Dialog in Delmenhorst Jüdische Gemeinde und Polizei sprechen über Schutzmaßnahmen

Führungskräfte der Polizeidirektion Oldenburg waren bei der jüdischen Gemeinde in Delmenhorst zu Gast. Foto: PolizeiFührungskräfte der Polizeidirektion Oldenburg waren bei der jüdischen Gemeinde in Delmenhorst zu Gast. Foto: Polizei

Delmenhorst. Als Reaktion auf den versuchten Anschlag auf eine Synagoge in Halle haben sich Führungskräfte der Polizeidirektion Oldenburg am Montag mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Delmenhorst für einen Austausch getroffen. Es wurde über Schutzmöglichkeiten diskutiert.

Die Idee zu dem Besuch war laut Mitteilung der Polizei bei einem persönlichen Treffen zwischen dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Delmenhorst, Pedro Becerra, und dem Präsidenten der Polizeidirektion Oldenburg, Johann Kühme, kurz nach dem versuchten Anschlag von Halle entstanden. Inhalte des Gesprächs waren unter anderem das Sicherheitsempfinden der jüdischen Bürgerinnen und Bürger sowie Möglichkeiten der polizeilichen Schutzmaßnahmen für jüdische Einrichtungen. 

Regelmäßiger Austausch geplant

Mit dem Besuch am Montag in Delmenhorst wurde der Dialog zwischen Polizei und der Jüdischen Gemeinde weiter intensiviert. Pedro Becerra hieß die Führungskräfte der Polizeidirektion in der Synagoge willkommen, zeigte ihnen die Räumlichkeiten und erläuterte die jüdische Religion. Dr. Norbert Boese, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises der Jüdischen Gemeinde, stellte den Gästen das Engagement des Freundeskreises vor. Er berichtete auch, wie sich der Verein für ein gesellschaftliches Miteinander aller Konfessionen in der Stadt einsetzt. Zum Abschied bekräftigte sich Polizeipräsident Johann Kühme, den regelmäßigen Austausch zwischen Polizei und Jüdischer Gemeinde fortsetzen zu wollen.


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