Seit Mai Tempomessung auf A28 und B75 Stadt Delmenhorst blitzt bislang 1200 Fahrzeuge

Von Britta Buntemeyer

Tempomessung auf der Brücke Klenkerei an der A28. Archivfoto: Andreas NistlerTempomessung auf der Brücke Klenkerei an der A28. Archivfoto: Andreas Nistler

Delmenhorst. Mit Tempomessungen geht die Stadt seit Ende Mai gegen Raser auf der A28 und B75 vor. Die Polizei nutzt ihre frei gewordenen Kapazitäten für die unfallträchtige A1.

Seit Ende Mai nimmt die Stadt in Absprache mit der Polizei Raser auf der A28 und B75 verstärkt ins Visier – und legt auf Nachfrage nun erste Zahlen vor. Die Tempomessungen sollen das Unfallrisiko an den beiden stark befahrenen Strecken im Stadtgebiet senken. Bislang wurden laut Stadtsprecher Timo Frers 1200 Fahrzeuge geblitzt, die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 157 km/h bei erlaubten 100 km/h. Aktuell wird das Tempo von den Brücken Brauenkamper Straße und Klenkerei (beide A28) aus gemessen. Die B75 war in Groß Emshoop bei Langenwisch ins Visier genommen worden.

Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Polizei

Die am 26. Mai von Oberbürgermeister Axel Jahnz und Kriminaldirektor Jörn Stilke, Leiter der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, unterzeichnete Kooperationsvereinbarung regelt die Zusammenarbeit bei der Verkehrsüberwachung nach polizeilichen Standards. Durch die Kontrollen der städtischen Mitarbeiter hat die Polizei mehr Kapazitäten für Einsätze auf der A1.

Noch keine qualifizierte Beurteilung der bisherigen Ergebnisse

Für eine qualifizierte Beurteilung der bisherigen Ergebnisse ist es nach Angaben von Frers noch zu früh, sowohl was ein möglicherweise verändertes Fahrverhalten als auch das Unfallgeschehen und die Einnahmen aus den Verstößen betrifft. Gemessen wird laut Stadt nicht regelmäßig, sondern zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Tagen.

Geschwindigkeit als eine Hauptunfallursache

Auch die Polizei kann nach knapp über zwei Monaten noch keine Aussage zur Unfallentwicklung treffen, wie Sprecher Andre Wächter auf Anfrage mitteilt. Im Rahmen der Unfallanalyse für das Jahr 2015 werde Bilanz gezogen. Unabhängig von den Unfallzahlen sei eine Überwachung in jedem Fall sinnvoll. „Geschwindigkeit ist weiterhin eine der Hauptunfallursachen und insbesondere oft der Grund für schwerste Unfälle“, so der Polizeisprecher. Die Überwachung könne zu einem positiv veränderten Fahrverhalten beitragen.

Polizei widmet sich verstärkt der A1

Seit Juni können sich die Beamten laut Wächter durch die zusätzlichen Kapazitäten – auch mit einer Geschwindigkeitsüberwachung – gezielt der A1 widmen, wo es im Bereich von Baustellen in der Vergangenheit oft zu Unfällen gekommen ist. Die Zusammenarbeit mit der Stadt laufe gut, Veränderungen seien derzeit nicht nötig. „Dennoch“, so Wächter, „werden wir uns darauf nicht ausruhen und die Zusammenarbeit im kommenden Jahr gemeinsam evaluieren.“