Budenstadt auf Graftwiesen Delmenhorster Kramermarkt 2015 ab 12. September

Zwischen 110 und 120 Schausteller werden dabei sein beim herbstlichen Kramermarkt. Archivfoto: Andreas NistlerZwischen 110 und 120 Schausteller werden dabei sein beim herbstlichen Kramermarkt. Archivfoto: Andreas Nistler

Ðelmenhorst. Fünf Tage lang werden die Graftwiesen ab dem 12. September mit nostalgischen Karussells und Hightech-Nervenkitzel zur Erlebniswelt. In diesem Jahr gibt es einen besonderen Anlass.

Irgendwo zwischen Tradition und Moderne, aber immer noch mitten im Herzen der Besucher: Da sieht Gerhard Berger, Sprecher der Schausteller, den Delmenhorster Kramermarkt verortet. Keine sechs Wochen mehr, dann steigt das Volksfest auf den Graftwiesen wieder – vom 12. bis 16. September. Berger kündigt mit Vorfreude „fünf tolle Tage“ an.

Luftballon-Wettbewerb

Auf einen Festumzug müssen die Delmenhorster verzichten. Das wurde im vergangenen Jahr beschlossen. „Wir wollen etwas Neues ausprobieren“, sagt Berger an. Am Eröffnungstag ist gegen 14.30 Uhr ein Ballon-Weitflug-Wettbewerb geplant. Zudem kommt mit der Brass Buffet Hot Cooking Street Band aus Melle eine Kapelle, die Stimmung verspricht und über sich sagt: „Wir sind eine Band mit Tempo und Spielwitz und schicken unser Publikum immer satt nach Hause. „Das passt“, sagt Berger, denn in diesem Jahr soll mit dem Kramermarkt auch das Marktrecht gefeiert werden, das nun seit 325 Jahren besteht. Am 31. März 1690 bekam die Stadt Delmenhorst von König Christian V. von Dänemark, Graf zu Oldenburg und Delmenhorst, das Marktrecht verliehen. Freibier für die großen, Plüschtiere für die kleinen Besucher gibt es zur Eröffnung obendrauf.

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Besondere Fahrgeschäfte

Zwischen 110 und 120 Schausteller werden dabei sein beim herbstlichen Kramermarkt. Als besondere Fahrgeschäfte kündigt Berger unter anderem das große Kettenkarussell Volare der Familie Blume und Alpha 1 der Familie Peeters an.

Der Kramermarkt solle wie immer ein Programm für die ganze Familie bieten. „Der Kramermarkt ist die Veranstaltung in Delmenhorst, die am meisten Menschen auf die Beine bringt“, sagt er. Die Delmenhorster seien ihrem Kramermarkt sehr verbunden, sie interessierten sich für ihn, weil er „Atmosphäre in die Stadt bringt“.

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Traditionelle Termine bleiben

Fest zum Programm des Kramermarktes gehört wie immer der Familientag mit vergünstigten Preisen am Dienstag, sowie Feuerwerke am Samstag und am Mittwoch, 16. September, dem Abschlusstag.

Berger wünscht sich, dass auch die Kaufleute der City ihre Verbundenheit mit dem Kramermarkt sichtbar dokumentieren: „Es wäre doch schön, wenn möglichst viele Schaufenster geschmückt zur Kramermarktszeit wären, um auf das bunte Treiben auf den Graftwiesen aufmerksam zu machen.“


Kleine Historie Die Stadt Delmenhorst bekam 1690 von König Christian V. von Dänemark das Marktrecht verliehen. Kleine Märkte gab es schon zuvor, denn bereits 1601 gewährte Graf Anton II. Delmenhorst freie Vieh-, Ross und Jahrmärkte. Die waren mit den heutigen natürlich nicht zu vergleichen. 1823 bezogen 33 Marktbeschicker, darunter Händler mit Kuchen, Eisen- und Holzwaren den Frühjahrsmarkt. Die Bezeichnung „Krammarkt“ ist für 1887 belegt. In diesem Jahr stand auch erstmals ein Karussell auf dem Markt. 1905 erfolgte die Trennung von Vieh- und Krammarkt. 1952 bezogen die Schausteller erstmals ihren Platz auf den Graftweisen.

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