Bauland in Delmenhorst Delmod-Anwohner halten geplante Mehrparteienhäuser "für besonders kritisch"

Auf dem ehemaligen Gelände der Textifabik Delmod soll ein neues Baugebiet entstehen. Archivfoto: RühlAuf dem ehemaligen Gelände der Textifabik Delmod soll ein neues Baugebiet entstehen. Archivfoto: Rühl
Sascha Sebastian Rühl

Delmenhorst. Anwohner des Delmod-Geländes lehnen zu hohe Gebäude auf dem geplanten Baugebiet ab. Dazu zählen sie ausdrücklich fünf Mehrfamilienhäuser des Investors Divabau – diese sehen sie gar als "besonders kritisch".

Die Interessengemeinschaft Altes Deichhorst (IGAD) hat ihre Befürchtung, Gebäude auf dem geplanten Baugebiet auf dem früheren Delmod-Gelände könnten zu hoch sein, ausdrücklich auf das westliche Ende des Areals ausgeweitet, wo der Investor Divabau fünf mehrstöckige Gebäude etwa in Höhe der Händelstraße errichten will. Die Stadt plant auf dem insgesamt fünf Hektar großen ehemaligen Delmod-Areal 29 Einfamilien- oder Doppelhaushälften und zusätzlich je nach endgültiger Planungsvariante 13 bis 15 Mehrfamilienhäuser.

IGAD befürchtet "fünfstöckige Türme"

Die geplanten Bauten von Divabau sieht die IGAD einer Mitteilung zufolge als "besonders kritisch" an, "da dort die laut Bebauungsplan mögliche Höhe der Gebäude mit 15 Metern am höchsten ist." Schon zuvor hatten die Anwohner gefordert, die Planungen an die Gebäude der bestehenden Nachbarschaft anzugleichen und nicht mehr als zwei Vollgeschosse plus Dachausbau zu genehmigen, was mit einer Gebäudehöhe von maximal neun Metern einher ginge. Die fünf geplanten, vierstöckigen Gebäude plus Staffelgeschoss nennt die Interessengemeinschaft "de facto fünfstöckige Türme".

Zu hohe Gebäude werden abgelehnt

Die IGAD lehnt hohe Gebäude in der Nachbarschaft aus unterschiedlichen Gründen ab. Zum Beispiel weil sie einen "massiven Bruch mit der derzeit in der Nachbarschaft vorhandenen zum Teil denkmalgeschützten Bebauung" befürchtet. Auch könnte zu viel Wohnraum zu viel Zuzug bedeuten, der möglicherweise die Infrastruktur wie Kitas, Schulen, Straßen und Parkraum überlastet.

Zur IGAD gehören eigenen Angaben zufolge rund 50 Haushalte aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Delmod-Areals. Sie wird einen gewählten sechsköpfigen Sprecherrat bestehend aus Anja Schumann, Matthias Schäfer, Martin Kortz, Marion Mahnke, Annett Kobes und Anne Ziegler vertreten. Schon zuvor haben sie ihre Forderungen nach außen getragen. 





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