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Überblick – Kostenfreier Artikel Corona in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg: Die aktuellen Regeln

Das Coronavirus hat großen Einfluss auf das öffentliche Leben in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg. (Symbolfoto)Das Coronavirus hat großen Einfluss auf das öffentliche Leben in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg. (Symbolfoto)
imago images / Christian Ohde

Delmenhorst / Landkreis Oldenburg. Das Coronavirus hat große Auswirkungen auf das Leben in Delmenhorst, im Landkreis Oldenburg und in der Region. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den aktuellen Regelungen.

Seit dem 25. August gilt in der Corona-Pandemie in Niedersachsen ein neues Warnstufensystem. Dieses setzt nicht mehr nur auf den Inzidenzwert als einzigen Messwert für die Corona-Maßnahmen. Es werden auch die landesweite Hospitalisierungsquote und die Belegung der Intensivbetten mit Corona-Patienten berücksichtigt. Die Hospitalisierungsquote besagt, wie viele von 100.000 Einwohnern in Niedersachsen aktuell mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen. Wenn zwei dieser drei Indikatoren in einer Stadt oder einem Landkreis bestimmte Grenzwerte für fünft aufeinander folgende Werktage überschreiten, werden striktere Maßnahmen eingeführt. Ebenso wird nach fünf Werktagen unter den Grenzwerten wieder in die niedrigere Stufe gewechselt. 

Die Warnstufen staffeln sich wie folgt:
Stufe 1: 7-Tage-Inzidenz über 35, Hospitalisierungsquote über 6, mehr als 5 Prozent der Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt.
Stufe 2: 7-Tage-Inzidenz über 100, Hospitalisierungsquote über 9, mehr als 10 Prozent der Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt.
Stufe 3: 7-Tage-Inzidenz über 200, Hospitalisierungsquote über 12, mehr als 20 Prozent der Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt.

Zudem wird in Niedersachsen die 3G-Regelung eingeführt: Wenn die Warnstufe 1 erreicht wird oder eine Gebiet mehr als fünf Werktage über einem Inzidenzwert von 50 liegt,  ist der Zutritt zu zahlreichen Einrichtungen und Veranstaltungen nur noch für vollständig Geimpfte, Genesene oder Getestete mit negativem Testergebnis möglich. Wenn ein Schnelltest gemacht wurde, darf das Ergebnis nicht älter als 24 Stunden sei, bei einem PCR-Test nicht älter als 48 Stunden. 

In Delmenhorst gilt die 3G-Regel seit dem 30. August ebenfalls. Das geht aus der Allgemeinverfügung der Stadt vom 28. August hervor. Ausgenommen von der 3G-Regel sind Kinder unter sechs Jahren sowie Schüler, die im Rahmen eines verbindlichen schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig getestet werden.

Diese Regeln gelten aktuell in Delmenhorst

Shisha-Bars, Diskotheken und Clubs:

  • Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars dürfen auch bei einer Inzidenz über 10 unter Auflagen öffnen.
  • Es gilt die 3G-Regel
  • Zweimal wöchentlich Testung des Personals

Kontaktbeschränkungen (privat und in der Öffentlichkeit):

  • Wegfall der Beschränkungen
  • Bei Treffen mit mehr als 25 Personen gilt die 3G-Regel

Kitas: 

  • Szenario A als Regelfall
  • Keine Maskenpflicht
  • Zweimal wöchentlich freiwillige Testung des Kita-Personals sowie Kinder über 3 Jahre

Schulen (ab 2. September): 

  • Szenario A (Präsenzunterricht) als Regelfall
  • Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung im Innenbereich, Maskenpausen sind einzuplanen
  • Getestet wird bis Freitag, 10. September, täglich, danach dreimal wöchentlich Testung bei Lehrkräften und sonstigem Personal, Schülerinnen und Schülern

Einzelhandel: 

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Keine Testpflicht 
  • Medizinische Maske beim Einkaufen ist Pflicht
  • Keine Maskenpflicht auf Parkplätzen

Körpernahe Dienstleistungen:

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Es gilt die 3G-Regel
  • Medizinische Maske ist Pflicht
  • Zweimal wöchentlich Testung des dienstleistenden Personals

Gastronomie, innen (ohne Clubs und Diskotheken):

