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26.07.2021, 16:15 Uhr KOMMENTAR

Stadt Delmenhorst hätte gegen Spekulanten mehr tun müssen

Ein Kommentar von Michael Korn


Hier wurden menschenunwürdige Zustände beseitigt: Abriss Am Wollepark 13/14.Hier wurden menschenunwürdige Zustände beseitigt: Abriss Am Wollepark 13/14.
Melanie Hohmann

Delmenhorst. Unzumutbare Wohnsituationen in Delmenhorster Problemvierteln sind das Ergebnis rücksichtsloser Praktiken mancher Vermieter. Hat die Stadt zu sehr weggeschaut? Ein Kommentar von dk-Redaktionsleiter Michael Korn.

Ohnehin an den Rand der Gesellschaft gedrängt, werden in Delmenhorst viele zugewanderte Menschen aus Osteuropa auch noch schamlos von rücksichtslosen Vermietungsgesellschaften ausgenutzt. Diese Firmen schaden den seriösen Unternehmen und profitieren offenbar von einer rechtlichen Grauzone, die eine menschenunwürdige Unterbringung in überbelegten Wohnungen zulässt. 

Wollepark-Abriss hat Probleme verlagert

Der Teilabriss des Wolleparks hat zwar besonders schlimme Wohnzustände beseitigt, das eigentliche Problem aber nur in andere Stadtteile wie Düsternort und auch Deichhorst verlagert. Die betreffenden Vermieter können aber auch deswegen als Spekulanten auftreten, weil es offenkundig an Kontrolldruck fehlt. Unsere Sozialbehörden haben ja laut dem neuen Integrationsbericht Kenntnis von überfüllten Mietobjekten. Scheinbar ist hier nichts oder zu wenig unternommen worden, um die schwarzen Schafe unter den Vermietern zu akzeptablen Rahmenbedingungen in den Problemvierteln zu drängen.


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