Gastspiel von Zirkus Charles Knie Proteste begleiten Zirkuspremiere in Delmenhorst

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Delmenhorst. Der Zirkus Charles Knie ist seit Samstag zu Gast auf den Graftwiesen. Vor der Premiere haben rund 100 Tierschützer gegen die Wildtierhaltung demonstriert.

Vom Seiltänzer über einen Clown bis hin zur Flugtrapeznummer mit dem berühmten „Salto Mortale“ wird alles geboten, was der Zuschauer von einem Großzirkus erwartet. Dazu kommen auch noch verschiedene Tierdressuren mit Elefanten, Löwen, Tigern und sogar Seelöwen und einem Känguru.

Dies hat am Samstag vor der Premiere rund 100 Tierschützer auf den Plan gerufen. Sie protestierten gegen die Wildtierhaltung in dem Zirkus und versuchten, die Besucher für die Thematik zu sensibilisieren. „Jeder der sich jetzt eine Karte löst, denkt darüber nach, wie die Tiere vorgeführt werden“, sagte Organisatorin Melanie Hafemann von Animals United zum Ziel des Protests. Zudem wurde bei der Demonstration eine Petition herumgegeben, die zum Ziel hat, dass die Stadt keine Flächen mehr an Zirkusse vermietet, die Wildtiere halten.

Gespräche zwischen Demonstranten und Zirkus hat es nicht gegeben: „Hier vor Ort möchten wir keine Diskussion führen. Die wurde schon Jahre geführt und ist zu keinem Ziel gekommen.“

Diese Haltung kritisiert Zirkussprecher Patrick Adolph: „Es hat niemand vorbeigeschaut und sich angesehen, wie die Tiere gehalten werden“, sagte er. Es habe sich viel bei Haltung und Dressur in den vergangenen Jahren geändert. Tierschützer würden dagegen mit Videos aus den 80er-Jahren Stimmung gegen den Zirkus machen. „Ich kann für jedes Argument, das die Tierschützer verbreiten, ein wissenschaftlich fundiertes Gegenargument bringen“, sagte Adolph.

Als Schikane fassten die Demonstranten den ihnen vom Ordnungsamt zugewiesenen Platz auf: Sie mussten auf der Wiese zwischen Kiosk und der Zufahrt zum Wasserwerk bleiben. Davor parkten aber Autos, die die Sicht auf den Protest teilweise behinderten.


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