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Es gilt die 3G-Regel
  • Keine Sperrstunde
  • Maskenpflicht, solange nicht Sitzplatz eingenommen wird
  • Private, geschlossene Feiern mit bis zu 100 Personen möglich
  • Zweimal wöchentlich Testung des Personals

Gastronomie, außen (ohne Clubs und Diskotheken):

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Es gilt die 3G-Regel
  • Keine Sperrstunde
  • Private, geschlossene Feiern mit bis zu 100 Personen möglich
  • Maskenpflicht in Innenräumen
  • Zweimal wöchentlich Testung des Personals

Indoor-Veranstaltungen:

  • Maximal 500 Personen stationär genehmigungsfrei mit Hygienekonzept
  • ansonsten genehmigungspflichtig (dabei aber ab einer Kapazität von 1700 Sitzplätzen mit maximal 30 Prozent Auslastung)
  • Maskenpflicht, so lange der Sitzplatz nicht eingenommen wurde
  • Es gilt die 3G-Regel
  • Zweimal wöchentlich Testung des dienstleistenden Personals

Religiöse Veranstaltungen: 

  • Gottesdienste mit Hygienekonzept erlaubt
  • Drinnen: Maskenpflicht, solange nicht Sitzplatz eingenommen wurde
  • Gemeindegesang ist erlaubt

Breitensport (auch Fitnessstudios):

  • Sportanlagen mit Hygienekonzept geöffnet
  • In Innenräumen gilt die 3G-Regel
  • Keine Maskenpflicht
  • Zuschauerzahl beschränkt
  • Dort wo die 3G-Regel gilt muss das Personal zweimal wöchentlich getestet werden

Schwimmbäder (innen und außen):

  • Geöffnet mit Hygienekonzept

Solarien und Saunen:

  • Geöffnet mit Hygienekonzept geöffnet
  • Es gilt die 3G-Regel
  • Zweimal wöchentlich Testung des Personals
  • Solarien: Maskenpflicht, solange keine Bestrahlung stattfindet

Hochzeiten, Konfirmationen, Taufen und Beerdigungen: 

  • Keine Beschränkung der Personenzahl bei der Zeremonie (soweit Abstand gewahrt ist)
  • Drinnen: Maskenpflicht, solange nicht Sitzplatz eingenommen wurde
  • Gemeindegesang erlaubt
  • Anschließende Feier siehe Regeln für Gastronomie

Theater, Konzerthäuser und Kinos: 

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Es gilt die 3G-Regel
  • Maskenpflicht, solange nicht Sitzplatz eingenommen wurde
  • Zweimal wöchentlich Testung des Personals

Museen und Galerien: 

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Drinnen: Maskenpflicht, medizinische Maske

Jahrmärkte, Volksfeste und Messen: 

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Medizinische Maske Pflicht

Wie das Land Niedersachsen mitgeteilt hat, können die Landkreise und kreisfreien Städte seit dem 28. Juli im Rahmen ihrer Allgemeinverfügung bei Überschreitung eines Inzidenz-Grenzwerts Bereiche von schärferen Regeln ausnehmen, wenn die Überschreitung auf andere Bereiche zurückzuführen ist. Sprich: per Allgemeinverfügung können für bestimmte Bereiche die Regeln für einen niedrigeren Inzidenzwert verfügt werden. Dies betrifft beispielsweise die Gastronomie, die Beherbergung, den Einzelhandel, den Amateursport und auch Kindertageseinrichtungen, weil dort durch regelmäßige Testungen das Infektionsgeschehen gut kontrolliert werden kann und Kindern möglichst weitere Einschränkungen erspart werden sollen. Ausgenommen davon sind ausdrücklich die Regelungen für Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars.

Diese Regeln gelten aktuell in den Landkreisen Oldenburg und Wesermarsch

Treffen drinnen oder draußen: 

  • Maximal 25 Personen drinnen oder 50 Personen draußen dürfen sich ohne Maske und Abstandsregeln treffen. Kinder unter 14 sowie vollständig Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt.
  • Private geschlossene Feiern, wie Geburtstage, Hochzeitsfeiern oder Fußball-Abende über diese Anzahl hinaus sind zulässig, wenn der Verantwortliche sicherstellt, dass alle Erwachsenen einen negativen Testnachweis vorlegen können.

