Wöchentliche Messungen Grundwasserstand in Delmenhorst deutlich gesunken

Von Heike Bentrup

Im April stand das Wasser im Bereich hinter dem Burggrafendamm wie ein See auf den Wiesen. Mittlerweile ist der Grundwasserpegel deutlich gesunken.

            
Foto: Andreas NistlerIm April stand das Wasser im Bereich hinter dem Burggrafendamm wie ein See auf den Wiesen. Mittlerweile ist der Grundwasserpegel deutlich gesunken. Foto: Andreas Nistler

Delmenhorst. Der Grundwasserstand im Stadtgebiet ist seit Jahresbeginn gesunken. Das belegen Messungen, die die Stadt seit Jahresbeginn an vier Kontrollpunkten im Bereich der Wiekhorner Wiesen, der Goethestraße, des Max-Planck-Gymnasiums und der Grundschule an der Beethovenstraße wöchentlich vornimmt.

Demnach ist im Brunnenbereich der Wiekhorner Wiesen der Wasserstand von im Januar 0,42 Meter unter der Geländeoberfläche auf aktuell 1,58 Meter unter der Erdoberfläche zurückgegangen. Am Kontrollpunkt Goethestraße sank der Pegel im gleichen Zeitraum von 1,54 Meter unter Geländeoberkante (GOK) auf 2,18 Meter. An der Messstelle am Max-Planck-Gymnasium verringerte sich der Grundwasserstand von 0,77 Meter unter der Erdoberfläche auf 1,56 Meter. Im Bereich der Grundschule Beethovenstraße sank das Grundwasser im genannten Zeitraum um mehr als 40 Zentimeter auf aktuell 1,67 Meter.

Erhebliche Schwankungen über das Jahr

Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass der Grundwasserstand im Jahresverlauf erheblichen Schwankungen unterliegt. Neben Wettereinflüssen ist auch die Wasserförderung ein wesentlicher Faktor. Nach der Einstellung der Wasserförderung im Bereich der Graft und der daraus resultierenden Versumpfung, wird seit Ende 2011 dort wieder Grundwasser entnommen, aufbereitet und der Kleinen Delme zugeführt.

Technische Probleme durch alte Technik

Da die stark veraltete Fördertechnik des ehemaligen Wasserwerkes eingesetzt wird, kommt es immer wieder zu technischen Problemen , die temporäre Einbrüche der Förderleistung mit sich bringen können. Diese liegt normalerweise bei rund 200 Kubikmetern pro Stunde.