Vorsichtsmaßnahmen Wie das Josef-Hospital Delmenhorst mit dem Corona-Virus umgeht

Im JHD ist man auf den Notfall vorbereitet. Archivfoto: Marco JuliusIm JHD ist man auf den Notfall vorbereitet. Archivfoto: Marco Julius
Marco Julius

Delmenhorst. Das Corona-Virus, dass in China bereits viele Todesopfer gefordert hat, hat auch Deutschland erreicht. Auch im Josef-Hospital Delmenhorst ist man auf den Ernstfall vorbereitet.

Im Josef-Hospital Delmenhorst hat man sich bereits auf die neue Situation vorbereitet: Sollte es Patienten geben, die unter dem Verdacht stehen, sich mit dem Verdacht neuartigen Coronavirus infiziert zu haben, stehen spezielle Isolierzimmer zur Verfügung. Chefarzt Dr. med. Klaus Gutberlet sagt: „Wir haben bereits in der vergangenen Woche Maßnahmen ergriffen. Auch das Personal, insbesondere die Hygienebeauftragten, sind noch einmal geschult worden.“ Gesichtsmasken stünden zur Verfügung, alle Schritte seien mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.

Möglichst erst den Notruf wählen

Gutberlet betont, das Corona-Virus sei im Vergleich mit Ebola deutlich weniger gefährlich. Damit sich das Coronoa-Virus möglicht nicht ausbreiten kann, hat der Mediziner noch einen wichtigen Wunsch: „Wer zur Riskogruppe gehört, wer also in den vergangenen 14 Tagen in China war oder hier mit einem Menschen in Kontakt gekommen ist, auf den das zutrifft, der sollte bei entsprechenden Symptomen wie Husten und Fieber nicht einfach in eine Praxis gehen oder ins Krankenhaus kommen.“ Zuhause bleiben, den Notdienst unter 116117 rufen, das sei der richtige Weg. So könne die Ansteckungsgefahr minimiert werden.

Aktuell sei aber die Grippe das Problem. Es sei nicht ratsam, sich über das Corona-Virus Sorgen zu machen, während man gleichzeitig die Grippe ignoriere. „Gutberlets Rat: “Die Grippe-Impfung ist auch jetzt noch sinnvoll.

Folgen auch für Wirtschaft spürbar

Unterdessen wirken sich die Folgen der Sanktionen, die China zur Eindämmung des Virus’ ergriffen hat, auch auf die Wirtschaft in der Region aus. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg berichtete auf Nachfrage von einem Fall aus ihrem Einzugsbereich, in dem eine Lieferung nicht nach China geschickt werden konnte, weil die dortige Firma vorübergehend geschlossen sei.

Was spürt die Feuerwerksbranche?  

Als Geschäftsführer der Niederlassung Norderstedt des ungarischen Feuerwerkvertriebs Xplode ist der Delmenhorster Thorsten Runge am Dienstag zur Nürnberger Spielwarenmesse gereist, die auf großer Fläche auch die neuen Feuerwerktrends zeigt. Er weiß, dass dort immer viele Chinesen vertreten sind, in deren Land ein Großteil der Artikel produziert wird, und sagt: „Einige werden diesmal wohl nicht kommen.“ 

Zweite Reise lieber gestrichen

Runge war im vergangenen Oktober selbst in die chinesische Großstadt Liuyang geflogen, die bekannt ist für ihre Feuerwerksfabriken und fast 400 Kilometer entfernt von Wuhan liegt, wo das Corona-Virus zuerst um sich gegriffen hat. Ein weitere für den Februar angedachte Reise hat er gecancelt und sagt: „Ich muss ja nicht meine Gesundheit riskieren.“


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