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Glöckner wird Nachfolger Eva Sassen verlässt den Delmenhorster Stadtrat

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Delmenhorst. Ratsfrau Eva Sassen (Bürgerforum/Neue Wege) verlässt zum 1. Oktober den Stadtrat. Dies hat das Bürgerforum am Donnerstag mitgeteilt. Ihr Nachfolger wird Paul Wilhelm Glöckner, der schon bei der Kommunalwahl 2011 für das Bürgerforum angetreten war.

„Durch Eva Sassens Wirken hat sie für viele Bürger Beispiel und Ansporn gegeben, sich selbst in die Kommunalpolitik einzubringen. Durch ihre Information und Aufklärung, sowie ihren Ansporn hat sie vielen Bürgern geholfen“, teilt das Bürgerforum mit.

Neben ihrem Engagement im Rat ist sie Initiatorin des Gaspreisforums und hat den Widerstand gegen die Preispolitik der Stadtwerke Delmenhorst angeführt. „Ein Musterprozess einer Delmenhorster Familie zur Preiskalkulation hat letztendlich mit bis zu einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshof geführt“, teilt das Bürgerforum mit.

Konflikt mit Stadtwerke-Chef

Gerade mit Stadtwerke-Chef Hans-Ulrich Salmen steht Sassen seit Jahren im Konflikt. Erst Anfang des Jahres hatte dies auch juristische Folgen: Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hatte nach einer Pressemitteilung Sassens wegen Beleidigung, Verleumdung und übler Nachrede ermittelt. Das Verfahren wurde im April eingestellt.

„Frust oder Resignation“ keine Gründe

Insgesamt neun Jahre war Sassen als Ratsfrau aktiv. Das Bürgerforum betont in der Mitteilung, dass Eva Sassen ihr Mandat nicht aus Frust oder Resignation an ihren Nachfolger abgibt, sondern weil es nach der letzten Wahl innerhalb des Bürgerforums so vereinbart wurde. „Sie wird hoffentlich bei der kommenden Wahl im nächsten Jahr wieder kandidieren“, schreibt Michael Effenberg vom Sprecherrat.

Glöckner war bereits zweimal im Rat

Sassens Nachfolger Paul Wilhelm Glöckner, Jahrgang 1943, ist seit mehr als 50 Jahren in der Politik unterwegs. Von 1973 bis 1975 war er Unterbezirksvorsitzender der SPD. 1976 trat er aus der Partei aus. Anschließend war er bei den Grünen aktiv und gehörte 1981 zu den ersten Grünen Ratsmitgliedern in Delmenhorst. 1984 verließ er die Partei wieder und blieb bis 1986 als parteiloses Mitglied im Rat. 1996 trat er in die FDP ein und wurde 2001 erneut in den Stadtrat gewählt. Auch bei der FDP trat er während seiner Amtszeit als Ratsherr aus der Partei aus und saß erneut von 2004 bis 2006 als fraktionsloses Mitglied im Rat.

Der Wechsel soll laut Bürgerforum offiziell in der nächsten Ratssitzung Anfang Oktober vollzogen werden.


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