Corona-Schutzkontrollen Delmenhorster Polizei muss mehrere Personengruppen in der Region trennen

Die Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg-Land / Wesermarsch hat am Wochenende mehrere Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt. Foto: Polizei DelmenhorstDie Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg-Land / Wesermarsch hat am Wochenende mehrere Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt. Foto: Polizei Delmenhorst

Delmenhorst / Landkreis Oldenburg / Wesermarsch. In 17 Fällen musste die hiesige Polizeiinspektion am Wochenende in ihrem Zuständigkeitsbereich eingreifen, um die Maßnahmen zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus umzusetzen.

Die Beamten der zentralen Kontrolleinheit und des Einsatz- und Streifendienstes kontrollierten laut Mitteilung der Polizei vollumfänglich im Landkreis Oldenburg, im Landkreis Wesermarsch und in der Stadt Delmenhorst und stellten insgesamt 17 Ordnungswidrigkeiten und eine Straftat nach dem Infektionsschutzgesetz fest. Hauptsächlich handelte es sich um Personengruppen, die sich unberechtigterweise versammelten. 

Delmenhorst

  • Auf dem Parkplatz an den Graften hielten sich am Samstag gegen 00.35 Uhr, drei Personen auf, die den nötigen Mindestabstand nicht einhielten und nicht in einem Hausstand lebten. Die Beamten forderten die Personen auf, sich zu trennen, sprachen einen Platzverweis aus und leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
  • Der Besitzer eines Telefongeschäftes an der Bahnhofstraße öffnete am Freitag sein Geschäft für den Kundenverkehr. Nachdem ihn die Beamten auf die geltende Allgemeinverfügung hinwiesen, zeigte er Verständnis und schloss das Geschäft. Weiterhin hielten sich am Freitag gegen 17.45 Uhr, drei Personen in einer Gaststätte an der Schulstraße auf und konsumierten alkoholische Getränke. Dies wurde durch die Beamten untersagt.
  • Mehrere Erwachsene feierten am Samstag gemeinsam mit ihren Kindern gegen 22.50 Uhr in einer Privatwohnung an der Straße "Am Stadion". Die Feier wurde aufgelöst und die Personen voneinander getrennt. Es wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
  • Bei der Polizeiinspektion gingen am Wochende Hinweise aus der Bevölkerung ein, dass die Anzahl der Kunden in mehreren Delmenhorster Verbrauchermärkten derart hoch sei, dass die Bestimmungen der Allgemeinverfügung nicht eingehalten werden können. Die Beamten suchten daraufhin verschiedene Verbrauchermärkte auf und überprüften die Situation vor Ort. Es wurden keine Verstöße gegen die Allgemeinverfügung festgestellt. Allerdings nahmen die Beamten Kontakt zu den Marktleitern auf und wiesen sie auf die Einhaltung der Allgemeinverfügung hin. Ziel der Kontrollen ist nach Angaben der Polizei, dass die Supermärkte nicht als "Ersatz-Treffpunkt" für die Bürgerinnen und Bürger genutzt werden.

Landkreis Oldenburg

  • Im Landkreis Oldenburg trafen die Beamten am Freitag gegen 22.30 Uhr, am Lehmkuhlenweg in Wildeshausen auf eine Gruppe von vier Personen. Nach erfolgter Identitätsfeststellung stellte sich heraus, dass die Jugendlichen nicht in einem Haushalt leben. Darüber hinaus hielten sie den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht ein. Es wurde ein Platzverweis ausgesprochen und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
  • In Wildeshausen erhielten die Beamten Kenntnis über eine Party in einer Privatwohnung an der Michealstraße. Dort feierten 16 Personen auf engstem Raum. Unverzüglich lösten die Beamten die Feier am Sonntag gegen 0.30 Uhr auf und leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Landkreis Wesermarsch

  • Im Landkreis Wesermarsch hielten sich drei Personen am Freitag gegen 21.50 Uhr an der Rasmussenstraße in Lemwerder auf. Diese gehörten nicht einem Haushalt an und hielten ebenfalls den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht ein. Es wurde ein Platzverweis ausgesprochen und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
  • In Butjadingen feierten vier Personen am Samstag gegen 16.15 Uhr in einer Privatwohnung an der Sielstraße. Die Feier wurde aufgelöst und die Personen voneinander getrennt. Es wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
  • In Lemwerder betrieb die Besitzerin eines Schreibwarengeschäftes an der Kleinen Straße weiterhin ihr Geschäft mit dem gesamten Sortiment, obwohl sie lediglich berechtigt war, die Poststelle und die Lottoannahmestelle zu betreiben und Zeitschriften zu verkaufen. Andere Waren deckte die Betreiberin nicht ab. Nach einem Gespräch durch die Beamten am Freitag folgte sie den Anweisungen.
  • In Stadland hielt sich eine Familie in ihrer Ferienwohnung in der Straße "Achterstädter Straße" auf, obwohl sie bereits durch den Landkreis Wesermarsch dazu aufgefordert wurden, die Ferienwohnung zu verlassen und ihren Erstwohnsitz aufzusuchen. Da die Familie dieser Aufforderung nicht nachkamen, leiteten die Beamten am Samstag eine Strafanzeige gegen die Familie ein. Weiterführende Maßnahmen werden in Absprache mit dem Landkreis Wesermarsch erfolgen.

Polizei hält Kontrollen für erforderlich

Zusammenfassend handelte es sich bei den festgestellten Verstößen am Wochenende hauptsächlich um Verstöße mit Personengruppen, die sich widerrechtlich im öffentlichen oder privaten Raum aufhalten und somit gegen das Kontaktverbot verstoßen. Werden Zuwiderhandlungen festgestellt, reagiert ein Großteil der Betroffenen laut Polizei mit Verständnis und befolgt die Anweisungen der Beamten. Vereinzelt waren die Beamten jedoch auch Empfänger von Ärger und Unmut. Die Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch sieht die konsequenten Kontrollen zur Einhaltung der Allgemeinverfügung weiterhin als erforderlich an und kündigt an, diese fortdauernd und mit höchster Priorität, zukünftig auch in Verbrauchermärkten, durchführen.


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