Kioske in Delmenhorst Kioskserie: Ein Lebenstraum an der Bremer Straße

Von Heike Bentrup

Christine Mroncz (links), hier mit Mitarbeiterin Kirstin Dudlo, betreibt seit sieben Jahren den Kiosk Bremer Straße. Öffnungszeit ist täglich von 5 bis 20 Uhr. Foto: Heike BentrupChristine Mroncz (links), hier mit Mitarbeiterin Kirstin Dudlo, betreibt seit sieben Jahren den Kiosk Bremer Straße. Öffnungszeit ist täglich von 5 bis 20 Uhr. Foto: Heike Bentrup

Delmenhorst. Im Kiosk Bremer Straße herrscht eine familiäre Atmosphäre. Vor sieben Jahren hat Christine Mroncz das Geschäft übernommen.

Für Christine Mroncz ging der ganz persönliche Lebenstraum eigenen Angaben zufolge im September 2008 in Erfüllung. Seinerzeit hat ihr Mann für sie den Kiosk Bremer Straße, in dem sie zuvor bereits acht Jahre gearbeitet hatte, gepachtet. „Ich habe ein Vierteljahr gebraucht, um ihn zu überzeugen“, berichtet sie rückblickend mit einem Schmunzeln. Den Schritt in die Selbstständigkeit hat die 59-Jährige zu keinem Zeitpunkt bereut. Für sie gibt es keine schönere Arbeit. „Es macht einfach Spaß, die Leute sind freundlich und es bleibt immer Zeit für einen kleinen Klönschnack“, sagt Christine Mroncz. Sie schätzt die familiäre Atmosphäre und die gute Stimmung. Auch wenn ihr Arbeitstag bereits morgens um 4 Uhr beginnt. „Dann treffe ich die Vorbereitungen, schmiere und belege Brötchen und brühe den Kaffee auf.“

Brötchen mit Spiegelei und Frikadellen

Um 5 Uhr öffnet sie ihren Kiosk. Oftmals klopften die ersten Kunden auf dem Weg zur Arbeit aber schon vorher, um sich mit Frühstück zu versorgen. Begehrt seien neben den mit Wurst, Käse oder auch Spiegelei belegten Brötchen auch die hausgemachten Frikadellen, die Christine Mroncz donnerstags und freitags im Angebot hat. In Kürze sollen noch Schnitzbrötchen hinzukommen.

Das Nötigste für Zwei- und Vierbeiner

Aber nicht nur angesichts des Frühstücksangebotes ist der Kiosk Bremer Straße gut sortiert. Neben dem gängigen Sortiment wie Zigaretten, Süßigkeiten und Getränken gibt es auch Konserven, Mehl, Zucker, Salz, Kartoffeln, Holzkohle und selbst Hunde- und Katzenfutter. „Alles was man braucht und beim Einkauf vergessen hat, es ist wie ein kleiner Tante-Emma-Laden.“ Komplettiert wird das Angebot durch eine Lotto-Annahmestelle und einen Paketdienst.

Leben ohne Kiosk nicht mehr vorstellbar

Dass sie jemals einen eigenen Kiosk betreiben würde, hätte sich die gebürtige Thüringerin vor 26 Jahren bei ihrer Ankunft in Delmenhorst nicht träumen lassen. Mittlerweile kann sie sich das Leben ohne Kiosk nicht vorstellen. „Wenn ich mal ein paar Tage Urlaub habe, fehlen mir der Kiosk und die Kunden“, sagt Christine Mroncz, die von ihrer Mitarbeiterin Kirstin Dudlo sowie ihrer Schwiegertochter und auch von ihrer Schwägerin unterstützt wird.


Mein Kiosk

Zeitungen, Kaffee, Süßigkeiten und natürlich Klatsch aus der Nachbarschaft: Kioske waren lange aus dem Stadtbild nicht wegzudenken. Und doch gibt es immer weniger. In der Serie „Mein Kiosk“ stellt das dk in loser Reihenfolge Kioske und ihre Betreiber vor.

0 Kommentare