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Überblick – Kostenfreier Artikel Coronavirus in Delmenhorst: Die aktuellen Regelungen auf einen Blick

Das Coronavirus hat großen Einfluss auf das öffentliche Leben in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg. (Symbolfoto)Das Coronavirus hat großen Einfluss auf das öffentliche Leben in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg. (Symbolfoto)
imago images / Christian Ohde

Delmenhorst / Landkreis Oldenburg. Das Coronavirus hat große Auswirkungen auf das Leben in Delmenhorst, im Landkreis Oldenburg und in der Region. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den aktuellen Regelungen.

Verschärfte Kontaktbeschränkungen Januar

Deutschland kämpft weiter gegen zu hohe Infektionszahlen mit dem Coronavirus. Das Land Niedersachsen hat auf Grundlage des Bund-Länder-Beschlusses vom 5. Januar die Niedersächsische Corona-Verordnung geändert. Demnach wird der Corona-Lockdown bis zum 31. Januar verlängert. Zudem gibt es weitere Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie. Die neue Fassung der Corona-Verordnung gilt seit 10. Januar. 

Folgende Maßnahmen gelten nach Angaben der Stadt Delmenhorst aktuell

  • Kontaktbeschränkungen: Seit dem 10. Januar sind die Kontaktbeschränkungen noch einmal weiter verschärft worden. Seit diesem Datum dürfen sich Personen aus einem Haushalt privat und in der Öffentlichkeit nur noch mit einer weiteren, nicht dem eigenen Haushalt angehörigen Person treffen. Anders als bisher zählen dann auch jüngere (über 3 Jahre) Kinder mit.
  • Alkoholverbot: Alkohol darf in der Öffentlichkeit momentan nicht verzehrt werden.
  • Schulen, Kitas und Ferien: Nach dem Ende der Weihnachtsferien ab 11. Januar gibt es bis zum Ende des Schulhalbjahres am 29. Januar Distanzlernen (Szenario C: Lernen zu Hause) und Wechselunterricht (Szenario B: halbe Klassenstärke, Wechsel von Präsenzunterricht und Lernen zu Hause) sowie eine umfangreiche Notbetreuung in den Kindertageseinrichtungen. Die Kindertageseinrichtungen sind seit dem 11. Januar in Szenario C und damit im Grundsatz geschlossen. Sie bieten aber eine Notbetreuung für bis zu 50 Prozent der Kinder an, die normalerweise betreut werden.
  • Erweiterte Maskenpflicht: Die bisherigen Regeln für das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wurden erweitert. So gilt an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen ist sie vorgeschrieben. In Arbeits- und Betriebsstätten ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen; dies gilt nicht am Platz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann. 
  • Groß- und Einzelhandel: Seit dem 16. Dezember sind Geschäfte des Einzelhandels geschlossen. Nur Läden mit lebensnotwendigen Sortimenten bleiben offen. Neben Supermärkten dürfen zum Beispiel auch Drogerien, Reformhäuser, Babyfachmärkte und Tierbedarfsmärkte weitermachen. Ebenso Sanitätshäuser, Optiker, Apotheken, Tankstellen, Werkstätten, Post und Banken. Geschlossen bleiben hingegen Friseure und Kosmetikstudios, Tattoo-Studios oder Massagepraxen. Medizinisch notwendige Besuche beim Physiotherapeuten oder Logopäden bleiben möglich. Die Anzahl der sich in den Geschäften befindlichen Kunden ist begrenzt – bei einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern darf sich im Geschäft nur eine Person pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche befinden. Bei Einrichtungen mit einer größeren Fläche darf sich nur eine Person pro 20 Quadratmetern Verkaufsfläche im Geschäft befinden. Der Lockdown wurde bis zum 31. Januar verlängert.

Covid-19-Diagnose

Wer glaubt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte telefonisch seinen Hausarzt oder den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 kontaktieren. Die Mediziner klären am Telefon, ob es sich um einen Verdachtsfall handelt und ein Test notwendig ist. 

Corona-Impfungen in Delmenhorst

Die Impfungen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 sind in Delmenhorst angelaufen. Seit 4. Januar versorgen zwei mobile Impfteams in einem ersten Schritt die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal der Alten- und Pflegeheime in der Stadt. Zum Start standen 195 Flaschen mit Impfstoff zur Verfügung, die insgesamt Impfdosen für rund 1000 Menschen ergeben. 

Das Delmenhorster Corona-Impfzentrum in der Wehrhahnhalle ist hergerichtet und steht seit dem 15. Dezember 2020 bereit. Zuvor hatte das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung das von der Stadtverwaltung vorgelegte Konzept für das Impfzentrum in der Stadt genehmigt und die Einsatzverfügung für den Betrieb übermittelt.

Wann die Impfungen im Impfzentrum in der Wehrhahnhalle beginnen werden, lässt sich derzeit noch nicht angeben. Aktuelle Informationen dazu und zur Terminvergabe folgen später zentral durch das Land. Bis dahin liegt der Fokus auf den mobilen Impfteams.

