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Überblick – Kostenfreier Artikel Delmenhorst ist Corona-Risikogebiet: Die aktuellen Regelungen auf einen Blick

Das Coronavirus hat großen Einfluss auf das öffentliche Leben in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg. (Symbolfoto)Das Coronavirus hat großen Einfluss auf das öffentliche Leben in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg. (Symbolfoto)
Christian Ohde via www.imago-images.de

Delmenhorst / Landkreis Oldenburg. Das Coronavirus hat große Auswirkungen auf das Leben in Delmenhorst, Landkreis Oldenburg und der Region. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den aktuellen Regelungen.

Delmenhorst hat den Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen seit dem 8. Oktober deutlich überschritten. Am 19. Oktober kletterte der Inzidenzwert auf über 200. 

Aufgrund der hohen Infektionszahlen hat die Stadt am Dienstag, 13. Oktober, die Corona-Maßnahmen verschärft. So wurde beschlossen, die Maskenpflicht ab Mittwoch, 14. Oktober, bis auf Weiteres auf die gesamte Fußgängerzone auszuweiten. Sie gilt täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr. Bereits zuvor mussten alle Besucher von Wochenmärkten, also auch Passanten, die dort nicht einkaufen, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Ausgenommen sind Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahrs sowie Menschen mit Nachweis einer Befreiung aus medizinischen Gründen.

Entsprechende Schilder wurden aufgestellt. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass die Maskenpflicht in der Innenstadt ausdrücklich auch ohne Schilder besteht; sie stellen lediglich einen zusätzlichen Hinweis dar.

Neue Regeln wegen hoher Infektionszahlen

Am 19. Oktober wurde aufgrund der anhalten negativen Entwicklung eine neue Allgemeinverfügung erlassen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Seit Dienstag, 20. Oktober, gilt: 

  • Erweiterte Maskenpflicht in der gesamten Fußgängerzone sowie vor und hinter dem Bahnhof sowie auf dem gesamten Gelände des Busbahnhofs. Dazu gilt nun auch eine Maskenpflicht auf Kundenparkplätzen von Geschäften und Supermärkten.
  • Kontaktbeschränkungen: Es dürfen sich bis auf Weiteres sowohl in privaten Räumen als auch in der Öffentlichkeit maximal zehn Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Ausnahmen gelten nur bei Hochzeiten oder Beerdigungen sowie Feiern aus religiösen Anlässen.
  • Alle öffentlichen Veranstaltungen sind verboten. Ausgenommen sind die Sitzungen des Rates sowie dessen Ausschüsse.
  • Sperrstunde in der Gastronomie: Gastronomische Betriebe dürfen dann nur noch von 6 bis 23 Uhr öffnen. Die Kontaktbeschränkungen – höchstens zehn Personen aus maximal zwei Haushalten – gelten auch für das Gaststättengewerbe.
  • Verkaufsstellen des Groß- und Einzelhandels haben dafür zu sorgen, dass die Griffe benutzter Einkaufswagen, Einkaufskörbe und vergleichbarer Behältnisse nach jedem Gebrauch gründlich mit dafür zugelassenen Desinfektionsmitteln desinfiziert werden.
  • Sporttreibende dürfen die Umkleiden und sogenannten Nassbereiche in Sportstätten weder zum Umziehen noch zum Duschen nutzen, das gilt auch für Fitness-Studios. Ausnahmen dieser Regelung gelten für Schwimmbäder und Saunen. Zuschauer sind weder bei Wettkämpfen noch beim Training zugelassen.

Die Stadtverwaltung hat – auch für das Wochenende – erneut ein Bürgertelefon eingerichtet. Unter der Telefonnummer (04221) 99-2271 können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen zum Thema Coronavirus stellen. Das Bürgertelefon ist montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 13 Uhr besetzt. Per E-Mail ist das Bürgertelefon unter buergertelefon.corona@delmenhorst.de zu erreichen.

