Bundesprogramm fördert Projekte 25.000 Euro pro Jahr für Demokratie in Delmenhorst

Von Thomas Breuer

Das Kanzleramt in Berlin: Von hier sollen demokratische Prozesse auf den Weg gebracht werden, doch auch im Kleinen lässt sich einiges bewegen. Foto: dpaDas Kanzleramt in Berlin: Von hier sollen demokratische Prozesse auf den Weg gebracht werden, doch auch im Kleinen lässt sich einiges bewegen. Foto: dpa

Delmenhorst. Die Anträge können jetzt gestellt werden. Das Programm „Demokratie leben“ macht aber ein paar Vorgaben.

Demokratie ist nicht zum Nulltarif zu haben. Über die Bereitschaft zum Engagement hinaus braucht es oft auch Geld, um etwas auf den Weg zu bringen. Da kommt das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ gerade recht. Das Bundesfamilienministerium unterstützt damit seit Jahresbeginn bis zum 31. Dezember 2019 den zivilen Einsatz engagierter Delmenhorster. Für Projekte stehen jährlich 20.000 Euro in einem Aktionsfonds – vergeben durch einen Begleitausschuss – und 5000 Euro in einem Jugendfonds – vergeben durch ein Jugendforum – zur Verfügung.

Jugendforum entscheidet auch

Das Jugendforum der Stadt Delmenhorst, das anlässlich des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gegründet wurde, erhebt den Anspruch, dass bei allen Projekten, die einen Zuschuss aus dem Jugendfonds erhalten, zwingend Kinder und Jugendliche bei den Projekten beteiligt sind, auch in der Planung. Das Spektrum der möglichen Zuwendungsempfänger ist breit.

Dabei kann es sich zum Beispiel um gemeinnützige eingetragene Vereine und Verbände, staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften, nichtstaatliche Organisationen oder politische Jugendorganisationen handeln. Die Projekte müssen sich mindestens an eine der folgenden Zielgruppen richten: Kinder und Jugendliche, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, Flüchtlinge im Kinder- und Jugendalter, Eltern, sonstige Erziehungsberechtigte und Multiplikatoren, Haupt- und Ehrenamtliche, die mit oben genannten Gruppen arbeiten.

Nicht für bestehende Projekte gedacht

Bereits bestehende Projekte werden laut Stadtverwaltung nicht gefördert. Einen Anspruch auf Auszahlung von Mitteln gebe es ebenso wenig. Möglich ist dagegen eine Teilfinanzierung, wenn die Gesamtfinanzierung des Vorhabens gesichert ist.

Über die Bewilligung der Anträge entscheidet das Jugendforum erstmalig am Montag, 14. September, um 17 Uhr. Die erste Bewilligungssitzung des Begleitausschusses ist am Montag, 28. September, um 17 Uhr.


Förderrichtlinie und Antragsformulare unter www.delmenhorst.de/demokratie-leben

Für Antragsteller gibt es am Dienstag, 8. September, 17.30 bis 19 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus, Lutherstraße 4, eine Informationsveranstaltung.