Kein übermäßiger Mitarbeiterschwund „Normale Fluktuation am Klinikum Delmenhorst“

Von Heike Bentrup

Fachkräftebedarf, aber keine Kündigungswelle: Das Klinikum verzeichnet eine normale Fluktuation. Foto: Jan Eric FiedlerFachkräftebedarf, aber keine Kündigungswelle: Das Klinikum verzeichnet eine normale Fluktuation. Foto: Jan Eric Fiedler

Delmenhorst. Am Klinikum an der Wildeshauser Straße herrscht normale Fluktuation. Das bestätigt auch der Betriebsrat und widerspricht damit anderslautenden Aussagen.

Entgegen anderslautender Meldungen, die zuletzt häufiger im Delmenhorster Stadtgespräch zu vernehmen waren, gibt es am Delmenhorster Klinikum keinen übermäßigen Mitarbeiterschwund. Die Zahl der Beschäftigungen sei konstant, überdurchschnittlich viele Kündigungen gebe es nicht. Das sagt Sprecherin Mandy Lange auf Nachfrage. „Es gibt bei der Mitarbeiterzahl ganz normale Schwankungen, beispielsweise durch Krankheit, Schwangerschaft oder Mutterschutz, das sind normale Vorgänge“, betont die Klinik-Sprecherin. Eine Häufung an Kündigungen nach den Negativ-Schlagzeilen der vergangenen Monate sei nicht festzustellen. Am Klinikum sind rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Mangel an Fachkräften

Auch Gert Prahm, Betriebsratschef am Delmenhorster Klinikum, spricht von einer „normalen Fluktuation“. Eine Kündigungswelle habe auch er nicht registrieren können. Demgegenüber gebe es – wie auch in zahlreichen anderen Häusern und Pflegeeinrichtungen – eher das Problem, dass es an Fachkräften mangele. „In allen Bereichen wird qualifiziertes Personal gesucht“, betont der Betriebsratsvorsitzende. Doch das sei kein spezifisches Problem in Delmenhorst.

Vakante Stellen besetzt

Das bestätigt auch Mandy Lange. Ihren Worten zufolge seien Fachkräfte im medizinischen und pflegerischen Bereich auf dem Arbeitsmarkt aktuell rar gesät. Gleichwohl habe das Klinikum Delmenhorst in diesem Jahr einen Lungenfacharzt und einen Intensivmediziner einstellen und die vakanten Stellen besetzen können.

Patientenzahlen stabilisieren sich

Mit Blick auf die zwischenzeitlich rückläufigen Patientenzahlen spricht Lange von einer sich stabilisierenden Situation. Ohnehin sei die Belegung in den Sommermonaten erfahrungsgemäß schwächer als beispielsweise im Frühjahr oder Herbst. „Das ist in Urlaubs- und Ferienzeiten durchaus branchenüblich“, sagt die Kliniksprecherin. Sogenannte Elektivpatienten, die den Termin für eine erforderliche, aber nicht akute Operation frei wählen können, würden auf andere Jahreszeiten ausweichen. Im Winter kämen noch die Patienten mit Knochenbrüchen oder auch verstärkt mit Atemwegserkrankungen hinzu.