Nach Verlust von fast 1000 Euro Delmenhorster Rentner kann auf Hilfe hoffen

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Symbolbild: DPASymbolbild: DPA

Delmenhorst. Die Geschichte des 82-jährigen Seniors, zieht weite Kreise.

Die Geschichte des 82-jährigen Seniors, der am Montag wie berichtet nahezu seine gesamte Rente in der Innenstadt verloren hat, zieht Kreise. Im sozialen Netzwerk Facebook knüpfen bereits Bürger Kontakte, die helfen wollen. Auch beim dk haben sich mehrere Leser gemeldet, die, sollte das Geld nicht wieder auftauchen, mit einer kleinen Spende anonym helfen möchten.

Fast 1000 Euro sind dem Rentner abhanden gekommen. Das Geld hatte er sich am Vormittag bei der LzO auszahlen lassen, wie immer am Beginn eines Monats. Anschließend hatte er noch eingekauft, die Einkäufe aber aus dem Portemonnaie bezahlt, während das Geld in einer Hülle für Schecks steckte, vermeintlich sicher in der Innentasche der Jacke. Wieder zuhause, bemerkte der Rentner, dass sich in der Hülle nur noch ein 50-Euro-Schein befand, 19 50-Euro-Scheine waren verschwunden.

Polizei gibt Tipps

Polizeioberkommissar Andre Wächter rät auf Nachfrage ganz allgemein dazu, möglichst wenig Bargeld bei sich zu tragen und bargeldlos zu zahlen. Große Summen in bar bei sich zu haben, sei nicht ratsam, das aber gelte nicht nur für Senioren. „Verlorenes Geld ersetzt einem in der Regel niemand“, sagt Wächter. Wer dennoch eine hohe Summe mit sich tragen will oder muss, der sollte sie möglichst sicher aufbewahren. „Das Geld sollte nicht locker oder offen sichtbar in der Tasche sitzen, das birgt die Gefahr eines Diebstahls oder eines Verlustes. Die Innentasche einer geschlossenen Jacke kann ein sicherer Ort sein“, erläutert Wächter. Wichtig sei, sich zu versichern, dass das Geld auch dort sei, wo man es haben wolle. „Am Schalter oder am Geldautomaten sollte man sich, selbst wenn sich eine Schlange bildet, die Zeit nehmen, das Geld sicher zu verstauen. Wer in Eile ist, ist weniger aufmerksam.“

Hilfe in Notfällen

Auch Dorothee Engelke von der Delmenhorster Seniorenberatung empfiehlt Senioren, möglichst keine großen Bargeldsummen abzuheben und bei sich zu tragen. Für mittellose Senioren, die dennoch in eine Notlage geraten, könne es eine Soforthilfe geben, etwa in Form eines Darlehens oder mit einer Erstbeilhilfe für Lebensmittel.


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