Begeisterungsstürme im Publikum Taiko-Gruppe GOCOO sorgt für Ekstase im Kleinen Haus

Von Eyke Swarovsky


Delmenhorst. Mit hämmernden Rhythmen und einer schweißtreibenden Show hat die japanische Taiko-Gruppe GOCOO am Mittwochabend donnernden Beifall im Kleinen Haus geerntet.

Den Mittwochabend im zu fast drei Viertel ausverkauften Kleinen Haus in Worte zu fassen, ist nicht leicht. Der Abend ist anders als andere Abende in diesem Theater. Die Klänge an diesem Mittwoch sind fremd. Teilweise so fremd, dass sie für einen Europäer wie aus einer anderen Welt klingen. Aber das Publikum – und das überrascht in Delmenhorst doch ein wenig – zeigt sich sehr weltoffen und empfänglich für die Musik von GOCOO.

Die wie Gewehrsalven durch den Saal hämmernden Rhythmen führen dazu, dass die Besucher gegen Ende des Konzerts ekstatisch zwischen den Stuhlreihen tanzen.

Ohropax am Eingang

Dass dieses Konzert anders ist, zeigt sich schon beim Einlass. An die Besucher werden Ohropax verteilt, die mancher zunächst für Gummibärchen hält. Ein eindeutiges Zeichen: Heute Abend wird es laut.

An ihren über 40 Taikos (japanische Trommeln) geben die 13 Musiker um Frontfrau Kaoly Asano (im weißen Kleid) alles. Die mal komplexen, kaum mitzählbaren und mal poppigen Rhythmen gehen in Mark und Bein. Wer nicht mitwippt, ist wohl überfordert von dem, was er da sieht und hört.

Zwischen Trance und Ekstase

GOCOO machen keine traditionelle Taiko-Musik. Sie vermischen fernöstliche Klänge mit Welt-, Pop-, Rockmusik und Techno. Das ganze vermengt mit unbändiger Energie, kriegerischen Schreien und einer imponierenden Choreografie ergibt ein Gemisch, das einen emotional auf eine neue Ebene hievt und das Publikum in Ekstase versetzt. So wundert es nicht, dass Frontfrau Kaoly Asano nach vier Zugaben zu Tränen gerührt auf der Bühne steht und verkündet: „Wir werden wieder nach Delmenhorst kommen.“