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Sturm „Niklas“ Feuerwehren in Delmenhorst und Landkreis im Dauereinsatz

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Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Sturmtief „Niklas“ hat die Feuerwehren in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg ordentlich beschäftigt. Am Nachmittag fuhren die Rettungskräfte von einem Einsatz zum anderen. Von Thorsten Konkel und Eyke Swarovsky

In Delmenhorst ist aufgrund des Sturms gegen 14.30 Uhr ein Baum am Ende der Straße „Hohe Wende“ auf die Oberleitung der Bahnstrecke gekippt. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Hude und Delmenhorst musste vorübergehend gesperrt werden.

Bereits am Morgen mussten die Einsatzkräfte gegen 9.30 Uhr zur Hiltrudstraße ausrücken. Dort drohte ein Baum auf die Straße beziehungsweise ein Haus zu stürzen. Zur Sicherung wurde der Baum gefällt und in kleinere Teile zerlegt.

Weiter berichtete die Feuerwehr, dass sich gegen 14 Uhr ein Altkleidercontainer mit einer Windböe selbstständig gemacht hat und von den Einsatzkräften gesichert werden musste.

Um 15.35 Uhr rückte die Feuerwehr in der Innenstadt an. In der Langen Straße sind Fassadenteile durch den Sturm herabgerissen worden. Jedoch hielt sich der Schaden in Grenzen. Dennoch sperrte die Feuerwehr zeitweise den Teil der Langen Straße für den Fußgängerverkehr, aus Angst, umherfliegende Plastikteile der Fassade könnten Passanten verletzen. Die Feuerwehr vernagelte zur Sicherheit die aufgerissene Stelle.

Um kurz nach 16 Uhr wurde die Feuerwehr zur Bremer Straße gerufen. Ein Baum ist hier auf Höhe der Haltestelle „Heidkrug“ auf die Straße gekippt.

Zahlreiche Einsätze im Landkreis

Auch im Landkreis Oldenburg forderte Sturmtief „Niklas“ die Feuerwehren. „Bis kurz vor 18 Uhr waren es bereits mehr als 50 Einsätze“, berichtet der Kreisfeuerwehr-Pressewart Christian Bahrs.

An der Langen Straße in Ganderkesee musste die Feuerwehr das Dach eines älteren Hauses sichern, nachdem Dachziegel auf den Bürgersteig gefallen waren.

In der Gemeinde Hude rückte die Feuerwehr Altmoorhausen um 12.30 Uhr aus. Ein Baum drohte auf ein Haus an der Dorfstraße zu fallen. 14 Kameraden mit vier Fahrzeugen waren bis 13.45 Uhr im Einsatz. Später waren die Altmoorhauser Kameraden selbst betroffen: Ihre Alarmsirene drohte vom Dach der Feuerwehrhauses zu stürzen.

Von 13.50 bis 14.30 Uhr dauerte ein weiterer Einsatz in Hude. Ein Baum war auf eine Telefonleitung am Hasenlager gestürzt. Der Baum wurde mit einer Motorsäge beseitigt. Die Leitung wurde nicht beschädigt. Auch in Altmoorhausen drohte der Sturm ein Dach abzudecken.

In Wüsting musste am Mittag ein Baum an der Straße Auf der Striepe (Schottweg) entfernt werden. Zum Sturmeinsatz wurde die Ortsfeuerwehr Dötlingen um 15:11 Uhr alarmiert. Eine Anwohnerin rief die Feuerwehr, da am Heideweg in Dötlingen eine Tanne auf ein Haus zu stürzen drohte. Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte nur wenige Minuten nach der Alarmierung konnten die weiteren Fahrzeuge die Anfahrt abbrechen. Der Baum war in der Zwischenzeit bereits umgestürzt und hatte das Wohnhaus dabei knapp verfehlt, sodass ein Eingreifen der Feuerwehr nicht mehr nötig war.

Gegen 17 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Falkenburg an den Alten Postweg gerufen. Dort waren, ebenso wie ein Stück weiter am Falkensteinsee, ebenfalls Bäume auf die Straße gestürzt. Die Ortswehr Falkenburg war schon gegen 15 Uhr zu einer Türnotöffnung nach Steinkimmen ausgerückt und hat seitdem die Beseitigung diverser Gefahrenstellen übernommen.

Sturm fegt ganzes Lastwagengespann von der Fahrbahn

Die zuletzt immer stärker werdenden Sturmböen fegten bei Havekost auf der B 213 gegen 18.45 Uhr sogar ein Lastwagengespann von der Fahrbahn. Zum Glück wurde niemand verletzt, als das leere Gespann nach rechts in die Berme gedrückt wurde und sein Anhänger umkippte. Allerdings wurde dabei ein Baum entwurzelt. Die B 213 ist derzeit (19.35 Uhr) noch immer gesperrt.


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