Kitas: 

  • Szenario A in voller Gruppenstärke
  • Keine Maskenpflicht
  • Zweimal wöchentlich freiwillige Testung des Kita-Personals sowie Kinder über drei Jahre

Schule:

  • Szenario A (Präsenzunterricht in voller Klassenstärke)
  • Mund-Nase-Bedeckung in gekennzeichneten Bereichen (Wegfall ab 1. Oktober)
  • Zweimal wöchentlich Testung bei Lehrkräften und sonstigem Personal, Schülerinnen und Schülern

Einzelhandel:

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Medizinische Maske beim Einkaufen ist Pflicht
  • Keine Testpflicht 
  • Keine Maskenpflicht auf Kundenparkplätzen
  • Keine Maskenpflicht mehr auf Wochenmärkten

Gastronomie: 

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Maskenpflicht in Innenräumen, solange nicht Sitzplatz eingenommen wird
  • Private geschlossene Feiern ohne zahlenmäßige Begrenzung, ab 25 Personen (innen) und ab 50 Personen (außen) nur mit negativem Testnachweis

Religiöse Veranstaltungen: 

  • Gottesdienste mit Hygienekonzept erlaubt
  • Drinnen: Maskenpflicht, solange nicht Sitzplatz eingenommen wurde
  • Gemeindegesang ist erlaubt

Diskotheken, Bars, Shisha-Bars und Clubs: 

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Zugang nur mit negativem Testnachweis
  • Maskenpflicht, auch beim Tanzen
  • Begrenzung der Kapazität auf maximal 50 Prozent

Veranstaltungen, Kinos, Theater, Konzerthäuser: 

  • Mit Hygienekonzept erlaubt
  • Ab 25 Personen drinnen oder 50 draußen gelten Abstand und drinnen Maskenpflicht, solange der Sitzplatz nicht eingenommen wurde
  • Schachbrettbelegung möglich, in geschlossenen Räumen nur mit Lüftungsanlage mit Frischluftzufuhr
  • Kein Abstand und keine Maskenpflicht, wenn stattdessen vom Zuschauer ein negativer Testnachweis gefordert wird
  • Ab 1000 Personen genehmigungspflichtig

Breitensport (auch Fitnessstudios): 

  • Sportanlagen mit Hygienekonzept geöffnet
  • Keine Maskenpflicht
  • Keine Testpflicht
  • Zuschauerzahl beschränkt

Museen und Gedenkstätten: 

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Im Innenbereich besteht Maskenpflicht
  • Schwimmbäder (innen und außen): 
  • dürfen mit Hygienekonzept öffnen

Touristische Busreisen: 

  • Mit Hygienekonzept möglich
  • Wahlmöglichkeit im Hygienekonzept: drinnen durchgängige Maskenpflicht auch im Sitzen, dafür muss kein Abstand eingehalten werden oder Einhaltung des Abstands, dafür Maskenpflicht nur, solange der SItzplatz nicht eingenommen wurde
  • Anforderungen gelten nicht für touristische Busreisen mit Startpunkt außerhalb Niedersachsens

Beherbergung: 

  • Geöffnet mit Hygienekonzept
  • Hotelgastronomie nach Regelungen in der Gastronomie
  • Negativer Test nur bei Anreise nötig

Covid-19-Diagnose

Wer glaubt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte telefonisch seinen Hausarzt oder den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 kontaktieren. Die Mediziner klären am Telefon, ob es sich um einen Verdachtsfall handelt und ein Test notwendig ist. 

Corona-Impfungen in Delmenhorst

Die Impfungen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 sind in Delmenhorst angelaufen. Das Delmenhorster Corona-Impfzentrum in der Wehrhahnhalle hat am 11. Februar den Betrieb aufgenommen

Hotline für Fragen zur Corona-Impfung

Das Land Niedersachsen hat eine Hotline zur Corona-Impfung und zur Vergabe von Impfterminen eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, ihre Fragen rund um die Covid-19-Impfung mit einem Anruf unter der Telefonnummer (0800) 9988665 zu klären. Die Hotline ist montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr erreichbar. An Feiertagen ist die Hotline geschlossen. Im Internet können Impftermine hier vereinbart werden. 