Beim Sport sind vom 14. Oktober bis mindestens zum 25. Oktober keine Zuschauer mehr zugelassen. Das gilt für sämtliche öffentlichen und privaten Sportanlagen sowohl drinnen als auch draußen. Das Verbot bezieht sich ausdrücklich auf jegliche Form der Sportausübung, also auch auf das Training. Auch die Anwesenheit von Eltern oder anderen Aufsichtspersonen minderjähriger Kinder ist nicht zulässig.

Kindertagesstätten müssen vorerst in den eingeschränkten Regelbetrieb wechseln. Dieses sogenannte „Szenario B“ nach dem Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan besagt insbesondere, dass die Kinder nur noch in festen Gruppen betreut werden dürfen; offene Gruppenkonzepte sowie eine Durchmischung verschiedener Gruppen sind untersagt. In der Praxis bedeutet dies, dass allen Kindern weiterhin eine Betreuung zu regulären Zeiten angeboten werden kann. Bei Früh- und Spätdiensten kann es allerdings zu Änderungen kommen, wenn diese nicht nach Gruppen getrennt möglich sind.

Die Schulen sollen nach Ende der Herbstferien nächste Woche wieder öffnen - entsprechend ihren Hygienekonzepten. Auch in den Kindertagesstätten läuft der eingeschränkte Regelbetrieb unverändert weiter.

Bis Dienstag, 3. November, ist den Bewohnerinnen und Bewohnern der Delmenhorster Heime untersagt, die Räumlichkeiten und die Außenbereiche der jeweiligen Einrichtung, in der sie untergebracht sind, zu verlassen. Einrichtungen der Eingliederungshilfe (etwa Heime für behinderte oder psychisch erkrankte Menschen) sind davon ausgenommen. Besuche in Heimen sind einmal pro Woche für 45 Minuten möglich.

Covid-19-Diagnose

Wer glaubt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte telefonisch seinen Hausarzt oder den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 kontaktieren. Die Mediziner klären am Telefon, ob es sich um einen Verdachtsfall handelt und ein Test notwendig ist. 

Bis zum 4. Juni wurden im Delmenhorster Testzentrum der KVN 1509 Abstriche durchgeführt. Seitdem hat die Stadtverwaltung die aktuellen Zahlen nicht mehr veröffentlicht.

Telefonische Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden sind seit Montag, 19. Oktober, wegen der Corona-Lage wieder bundesweit möglich. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschusses im Gesundheitswesen (G-BA) am Donnerstag, 15. Oktober. Die Regelung soll zunächst bis zum Jahresende gelten. Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können sich telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankschreiben lassen.

Die Maßnahmen

Bundesregierung und Bundesländer haben gemeinsame Maßnahmen getroffen, die zur weiteren Eindämmung des Coronavirus beitragen sollen. In Niedersachsen ist zum 9. Oktober ein neues Maßnahmenpaket in Kraft getreten.  

In Privathaushalten dürfen inklusive der Gastgeber in den eigenen vier Wänden maximal noch 25 Personen zusammenkommen. Bei Privatfeiern im Freien liegt die Obergrenze bei 50 Personen. In beiden Fällen, also sowohl drinnen als auch draußen, soll das Abstandsgebot gelten. Steigt die Zahl der Neuinfektionen in einer Kommune auf 35 und mehr innerhalb einer Woche und pro 100.000 Einwohner, sollen auch draußen nur noch 25 Personen erlaubt sein. Nur noch zehn Personen - egal, ob drinnen oder draußen - sollen erlaubt sein, wenn diese so genannte Sieben-Tages-Inzidenz auf 50 Fälle pro 100.000 Einwohner und mehr klettert. In Delmenhorst gilt zudem aktuell eine Begrenzung auf maximal zwei Haushalte.

Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ist weiterhin einzuhalten. Zudem gibt es in bestimmten öffentlichen Bereichen eine Maskenpflicht. Für Niedersachsen gilt: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist beim Einkaufen (auch auf Wochenmärkten) und im öffentlichen Personennahverkehr Pflicht.

