Telekom startet Ausbau Mehr Tempo für das Internet im Ortsnetz Delmenhorst

Von Marco Julius

Griffen symbolisch zur Schaufel (v.li.): Sabine Köhler (Vertriebsbeauftragte Telekom), Axel Jahnz (Oberbürgermeister Delmenhorst) und Niels Thomsen (Bürgermeister Stuhr). Foto: Marco JuliusGriffen symbolisch zur Schaufel (v.li.): Sabine Köhler (Vertriebsbeauftragte Telekom), Axel Jahnz (Oberbürgermeister Delmenhorst) und Niels Thomsen (Bürgermeister Stuhr). Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Ohne schnelles Internet geht heute beruflich und privat kaum noch etwas. Die Telekom hat jetzt den sogenannten Vectoring-Ausbau gestartet.

Oberbürgermeister Axel Jahnz und Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen haben am Dienstag gemeinsam symbolisch zur Schaufel gegriffen, um das Startsignal für den Ausbau von schnellen Internetanschlüssen zu geben, den die Telekom jetzt im Vorwahlbereich 04221 beginnt. „Rund 12.400 Haushalte profitieren davon“, sagt Sabine Köhler, Vertriebsbeauftragte bei der Telekom. In der Stadt Delmenhorst seien das 8300 Haushalte in der Innenstadt, in Dwoberg, Deichhorst, Iprump, Stickgras, Brendel und Annenriede. Dazu kämen 3100 Haushalte in Ganderkesee sowie weitere 1000 Haushalte in Stuhr-Varrel.

Über 50 Kilometer Glasfaserkabel

Die Telekom verlegt dafür über 50 Kilometer Glasfaser, stellt insgesamt 61 Multifunktionsgehäuse neu auf oder stattet bestehende mit modernerer Technik aus. „Im Vergleich zum bisherigen VDSL-Anschluss verdoppelt sich das maximale Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Beim Heraufladen vervierfacht sich das Tempo sogar auf bis zu 40 Megabit pro Sekunde“, erläutert Köhler. Das helfe beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos über das Netz. Das neue Netz werde ab Ende des vierten Quartals zur Verfügung stehen und so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sei.

Standorte attraktiv machen

Jahnz ist froh, dass der Ausbau so zügig vorangeht. Ebenso wie Thomsen sagt er, dass das schnelle Internet die Standorte attraktiver mache. Schnelle Internetanschlüsse seien heute – beruflich und privat – längst unverzichtbar. „Ein schneller Internetanschluss ist für Familien und potenzielle Investoren ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Ansiedlung“, sagt Jahnz.

Ausbau in drei Phasen

Der Ausbau erfolgt in drei Etappen: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse wird das Kupferkabel durch Glasfaser ersetzt. Zudem werden die Multifunktionsgehäuse (MFG), die am Straßenrand stehen, verbessert. Zudem wird die Kupferleitung, die auf der „letzten Meile“ vom MFG zum Kunden führt, durch die sogenannte Vectoring-Technik schneller.