Gemeinde schafft neue Stelle Betreuer für Flüchtlinge in Stuhr gesucht

Die Gemeinde Stuhr richtet sich mit einer neuen Betreuerstelle und weiteren Unterkünften wie hier am Brunnenweg auf mehr Flüchtlinge ein. Foto: Dirk HammDie Gemeinde Stuhr richtet sich mit einer neuen Betreuerstelle und weiteren Unterkünften wie hier am Brunnenweg auf mehr Flüchtlinge ein. Foto: Dirk Hamm

Stuhr. Die Gemeinde Stuhr bereitet die Besetzung einer Betreuerstelle für Flüchtlinge vor. Der Landkreis Diepholz übernimmt einen Teil der Kosten.

Rund 100 Flüchtlinge und Asylbewerber leben derzeit in Unterkünften der Gemeinde Stuhr. Mit der in Kürze abgeschlossenen Einrichtung eines Wohncontainers am Brunnenweg in Brinkum und dem Bau von drei weiteren Unterkünften an der Allerstraße im selben Ortsteil stellt sich die Gemeinde darauf ein, weitere Flüchtlinge aufzunehmen (das dk berichtete). Um die Menschen in den für sie oft neuen Alltagssituationen besser unterstützen zu können, will die Gemeinde eine neue Betreuerstelle schaffen.

„Wir sind als Gemeinde für die Unterbringung von Flüchtlingen verantwortlich. Ich definiere das etwas anders als nur die reine Bereitsstellung von Wohnraum“, erklärt dazu Bürgermeister Niels Thomsen auf Nachfrage. Bereits jetzt verwendeten die Mitarbeiter des Sozialen Services im Rathaus viel Zeit darauf, sich um die formalen Belange der Flüchtlinge zu kümmern. Das reiche aber nicht aus: „Die Menschen benötigen Hilfe bei den Dingen, die im Lebensalltag eine Rolle spielen: Wo kaufe ich ein? Was sind gelbe Säcke? Wie stelle ich die Heizung ein?, und so weiter.“

Landkreis Diepholz übernimmt einen Großteil der Kosten

Im Zuge der Haushaltsverabschiedung im Dezember 2014 hat der Rat bereits die finanziellen Voraussetzungen für die Einstellung einer Betreuungskraft geschaffen. Inzwischen übernehme der Landkreis Diepholz mit 30000 Euro einen Großteil der Kosten, so der Bürgermeister. Derzeit würden die Rahmenbedingungen und das Anforderungsprofil der Stelle geklärt, noch in diesem Monat solle die Ausschreibung erfolgen. Gesucht werde eine Kraft aus dem Bereich der Sozialpädagogik. Es sei sinnvoll, die Stelle räumlich nah an den Flüchtlingen anzusiedeln, voraussichtlich in Brinkum.


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