Niedersachsen hat seit Montag, 27. April, eine Maskenpflicht eingeführt. Die Stadt Delmenhorst teilte dazu am 22. April mit, dass das Tragen sogenannter Alltagsmasken nicht nur in Krankenhäusern, Heimen, Geschäften sowie in Bussen und Taxis Vorschrift ist. Zudem kann an kulturellen Veranstaltungen nur mit Mund-Nasen-Schutz teilgenommen werden. Auch auf den Wochenmärkten, in Schulen (außerhalb des Unterrichts), im Schulbus und bei der Abholung von Kindern aus Schulen oder Kindertagesstätten ist das Tragen von Alltagsmasken Pflicht. Als Alltagsmaske soll jeder Schutz vor Mund und Nase genutzt werden dürfen, der aufgrund seiner Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch zum Beispiel Husten oder Niesen zu verringern. Auch selbst geschneiderte Masken, Schals und Tücher sind erlaubt. Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind von der Pflicht befreit.

Einzelhandel und Gastronomie: Alle Einzelhandelsgeschäfte unabhängig von ihrer Größe dürfen öffnen. Nach dem Wegfall der 50-Prozent-Regel können Restaurants, Gaststätten, Imbisse, Cafés, Biergärten und Kantinen wieder alle Plätze vergeben. An einem Tisch dürfen seit dem 22. Juni Personen zweier Haushalte oder bis zu zehn Personen mehrerer Haushalte sitzen. Außerdem muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zu jedem anderen Gast, soweit dieser nicht zu einem der beiden Hausstände oder zu der Gruppe gehört, eingehalten werden. Mit der neuen Verordnung ab dem 9. Oktober erhöht das Land die Obergrenze für private Feiern in gastronomischen Betrieben auf 100 Personen (bisher 50). Übersteigt der Inzidenzwert allerdings die 35er-Grenze, sind auch im Restaurant nur noch 50 Menschen erlaubt, ab einem Wert von 50 darf auch im Lokal nur noch mit 25 Leuten gefeiert werden. Ein besonderer Anlass wie etwa eine Hochzeit oder eine Konfirmation ist nicht mehr nötig, auch Geburtstage oder Partys aus anderen Gründen können unter den genannten Vorgaben im Gasthaus gefeiert werden. In Delmenhorst gilt aufgrund der hohen Fallzahlen aktuell eine Beschränkung von maximal zehn Personen aus maximal zwei Haushalten. Zudem gilt eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr. In dieser Zeit müssen Gastronomiebetriebe geschlossen sein.

Kosmetik und Körperpflege: Friseurläden durften bereits am 4. Mai ihren Betrieb wieder aufnehmen, müssen aber ein Schutzkonzept vorlegen. So muss unter anderem ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden sowie Namen und Kontaktdaten angegeben werden. Auch Maniküre-, Pediküre- und Kosmetikstudios sowie Massagepraxen und Tattoo-Studios dürfen unter Einschränkungen öffnen.

Freizeit: Seit Montag, 8. Juni, dürfen in Niedersachsen Bars und Kneipen unter Auflagen wieder öffnen. Der Sauna-Betrieb ist seit dem 22. Juni eingeschränkt wieder möglich. Auch Treffen und Sitzungen von Vereinen sind seit 22. Juni unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder erlaubt. Zudem dürfen seit diesem Datum Theater, Musikbühnen und Kinos ihr Programm fortführen. Seit dem 6. Juli sind in Kulturzentren, Theatern und Opernhäuser, aber auch in Kinos wieder bis zu 500 Personen erlaubt. Ein Mundschutz ist nicht notwendig, sobald die Besucher auf ihrem Platz sitzen. Sofern sie sich bewegen, müssen sie jedoch einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Seit dem 25. Mai dürfen zudem Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen wieder öffnen. Frei-, Spaß- und Hallenbädern, Klettergärten, Indoor-Spielplätzen, Minigolfanlagen und ähnlichen Freizeiteinrichtungen im Freien dürfen seit dem 22. Juni unter Auflagen öffnen. Bei allen touristischen Angeboten wie Schifffahrten, Kutschfahrten, Stadt- und Naturführungen gilt seit dem 6. Juli die Zehn-Personen-Regel. Seit dem 13. Juli sind zudem Jugendreisen und -veranstaltungen wieder mit bis zu einer Gruppengröße von 50 Teilnehmenden erlaubt.

