Neujahrsempfang beim HWK Delmenhorst Kreative Köpfe auf der Kommandobrücke

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Professor Reto Weiler (2. von links) begrüßte Oberbürgermeister Axel Jahnz (von links) sowie die Gastredner Professor Oliver Zielinski und Thomas Dapp beim Neujahrsempfang im Hanse-Wissenschaftskolleg. Foto: Dirk HammProfessor Reto Weiler (2. von links) begrüßte Oberbürgermeister Axel Jahnz (von links) sowie die Gastredner Professor Oliver Zielinski und Thomas Dapp beim Neujahrsempfang im Hanse-Wissenschaftskolleg. Foto: Dirk Hamm

Delmenhorst. Ein volles Haus hat der Neujahrsempfang dem Hanse-Wissenschaftskolleg am Freitagabend beschert. Der Abend stand thematisch im Zeichen der Meeresforschung.

Beinahe aus allen Nähten ist das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) am Lehmkuhlenbusch während des Neujahrsempfangs der Wissenschaftseinrichtung am Freitagabend geplatzt: Mehr als 200 Gäste waren der Einladung gefolgt, und da der Hörsaal nur Platz für 120 Zuhörer bot, wurden die Referate der Gastredner ins Bistro übertragen, wo weitere Gäste zuhörten.

„RaumZeitPiraten“ und „Mare“

Professor Reto Weiler, Rektor des renommierten Forschungsinstituts, begrüßte im Foyer die Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung, darunter Delmenhorsts Oberbürgermeister Axel Jahnz. Dass er dies auf der Galerie über den Köpfen der Gäste tat, wie auf einer Kommandobrücke, war nur einer von mehreren Bezügen zum Meer an diesem Abend. Dazu passten auch die Lichtinstallationen der „RaumZeitPiraten“, die den modernen Bau innen und außen wogend illuminierten, und die Musik, die Weiler zur Begrüßung ausgewählt hatte: „Mare“, also „Meer“, hieß das Stück des Italieners Luca Lombardi, einem ehemaligen Fellow am HWK.

Dann zog Weiler die Parallelen zwischen der Forschungseinrichtung und dem Forschungsschiff „Sonne“, das später Thema des Gastvortrags sein sollte: „Auch wir sind gewissermaßen eine Insel für eine Zeit, wo sich Wissenschaftler treffen, um das Unverstandene zu erkunden.“

75 Fellows aus 20 Nationen

Dies sei die Aufgabe der „Crew der kreativen Köpfe“, der Fellows, die sich zu Forschungszwecken auf Zeit am HWK aufhalten. 75 Fellows aus 20 Nationen, so zog der Rektor Bilanz, haben im vergangenen Jahr mehr als 200 Veranstaltungen am HWK auf die Beine gestellt. „Damit sind wir an einem Limit angekommen, finanziell und räumlich“, sagte Weiler. Er freue sich, dass das Institut so gut nachgefragt und ausgelastet sei. Zugleich stellte der Schweizer Neurowissenschaftler das Dutzend der aktuellen Fellows vor, das auch zwei Künstler einschließt.

Im Hörsaal ergriffen dann Diplom-Ingenieur Thomas Dapp von der Papenburger Meyer-Werft und der Oldenburger Meeresforscher Professor Oliver Zielinski das Wort und berichteten über den Bau und die Erprobung des Forschungsschiffes „Sonne“.


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