip-Hop, Klassik, Pop und Shanty, Fußball-Akrobatik und Boxen, Musical und Tanz wurden geboten. Folklore aus Polen oder der Türkei, afrikanische Tänze und Gesänge, orientalischer Bauchtanz: das „1. Fest Delmenhorst International“ machte deutlich, dass Menschen aller Kulturen und Religionen gemeinsam feiern können.

Erlös geht an Flüchtlingslager.

Eni Aksoy, die charmant durch den leider regenreichen Tag führte, sagte: „Wir sind wie kleine Lichter, die die Welt zum Leuchten bringen – und wir sind alle aus dem selben Wachs, egal welche Farbe wir haben.“ Der Erlös des Festes geht übrigens an ein Flüchtlingslager im Nord-Irak.


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