Schulen: Die Schulen sollen nach Ende der Herbstferien wieder öffnen - entsprechend ihren Hygienekonzepten. Auch in den Kindertagesstätten läuft der eingeschränkte Regelbetrieb unverändert weiter.

Kinderbetreuung: Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens in Delmenhorst gilt seit Mittwoch, 14. Oktober: Kindertagesstätten müssen vorerst in den eingeschränkten Regelbetrieb wechseln. Dieses sogenannte „Szenario B“ nach dem Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan besagt insbesondere, dass die Kinder nur noch in festen Gruppen betreut werden dürfen; offene Gruppenkonzepte sowie eine Durchmischung verschiedener Gruppen sind untersagt. In der Praxis bedeutet dies, dass allen Kindern weiterhin eine Betreuung zu regulären Zeiten angeboten werden kann. Bei Früh- und Spätdiensten kann es allerdings zu Änderungen kommen, wenn diese nicht nach Gruppen getrennt möglich sind.

Ansonsten gilt grundsätzlich: Seit dem 1. August öffnen die Kitas und Kindergärten in Niedersachsen – und damit auch in der Stadt Delmenhorst – wieder im Regelbetrieb. Auch die Neuaufnahme von Kindern ist wieder möglich.  In den vergangenen vier Wochen habe sich mit einem eingeschränkten Regelbetrieb und großen Gruppen gezeigt, dass die Kitas nicht zu einem Hotspot von Corona-Infektionen geworden seien, begründete Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Lockerung.

Kultur und Veranstaltungen: Bund und Länder haben beschlossen, dass Großveranstaltungen deutschlandweit bis zum 31. Dezember untersagt sind. 

Tourismus & Reisen: Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und Bootsliegeplätze können ihre Betten seit dem 22. Juni wieder zu 100 Prozent belegen. In Reisebussen dürfen seitdem Gruppen von zehn Personen nebeneinander sitzen. Das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Meter gilt in diesem Fall nicht. Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot des Landes für Reisende aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten in einem Eilverfahren für rechtswidrig erklärt und vorläufig außer Kraft gesetzt. Der Beschluss sei unanfechtbar, teilte das Gericht am Donnerstag, 15. Oktober, mit. Geklagt hatte der Betreiber eines Ferienparks.

Hotels und Pensionen in Niedersachsen müssten sich mit sofortiger Wirkung nicht mehr an die entsprechende Verordnung halten, sagte eine Gerichtssprecherin. Laut dem Gericht stellte sich das Beherbergungsverbot „nicht als notwendige infektionsschutzrechtliche Schutzmaßnahme dar“. Es sei zweifelhaft, ob das Verbot geeignet und erforderlich sei.

Hochzeiten und Beerdigungen: Aufgrund der hohen Fallzahlen hat die Stadt Delmenhorst die Teilnahme an Hochzeiten, Beerdigungen und religiösen Feiern beschränkt. Es sind maximal 25 Personen zugelassen. 

