Nachfrage steigt stetig Rekordzahlen bei Ferienbetreuung in Delmenhorst

Von Marco Julius

Sommerregen macht Spaß: Die drei Jungs in der Kita Ströhen beweisen es. Foto: Marco JuliusSommerregen macht Spaß: Die drei Jungs in der Kita Ströhen beweisen es. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. 125 Kinder im Alter von drei bis 13 Jahre werden in diesen Sommerferien betreut. Das Angebot koordiniert das Familien- und Kinderservicebüro.

Einen kleinen Rekord vermeldet das Familien- und Kinderservicebüro der Stadt Delmenhorst: 125 Kinder sind in diesem Jahr bei der zentralen Ferienbetreuung der Stadt in der Kita Ströhen angmeldet. „Das sind so viele wie noch nie“, sagt Sabine Conrady. Das Angebot der Ferienbetreuung richtet sich an berufstätige Eltern.

Ein großes Team an Fachpersonal

In den ersten drei Sommerferienwochen – also noch bis zum 14. August – werden Kindergarten- und Grundschulkinder in der Kindertagesstätte Ströhen an der Dwostraße betreut – und das von Fachpersonal, wie Sandra Snopkowska, im fünften Jahr Leiterin der zentralen Ferienbetreuung, erläutert. Sie selbst ist Sozialarbeiterin, unter den Kollegen, die bei der Ferienbetreuung mitarbeiten, befinden sich hauptberufliche Erzieherinnen, angehende Sozialarbeiter, Sozialassistentinnen und junge Menschen, die ihren Freiwilligen Sozialen Dienst leisten. „Wir sind ein großes Team“, sagt Sandra Snopkowska.

Regelbetrieb hat Pause

Das Ferienangebot stehe unter dem Motto Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Berufstätige Eltern können die Ferienwochen oft nicht mit ihrem Urlaub abdecken. „Deshalb ist unser Angebot so attraktiv“, sagt die Sozialarbeiterin. Der Regelbetrieb der Kita Ströhen hat in diesen Wochen Pause. Leben ist aber dennoch in der Bude. „Die Kinder konnten wochen-, aber auch tageweise angemeldet werden. Die Jüngsten sind drei Jahre alt, die Ältesten 13 Jahre“, berichtet Sandra Snopkowska.

Neue Verbindungen und Freundschaften

Dass die Kinder, die in der Ferienbetreuung aufeinandertreffen, aus verschiedenen Einrichtungen kommen, sei kein Problem, sondern eher ein Vorteil: „Es entstehen schnell neue Verbindungen, neue Freundschaften, auch altersübergreifend“, sagt die Leiterin des Angebots. „Die Kinder sammeln neue Erfahrungen und lernen viel.“ Wobei das Lernen ganz nebenbei vor sich gehe, denn Sandra Snopkowska macht klar: „Die Kinder haben Ferien, und sie sollen ihre Ferien auch genießen. Gerade die Schulkinder sollen dem Schulalltag entfliehen können.“ Deshalb dürfen die Kinder auch frei entscheiden, wie sie ihre Tage in der Kita verbringen möchten. Freies Spiel stehe dabei ganz oben an. Langweilen müsse sich aber niemand, die Angebote sind vielfältig und vom Wetter unabhängig. Ob Wasserspiele, Toben im Matsch, ob Basteln, Kleistern oder Brettspiele: Die Kinder haben die Wahl – und sie machen reichlich Gebrauch von den Möglichkeiten.

Angebot auch in den Oster- und Herbstferien

„Viele Kinder kommen jedes Jahr wieder“, sagt Sandra Snopkowska. Die Ferienbetreuung wird übrigens nicht nur im Sommer, sondern auch in den Oster- und den kommenden Herbstferien angeboten.