Stadtempfang in der Markthalle Große Aufgaben und viel Potenzial

Gemeinsam für Delmenhorst: Bürgermeisterin Antje Beilemann, Oberbürgermeister Axel Jahnz, Bürgermeister Hermann Thölstedt und der Ratsvorsitzende Gerhard Berger. Foto: Andreas NistlerGemeinsam für Delmenhorst: Bürgermeisterin Antje Beilemann, Oberbürgermeister Axel Jahnz, Bürgermeister Hermann Thölstedt und der Ratsvorsitzende Gerhard Berger. Foto: Andreas Nistler

Delmenhorst. Für Axel Jahnz war es eine Premiere. In seiner Funktion als Oberbürgermeister hatte er gestern Abend erstmals zum Stadtempfang in die Markthalle geladen. Mehr als 200 Vertreter des öffentlichen Lebens fanden sich zu der Veranstaltung ein.

Die angespannte Finanzlage, die Situation in den Graftanlagen, die Diskussion um die Hertie-Immobilie und nicht zuletzt das Wirrwarr um die neue B 212 – Delmenhorst startet gleich mit einer Vielzahl von „Baustellen“ ins neue Jahr. Doch es gibt auch reichlich Positives zu vermelden. Entsprechend optimistisch zeigte sich Oberbürgermeister Axel Jahnz gestern Abend anlässlich des Stadtempfangs in der Markthalle.

Er unterstrich das Potenzial, das die Stadt mit all ihren Vorzügen berge und rief zur Geschlossenheit auf, um die „schweren Aufgaben zu bewältigen, für die wir gemeinsam Lösungen suchen und finden werden“. Zunächst dankte Jahnz jedoch für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. „Ich bin freundlich empfangen worden und habe bereits in viele Themen einsteigen können. Ich bin angekommen in Delmenhorst“, sagte der Verwaltungschef und lobte die Vorzüge, die die Stadt zu bieten habe. Ob Wohnmöglichkeiten, Naherholungsgebiete, Kunst und Kultur, Freizeit und Bildung – der Wohlfühlfaktor sei groß.

Eines der Beispiele dafür, dass die Stadt auf gutem Weg sei, ist nach Worten des Verwaltungschefs neben der sich anbahnenden Fusion der beiden Delmenhorster Krankenhäuser auch die Entscheidung zur Gründung einer Wirtschaftsförderungs-GmbH. „Die Türen der Wirtschaftsförderung stehen stets offen für Themen, Fragen und Anregungen aus der Delmenhorst Wirtschaft“, kündigte Jahnz an und erntete dafür von den Gästen spontanen Beifall.

Als besonders beeindruckend bezeichnete Jahnz das ehrenamtliche Engagement und die große Spendenbereitschaft. Gleichwohl zeige ein Blick auf die aktuelle Situation, dass es insbesondere um die finanzielle Lage der Stadt „alles andere als rosig bestellt ist“. Daher seien die beschlossenen Steuererhöhungen „bitter, aber ein erforderlicher Schritt“. Zusätzlich gelte es, Einsparmöglichkeiten aufzuzeigen, um Wege aus der schwierigen finanziellen Situation zu finden. Erschwerend hinzu komme ein enorm hoher Investitionsstau. „Rund zehn Millionen Euro müssten wir eigentlich unter anderem in unsere Schulen und andere städtische Gebäude oder auch in die Straßen investieren“, mahnte Jahnz vor den mehr als 200 Gästen. Unter ihren waren an diesem Abend auch die aus Delmenhorst stammende Wirtschaftsexpertin Prof. Dr. Claudia Kemfert, die Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag (SPD) und Astrid Grotelüschen (CDU), die Landtagsabgeordneten Axel Brammer (SPD) und Annette Schwarz (CDU), Erzbischof Mor Julius Dr. Hanna Aydin, Vertreter benachbarter Kommunen, des Rates, der Wirtschaft, der Bundeswehr sowie von Vereinen, Verbänden, Institutionen und anderen Einrichtungen.


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