Hotline für Fragen zur Corona-Impfung

Das Land Niedersachsen hat eine Hotline zur Corona-Impfung eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, ihre Fragen rund um die Covid-19-Impfung mit einem Anruf unter der Telefonnummer (0800) 9988665 zu klären. Die Hotline ist montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr erreichbar. An Feiertagen ist die Hotline geschlossen.

Bürgertelefon eingerichtet

Die Stadtverwaltung hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Unter Telefon (04221) 99-2271 können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen zum Thema Coronavirus stellen. Das Bürgertelefon ist montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr und freitags in der Zeit von 8 bis 12 Uhr besetzt. Per E-Mail ist das Bürgertelefon unter buergertelefon.corona@delmenhorst.de zu erreichen.

FFP2-Masken aus der Apotheke per Gutschein

Seit dem 6. Januar können über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen FFP2-Schutzmasken nur noch gegen Abgabe eines Gutscheins bei den Apotheken abholen. Die erste Phase, in der sich diese zur Corona-Risikogruppe gehörenden Personen kostenlos drei FFP2-Masken abholen konnten, ist zu Ende. Alle Berechtigten erhalten zwei fälschungssichere Coupons für jeweils sechs Masken. Die Coupons werden von den Krankenkassen zugeschickt und können in den Apotheken eingelöst werden. Die Anspruchsberechtigten zahlen pro eingelöstem Coupon einen Eigenanteil von zwei Euro hinzu.

Die Maßnahmen in Delmenhorst

Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ist grundsätzlich einzuhalten. 

In Delmenhorst ist die Maskenpflicht wegen der hohen Zahl der Neuinfektionen bis auf Weiteres ausgeweitet worden. In der Fußgängerzone in der Innenstadt sowie auf dem Rathausplatz und entlang der Bahnhofstraße muss täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Entsprechende Hinweisschilder wurden aufgestellt. Auf dem Gelände der Delmenhorster Wochenmärkte gilt ebenfalls eine Maskenpflicht. Auch alle Passanten, die dort nicht einkaufen, müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Daneben ist im Bahnhof, auf dessen Nord- und Südseite sowie dem gesamten ZOB-Gelände ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Diese Regelung gilt nicht nur für Reisende mit Bus und Bahn, sondern auch für Personen, die diese Bereiche lediglich passieren. Auch auf Kundenparkplätzen von Geschäften und Supermärkten gilt eine Maskenpflicht. Insassen von Kraftfahrzeugen haben vom Verlassen des Fahrzeugs bis zum erneuten Einsteigen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Für Radfahrer gilt dies vom Abstellen des Fahrrades bis zur Abfahrt. Fußgänger haben im Parkplatzbereich ebenfalls eine entsprechende Bedeckung zu tragen. Auch auf den Kinderspielplätzen im Stadtgebiet gilt für alle Begleitpersonen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Kinder bis zwölf Jahren sind davon ausgenommen. Polizei und Ordnungsamt kontrollieren die Einhaltung der Maskenpflicht.  Wer aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz an den vorgeschriebenen Orten tragen kann – beispielsweise Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen –, muss dies mit einem ärztlichen Attest oder einer vergleichbaren amtlichen Bescheinigung, zum Beispiel Schwerbehindertenausweis, nachweisen. Zudem sind die Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs dazu verpflichtet, stärker auf die Einhaltung der Maskenpflicht zu achten. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr. Auch bei Bewegung unter freiem Himmel, insbesondere bei Spaziergängen und Sport, ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes außerhalb der ausgewiesenen Gebiete nicht verpflichtend. Gesichtsvisiere sind dabei nicht als Mund-Nasen-Schutz ausreichend. Es müsse ein eng anliegendes Textil oder textilähnliches Material getragen werden, das die Ausbreitung von Tröpfchen beim Sprechen, Husten und Niesen verringert.

Schulen und Kitas: Mit Blick auf die bundesweit verlängerten und verschärften Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stehen auch an Schulen und Kitas in Niedersachsen Veränderungen an. Nach dem Ende der Weihnachtsferien am 11. Januar gibt es bis zum Ende des Schulhalbjahres am 29. Januar Distanzlernen (Szenario C: Lernen zu Hause) und Wechselunterricht (Szenario B: halbe Klassenstärke, Wechsel von Präsenzunterricht und Lernen zu Hause) sowie eine umfangreiche Notbetreuung in den Kindertageseinrichtungen.

Die Kindertageseinrichtungen wechseln ab dem 11. Januar in das Szenario C und sind damit im Grundsatz geschlossen. Sie bieten aber eine Notbetreuung für bis zu 50 Prozent der Kinder an, die normalerweise betreut werden.

Gastronomie: Seit dem 2. November 2020 müssen sämtliche Gastronomie-Betriebe geschlossen bleiben. Erlaubt bleiben die Öffnung von Lieferdiensten sowie der Außer-Haus-Verkauf von Speisen.

Freizeit: Sämtliche Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören unter anderem Theater, KinosSpielhallen, Wettannahmestellen, Schwimmbäder, Saunen und Prostitutionsstätten.