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen: Bewohner von Pflegeheimen, Senioren- oder Behinderteneinrichtungen dürfen Besuch empfangen, soziale Kontakte außerhalb der Einrichtung pflegen und diese kurzzeitig verlassen, entsprechend dem Hygienekonzept der Einrichtung. Die Regeln variieren jedoch, weshalb sich Besucher zuvor informieren sollten. Seit dem 13. Juli erlaubt das Land Niedersachsen, dass Heimbewohner und Krankenhauspatienten wieder von mehr als einer Person gleichzeitig Besuch erhalten, wenn es die örtlichen Hygienemaßnahmen zulassen. Im Josef-Hospital Delmenhorst wurde am 8. Oktober angesichts der steigenden Fallzahlen ein Besuchsverbot erlassen. Ausgenommen sind Angehörige, die einen Patienten besuchen, der lebensbedrohlich erkrankt ist, Angehörige von Patienten der Palliativstation, Begleitperson einer Schwangeren unter der Geburt, Vater, der sein Neugeborenes (und seine Partnerin) besucht, Eltern (oder sonstige enge Bezugspersonen) eines kranken Kindes, Begleitperson eines älteren, gebrechlichen, seh- oder gehbehinderten oder dementen Patienten, Dolmetscher und gerichtlich bestellte Betreuer. Sie müssen sich am Checkpoint melden, Besuchszeiten sind von 11 bis 16 Uhr.

Rathaus und Verwaltung: Seit Montag, 11. Mai, sind das Rathaus und die städtischen Einrichtungen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Unter anderem sind das Stadthaus, das Bürgerbüro und die Kfz-Zulassungsstelle im City-Center wieder zu den regulären Öffnungszeiten für die Bürgerinnen und Bürger da. Mit vorheriger Terminabsprache können Anliegen dann wieder vor Ort erledigt werden. Abstands- und Hygieneregeln sind einzuhalten. Dazu zählt auch eine Mund-Nasen-Bedeckung. Die Stadtbücherei wurde bis voraussichtlich Ende November geschlossen, damit die Mitarbeiter das Gesundheitsamt bei der Eindämmung des Coronavirus helfen können.

Sport: Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens in Delmenhorst gilt seit 14. Oktober: Beim Sport sind bis zum 25. Oktober keine Zuschauer mehr zugelassen. Das gilt für sämtliche öffentlichen und privaten Sportanlagen sowohl drinnen als auch draußen. Das Verbot bezieht sich ausdrücklich auf jegliche Form der Sportausübung, also auch auf das Training. Auch die Anwesenheit von Eltern oder anderen Aufsichtspersonen minderjähriger Kinder ist nicht zulässig. Die Nutzung von Umkleiden und Duschen in Sportstätten (Ausnahme sind Schwimmbäder und Saunen) ist seit 20. Oktober untersagt.

Ansonsten gilt grundsätzlich: Nach der Öffnung der Sportanlagen im Freien ist  wieder erlaubt, in Hallen und Fitness-Studios Sport zu treiben. Im Fitness-Studio müssen die Kunden die Geräte nach jeder Nutzung desinfizieren und beim Betreten und Verlassen des Studios die Kontaktdaten hinterlassen. Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume können wieder genutzt werden. Schwimm-, Hallen- und Spaßbäder dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen. Kleine Breitensportveranstaltungen im Freien sind seit dem 22. Juni wieder möglich. Bis zu 50 Personen dürfen dabei zuschauen, wenn sie dabei einen Abstand von 1,5 Metern einhalten. Darüber hinaus, also ab 50 und bis maximal 500 Besuchern, müssen weitere Voraussetzungen erfüllt sein, damit die Sicherheit der beteiligten Personen gewährleistet werden kann – unter anderem muss es feste Sitzplätze geben. Auch Kontaktsport ist seit dem 6. Juli wieder erlaubt. Sofern die Kontaktdaten dokumentiert werden, ist der Kontaktsport seit dem 1. August in einer Gruppe bis 50 Personen möglich, das heißt auch Spiele gegeneinander – eine feste Kleingruppe ist hierfür nicht mehr notwendig. 

Obergrenze für Neuinfektionen: Bund und Länder haben in ihrem Beschluss vom 6. Mai eine Obergrenze für Corona-Neuinfektionen vereinbart. Demnach müssen Regionen Lockerungen zurücknehmen, wenn es in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt. Gemessen an der Einwohnerzahl von Delmenhorst bedeutet das: Sollten binnen einer Woche mehr als 41 Neuinfektionen in der Stadt bestätigt werden, kommt es zu strikteren Beschränkungen. Das ist seit 8. Oktober der Fall. 


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