Testzentren in Delmenhorst

Eine Übersicht über die aktuell in Delmenhorst verfügbaren Corona-Schnelltest-Stationen finden Sie hier.

Schnelltests in Arztpraxen
Außer in den Testzentren sind Corona-Schnelltests auch an verschiedenen anderen Stellen möglich, unter anderem in einigen Arztpraxen und Apotheken.

Welche Arztpraxen in Delmenhorst Corona-Schnelltests anbieten, können Interessierte unter www.arztauskunft-niedersachsen.de sehen. Bei den Suchkriterien können der Ort sowie in dem Feld „Besonderheiten“ die Option „Corona-Schnelltest“ ausgewählt werden. Die Liste der Arztpraxen wird laut der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) sukzessive erweitert.

Teststationen im Landkreis Oldenburg

Eine Übersicht über die aktuell verfügbaren Corona-Schnelltest-Stationen im Landkreis Oldenburg finden Sie hier.

Delmenhorster Bürgertelefon eingerichtet

Die Stadtverwaltung hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Unter Telefon (04221) 99-2271 können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen zum Thema Coronavirus stellen. Das Bürgertelefon ist montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr und freitags in der Zeit von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Per E-Mail ist das Bürgertelefon unter buergertelefon.corona@delmenhorst.de zu erreichen.

Weiteren Maßnahmen in Delmenhorst

Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ist grundsätzlich einzuhalten. 

Das Delme Klinikum Delmenhorst (DKD) hat die aufgrund der Corona-Pandemie geltenden Besuchsregeln weiter gelockert. Seit dem 11. Juni dürfen Nicht-Geimpfte mit einem tagesaktuellen negativen Antigen-Schnelltest (offizielle Teststation oder Arztpraxis, kein Selbsttest) als Besucher das Krankenhaus betreten. Vollständig Geimpfte (Impfbuch und Ausweisdokument erforderlich) sowie Covid-Genesene mit einer Impfung (letzter positiver PCR-Test oder Quarantänenachweis und Impfbuch mit Ausweisdokument erforderlich) erhalten ohne einen zusätzlichen Test Zugang zum DKD. Die Regelung gilt nur bei in der EU zugelassenen Impfstoffen. Zutritt gibt es ab 15 Tagen nach der abschließenden Impfung (Datum der Impfung plus 15 Tage). Die Besuchszeiten sind täglich auf den Zeitraum von 11 bis 16 Uhr beschränkt. Grundsätzlich gilt: Es hat nur ein Besucher pro Patient Zugang. Zudem sind alle Hygieneregeln (sogenannte AHA-Regeln) unverändert strikt einzuhalten.

Rathaus und Verwaltung: Die Stadtverwaltung Delmenhorst hat die Corona-Besuchsregelungen gelockert. So sind beispielsweise das Rathaus und das Stadthaus wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet. Grundsätzlich gilt: Nicht bei der Stadt Delmenhorst beschäftigte Personen müssen nach dem Betreten der städtischen Gebäude immer eine FFP2- oder eine andere medizinische Maske tragen. Der Mindestabstand von anderthalb Metern zu anderen Personen ist stets einzuhalten. Die Anzahl der Besucherinnen und Besucher, die sich gleichzeitig in einem Bereich aufhalten, sollte begrenzt werden. Halten sich zu viele Menschen gleichzeitig in Wartebereichen auf, wird die Anzahl reguliert. Die Fachdienste regeln selbstständig, ob es sich als bürgerfreundlicher erwiesen hat, Termine zu vergeben oder Wartezonen einzurichten.

Müllentsorgung: Haus- und Biomüll sowie Altpapier, Gelbe Säcke und Altglas werden wie gewohnt und wie im Abfallkalender aufgeführt abgeholt. Auch die Sammlung von Sperrmüll findet wieder statt. Die Bürger müssen eine Sperrgutabholung schriftlich beantragen.

Höhere Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln: Verstöße gegen die Corona-Verordnungen stellen Ordnungswidrigkeiten dar und können mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Der Bußgeldkatalog bietet den niedersächsischen Kommunen eine Orientierung, wie mit Verstößen gegen die Verordnung umgegangen werden soll. Für die Kontrolle und die Verhängung von Bußgeldern sind die Ordnungsämter der Kommunen und die Polizei zuständig.


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