Hochzeiten und Beerdigungen: Trauungen, Trauerandachten und die Teilnahme am letzten Gang zur Grab- oder Beisetzungsstelle mit dem dortigen Aufenthalt sind laut Verordnung des Landes Niedersachsen unabhängig von der Zahl der teilnehmenden Personen zulässig, wenn sichergestellt ist, dass sämtliche Regeln durch Maßnahmen eines Hygienekonzepts eingehalten werden.

Kultur und Veranstaltungen: Sämtliche Veranstaltungen sind bis auf Weiteres abgesagt. 

Tourismus & Reisen: Touristische Reisen sind seit 2. November vorübergehend untersagt. Übernachtungen sind nur bei zwingend notwendigen Dienstreisen gestattet. 

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen: Wegen der überregionalen Corona-Fallzahlentwicklung gilt im Josef-Hospital Delmenhorst (JHD) ein generelles Besuchsverbot. Es gibt jedoch Ausnahmen für:

  • Angehörige, die einen Patienten besuchen, der lebensbedrohlich erkrankt ist
  • Angehörige von Patienten der Palliativstation
  • Begleitperson einer Schwangeren unter der Geburt
  • Vater, der sein Neugeborenes (und seine Partnerin) besucht
  • Eltern (oder sonstige enge Bezugspersonen) eines kranken Kindes
  • Begleitperson eines älteren, gebrechlichen, seh- oder gehbehinderten oder dementen Patienten
  • Dolmetscher
  • gerichtlich bestellte Betreuer

Für diese Ausnahmen ist die Besuchszeit zeitlich auf die Zeit zwischen 11 Uhr und 16 Uhr begrenzt. Ein absolutes Zutrittsverbot gilt für Kontaktpersonen mit bestätigen Corona-Fällen und für Besucher mit Atemwegsinfekten.

Schwangere und ihre Begleitperson müssen bei der Aufnahme im JHD einen Covid-Abstrich machen. Im Krankenhaus gilt Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Auch während der Geburt sollten die Patientinnen eine Maske tragen.

Rathaus und Verwaltung: Trotz des bundesweiten Lockdowns seit dem 16. Dezember sind das Rathaus und die städtischen Einrichtungen grundsätzlich weiterhin erreichbar. Damit bleibt den Bürgerinnen und Bürgern der Zugang zu den Dienstleistungsangeboten der Fachdienste erhalten. Bereits vereinbarte Termine bleiben bestehen. Neben dem Rathaus sind auch das Stadthaus sowie beispielsweise das Bürgerbüro und die Kfz-Zulassungsstelle im City-Center zu den regulären Öffnungszeiten für die Bürger da. Wer das Bürgerbüro oder die Kfz-Zulassungsstelle besuchen möchte, muss dafür online einen Termin vereinbaren. Nur nach vorheriger Terminabsprache können die Bürger ihre Anliegen wieder vor Ort erledigen. Abstands- und Hygieneregeln sind einzuhalten. Dazu zählt auch eine Mund-Nasen-Bedeckung. Da, wo ein persönlicher Kontakt stattfindet, ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Wenn Anliegen jedoch per E-Mail oder telefonisch geklärt werden können, sollte davon Gebrauch gemacht werden. Dementsprechend ist die Stadtverwaltung weiterhin auch per Telefon, E-Mail oder Post erreichbar.

Müllentsorgung: Haus- und Biomüll sowie Altpapier, Gelbe Säcke und Altglas werden wie gewohnt und wie im Abfallkalender aufgeführt abgeholt. Auch die Sammlung von Sperrmüll findet wieder statt. Die Bürger müssen eine Sperrgutabholung schriftlich beantragen.

Sport: Der Freizeit- und Amateursport auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist seit 2. November untersagt. Ausnahmen gelten für den Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand. Schon zuvor waren bei jeglicher Sportausübung in Delmenhorst keine Zuschauer mehr zugelassen. 

Obergrenze für Neuinfektionen: Bund und Länder haben in ihrem Beschluss vom 6. Mai eine Obergrenze für Corona-Neuinfektionen vereinbart. Demnach müssen Regionen Lockerungen zurücknehmen, wenn es in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt. Gemessen an der Einwohnerzahl von Delmenhorst bedeutet das: Sollten binnen einer Woche mehr als 41 Neuinfektionen in der Stadt bestätigt werden, kommt es zu strikteren Beschränkungen. Das ist seit 8. Oktober der Fall. 

Höhere Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln: Wer sich nicht an die vorgeschriebenen Corona-Regeln des Landes Niedersachsen hält, muss mit deutlich höheren Bußgeldern als bislang rechnen. Das geht aus dem Bußgeldkatalog hervor, der am 27. August in Kraft getreten ist. Demnach werden 100 bis 150 Euro fällig, wenn jemand keine Mund-Nasen-Bedeckung an Orten trägt, wo es vorgeschrieben ist – etwa in Bussen und Bahnen oder beim Einkaufen. Wer die Abstandsregeln nicht einhält, wird mit 100 bis 400 Euro bestraft. 


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