Historische Stadtansicht Wo in Delmenhorst einst Western über die Leinwand flimmerten

Die Schauburg war 1960 eines von vielen Kinos in Delmenhorst. 1971 wurde hier letztmals ein Film vorgeführt. Archivfoto: K. KloseDie Schauburg war 1960 eines von vielen Kinos in Delmenhorst. 1971 wurde hier letztmals ein Film vorgeführt. Archivfoto: K. Klose

Delmenhorst. Hier saßen die Pistolen schon mal locker: Westernfilme gehörten zur filmischen Kost, die bis 1971 im alten Schauburg-Gebäude geboten wurde.

"Die Kanaille von Kansas“, so lautet der Titel des schnell in Vergessenheit geratenen B-Westerns, der hier im Jahr 1960 auf dem Programm des Schauburg-Kinos an der Langen Straße steht. Die Kinolandschaft der Stadt war damals noch von großer Vielfalt geprägt. Neben der Schauburg, 1913 als drittes Kino in der Stadt eröffnet, gab es den Gloria-Palast und das Lichtspielhaus an der Cramerstraße, die Central-Lichtspiele im alten Fitgerhaus und das Deli-Filmtheater an der Stedinger Straße.

Im Schauburg-Gebäude waren 1960 auch das Eiscafé Antonini und das Elektrofachgeschäft Friedrich Kellner zu finden. Mit dem italienischen Spielfilm „Die Frau des Priesters“ sollte die Kinotradition in der Schauburg 1971 zu Ende gehen. Nach dem Abriss des Kinosaals im Jahr 1979 sollte die lang gestreckte Fassade eigentlich erhalten bleiben. Daraus wurde nichts: Am 28. Juni 1980 stürzte der übrig gebliebene Gebäuderest in sich zusammen. Im April 1982 wurde die Schauburg-Passage eröffnet.


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