Feuerwehr entwickelt „BIWAPP“ mit Delmenhorster werden per App auf Gefahren hingewiesen

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Die Feuerwehr will Bürger demnächst über die App BIWAPP über Gefahrenlagen informieren. Foto: Jan Eric FiedlerDie Feuerwehr will Bürger demnächst über die App BIWAPP über Gefahrenlagen informieren. Foto: Jan Eric Fiedler

Delmenhorst. Vom Schulausfall bis zum Chemieunfall: Künftig sollen die Delmenhorster über das Smartphone von Gefahrenlagen in der Stadt erfahren. Ein Landkreis nutzt die App bereits.

„BIWAPP“ steht für „Bürger Info & Warn App“. Mit dem Programm für Smartphones sollen die Delmenhorster Bürger demnächst über Gefahren wie Feuer oder Hochwasser informiert werden. Es soll die bisherigen Informationskanäle nicht ersetzen, sondern ein Zusatzangebot darstellen.

Feuerwehr Delmenhorst an Entwicklung beteiligt

In der vergangenen Woche hat der Heidekreis als erster Landkreis BIWAPP offiziell eingeführt. „Wir sind als eine der ersten Kommunen in der Entwicklungsphase und im Rahmen der Bedarfsanpassung beteiligt“, berichtet der Delmenhorster Feuerwehr-Chef Thomas Simon auf dk-Anfrage. Die App sei mittlerweile einsatzbereit. „Wir werden nach der Vorstellung im Fachausschuss sowie interner Vorstellung und Schulung BIWAPP kurzfristig in Betrieb nehmen“, so Simon weiter.

App lässt sich auf eigene Bedürfnisse anpassen

Nutzer können sich das Programm bereits kostenfrei auf ihr Handy laden. Darin können sie festlegen, für welchen Ort und in welchem Umkreis sie über Gefahrenlagen informiert werden möchten. Auch, bei welchen Ereignissen eine Nachricht auf das Handy geschickt werden soll, lässt sich festlegen.

Einfache Bedienung als Kriterium

Die Feuerwehr habe bereits bei der Erstellung des Online-Katastrophenschutzplanes der Stadt mit der Herstellerfirma, der Marktplatz GmbH aus Lüneburg, zusammengearbeitet. „Für uns war wichtig, dass unsere Bedarfe in dieser App abgebildet wurden, wie zum Beispiel flexible Warnbereiche, vielfältige Warn- und Informationsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Schulausfall“, erklärt Simon. Auch die einfache Bedienung für den Nutzer und die Katastrophenschutz-Behörde sei ein Kriterium gewesen.

Notruf liefert Standort gleich mit

Neben der Information durch die Feuerwehr bietet die App eine weitere nützliche Funktion: Die Nutzer können direkt über die App einen Notruf absetzen. Die App ermittelt den Standort des Nutzers, sodass dieser beim Notruf gleich die Adresse oder Koordinaten mit angeben kann.

Konventionelle Warnsysteme sollen bleiben

Die bisherigen Alarmierungssysteme für die Bevölkerung sollen durch BIWAPP nicht ersetzt werden. „BIWAPP soll eine Ergänzung zum bestehenden System werden“, sagt Simon. Zurzeit läuft die Information der Bevölkerung nach Bedarf über die Medien, Rundfunk, Fernsehen, sowie in Teilen der Stadt über Sirenen. „Bei Bedarf können Durchsagen in betroffenen Bereichen per Lautsprecherdurchsagen aus Einsatzfahrzeugen erfolgen“, ergänzt Simon.


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