Neues Buch vorgestellt Werner Garbas beleuchtet Delmenhorsts Geschichte

Werner Garbas (v. re.)  ist als Buchautor Wiederholungstäter. Über die neue Veröffentlichung freuen sich Buchhändlerin Sabine Jünemann, Verleger Florian Isensee, Museums-Leiter Carsten Jöhnk und Stadtarchivar Christoph Brunken. Foto: Marco JuliusWerner Garbas (v. re.) ist als Buchautor Wiederholungstäter. Über die neue Veröffentlichung freuen sich Buchhändlerin Sabine Jünemann, Verleger Florian Isensee, Museums-Leiter Carsten Jöhnk und Stadtarchivar Christoph Brunken. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Er hat es wieder getan: Der ehemalige Leiter des Delmenhorster Stadtarchivs legt ein neues Buch zur Geschichte der Stadt vor. Werner Garbas bietet seinen Leser Informatives und Unterhaltsames.

Werner Garbas hat sich in seiner Dienstzeit als Leiter des Stadtarchivs den Ruf erworben, so etwas wie das Gedächtnis der Stadt zu sein. Kein Wunder, war der Mann, der nun Mitte 60 ist, von 1981 an doch 34 Jahre lang als Stadtarchivar mit der Geschichte der Stadt eng verwoben. 2016 ist er in den Ruhestand gewechselt, doch die Geschichte der Stadt lässt ihn bis heute nicht los. Das ist jetzt wieder in Form eines Buches zu entdecken. „Ausflüge in Delmenhorsts Geschichte“ heißt das Werk, das ab sofort im Buchhandel erhältlich ist, treffend Das neue Buch ist, wenn man so will, die Fortsetzung des im November 2017 erschienen Buches „Delmenhorster Zeitreisen und Geschichte(n)“. „Das ist auf gute Resonanz gestoßen“, sagt Garbas rückblickend. Grund genug, wieder tief ins Archiv zu steigen.

Bei einem verheerenden Brand im Jahr 1909 sind an der Langen Straße große Schäden entstanden. Auch davon berichtet Autor Werner Garbas. Foto: Stadtarchiv

„Er kann es einfach nicht lassen“, sagt Verleger Florian Isensee, mit dem Garbas schon diverse Buchprojekte realisiert hat – und er sagt das mit Freude. In 34 kurzen Episoden, reich bebildert, denn „ein gutes Bild sagt mehr als 1000 Worte“, wie Garbas betont, ist der ehemalige Archivar in die Geschichte gereist. „Alles ist real, alle Fakten stimmen“, sagt Garbas. Eine Prise Fiktion fügt er dennoch hinzu, weil er sich wie in einer Zeitkapsel in vergangene Zeiten beamt und dann die Rolle des Zeitzeugen einnimmt.

So ist Garbas dabei, als Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Kramermarkt entsteht, er erinnert an die Entstehung der kommunalen Stadtsparkasse Anfang des 20. Jahrhunderts, begleitet den Stadionbau im Jahr 1931, ist dabei, als in den 1970er Jahren das erste City-Parkhaus ensteht. Ausflüge, informativ und unterhaltsam, in die Geschichte der Stadt entstehen dabei. Der Abbruch der Rathaus-Arkaden ist ebenso Thema wie die Einrichtung der zentralen Trinkwasserversorgung oder die Gründung der Delmenhorster Margarine-Werke 1912.

Das City-Center und das mittlerweile abgerissene Parkhaus, hier ein Bild aus dem Jahr 1979, werden von Werner Garbas beleuchtet. Foto: Stadtarchiv

Bei der Buchvorstellung in der Buchhandlung Jünemann hat sich Garbas vor allem bei seinem Nachfolger als Leiter des Stadtarchivs, Christoph Brunken, bedankt: „Der Mann ist spitze, als Ostfriese gerade heraus. Im Archiv habe ich manche Stunde verbracht, der Kollege hat mir bei den Recherchen geholfen.“

So gern Garbas in der Zeitkapsel in die Vergangenheit reist, seinen Blick in die Zukunft hat der umtriebige Autor noch nicht genau justiert. Die Frage nach einem neuen Buchprojekt lässt er deshalb vorerst offen. Aber wer ihn kennt, der ahnt: da kommt noch was.

Zur Sache

„Ausflüge in Delmenhorsts Vergangenheit“
Das Buch „Ausflüge in Delmenhorsts Vergangenheit“ von Werner Garbas ist im Oldenburger Isensee Verlag (Broschur mit Klebebindung) erschienen. Es kostet im Buchhandel 12,90 Euro, ist 112 Seiten stark und ist mit zahlreichen Abbildungen versehen.


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