Anderen Quellen als in Delmenhorst Stuhrer Trinkwasser ist sauber

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Stuhr. Während in Delmenhorst Trinkwasser derzeit abgekocht werden muss, gibt es im nahen Stuhr keine Einschränkungen. Dort sind keine Keime im Wasser vorhanden.

Die Verunreinigung des Delmenhorster Trinkwassers durch E.coli-Bakterien geht nach Erkenntnissen der Stadtwerke Delmenhorst von einem Brunnen auf Stuhrer Gebiet aus. Müssen sich die Stuhrer Bürger möglicherweise auch auf das Abkochen des Leitungswassers einstellen? Grund zur Sorge besteht laut Oldenburgisch-Ostfriesischem Wasserverband (OOWV) nicht: „Unsere Kunden sind von der Verunreinigung des Trinkwassers in Delmenhorst nicht betroffen“, teilt OOWV-Pressesprecher Gunnar Meister auf Nachfrage mit.

Der Verband versorgt demnach die Gemeinde Stuhr mit Trinkwasser, das aus Brunnen in Harpstedt, Wildeshausen und Großenkneten gefördert wird. Aus dem inzwischen stillgelegten Stuhrer Brunnen beziehen lediglich Delmenhorster Haushalte ihr Wasser.

Zwar besteht nach Angaben von Gunnar Meister eine Verbindung zwischen den Versorgungssystemen der beiden Kommunen, denn der OOWV liefere Wasser auch nach Delmenhorst. Dennoch entstehe dadurch keine Gefahr für die Stuhrer: „Ein Rückfluss von verunreinigtem Wasser ist wegen der einseitigen Fließrichtung nach Delmenhorst und technischen Vorkehrungen nicht möglich.“ Die Trinkwasserqualität werde laufend überwacht und zusätzlich nach Plan alle 14 Tage, tatsächlich aber öfter, von den Gesundheitsämtern bakteriologisch überprüft.


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