Delmenhorster Veranstaltungszentrum Markthalle ist fest in der Hand der Vereine

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Von Lichterfest über Ratssitzungen bis zu Konzerten und Vereinstagungen: Die Markthalle wird gerade von Vereinen aus Delmenhorst und der Verwaltung stark genutzt. Kommerzielle Anbieter machen nicht einmal zehn Prozent der Anfragen aus. Archivfoto: Andreas NistlerVon Lichterfest über Ratssitzungen bis zu Konzerten und Vereinstagungen: Die Markthalle wird gerade von Vereinen aus Delmenhorst und der Verwaltung stark genutzt. Kommerzielle Anbieter machen nicht einmal zehn Prozent der Anfragen aus. Archivfoto: Andreas Nistler

Delmenhorst. Mehr als 150 Veranstaltungstage sind für dieses Jahr bisher in der Markthalle vorgesehen. 2014 waren es noch 114. Trotzdem wird die Markthalle wohl auf lange Sicht ein deutliches Zuschussgeschäft bleiben.

Die Markthalle wird immer besser angenommen. In diesem Jahr soll das Veranstaltungszentrum an mehr als 150 Tagen für Veranstaltungen belegt sein – rund 40 mehr als noch 2014. „Man kann von einer positiven Tendenz sprechen“, sagt Jan-Felix Ridder, Geschäftsführer der als Vermieter eingesetzten Nordwolle VZ. Klare Worte findet Ulf Kors, Vorsitzender des Markthallenbeirats: „Das ist schon eine Hausnummer. Wir sind positiv überrascht, dass es so gut läuft.“

Erst im vergangenen Mai war die Miete aufgrund der schlechten Resonanz von kommerziellen Veranstaltern für diese Nutzergruppe deutlich von 1000 Euro auf 600 Euro pro Nutzungstag reduziert worden. Zunächst ohne Erfolg: Nur sechs kommerzielle Veranstalter zog es 2014 in die Markthalle. 2015 sind es nun laut Ridder 15 Veranstalter.

„Die Markthalle ist mehr eine lokale Sache“, sagt Ridder. Von außerhalb werde eher das com.media, das ebenfalls von der Nordwolle VZ vermietet wird, angenommen. Von den acht Anbietern, die dort in diesem Jahr Veranstaltungen planen, kommen fünf von außerhalb.

Dass die Markthalle vor allem aus Delmenhorst nachgefragt wird, ist für Kors gar nicht schlecht. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass es eine Halle für alle Bürger sein muss.“ Diesen Anspruch sieht auch Ridder erfüllt. Denn von den bisher vorgesehenen 153 Veranstaltungstagen entfallen 135 auf die sogenannte „Nutzergruppe B“. Sie umfasst gemeinnützige Vereine, kulturelle Gruppen, Einzelkünstler, aber auch Veranstaltungen von Bildungsträgern und der Verwaltung. Sie zahlen 100 Euro pro Veranstaltungstag und zusätzlich eine Reinigungspauschale in gleicher Höhe.

„Die Markthalle steht für das kulturelle Leben der Stadt“, urteilt Ridder. Gerade in dieser Gruppe habe sich die Markthalle bereits etabliert. Das sieht auch Kors so: „Fast alle, dir dort gefeiert haben oder aufgetreten sind, haben sich eine Option für weitere Veranstaltungen geben lassen“, berichtet er.

Doch trotz dieser positiven Entwicklung ist es kaum denkbar, dass die Markthalle jemals schwarze Zahlen schreiben wird. Im Haushalt der Stadt war für 2014 mit Einnahmen von 20000 Euro kalkuliert worden, für 2015 wurde die Erwartung auf 15000 Euro gesenkt. Gleichzeitig werden die Betriebskosten mit 150000 Euro angegeben. „Es wird immer ein Zuschussgeschäft bleiben“, sagt Kors. Er wünscht sich eine Ausweitung des überregionalen Vermarktungskonzepts. Derzeit wirbt eine eigene Internetseite für die Halle, zudem ist sie laut Ridder in Veranstaltungsdateien gelistet. Durch Kontakte zu lokalen und regionalen Kulturveranstaltern werde der Bekanntheitsgrad zusätzlich gesteigert.


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