Nach Großdemo in Delmenhorst Naturschutzbeauftragter fordert Klimawandel-Konzept

Rund 1000 meist junge Menschen hatten im September für mehr Klimaschutz demonstriert. Archivfoto: Jan Eric FiedlerRund 1000 meist junge Menschen hatten im September für mehr Klimaschutz demonstriert. Archivfoto: Jan Eric Fiedler

Delmenhorst. Der Naturschutzbeauftragte der Stadt Delmenhorst, Michael Spiecker, fordert konkrete Maßnahmen der Stadt, um dem Klimawandel vorzubeugen. Dazu hat er einige Vorschläge.

Die Stadt Delmenhorst muss sich auf den Klimawandel vorbereiten. Das ist die Ansicht von Michael Spiecker, dem Naturschutzbeauftragten der Stadt. Dafür hat er mehrere Vorschläge, die sich seiner Ansicht nach schnell realisieren ließen.

Forderung nach Klimaschutzmanager

Anlass einer entsprechenden Mitteilung des Naturschutzbeauftragten ist die Klimaschutz-Demo von rund 1000 jungen Menschen, die am 20. September in der Stadt stattgefunden hatte. Spiecker meint, diese Demo würde zeigen, wie notwendig eine Vorbereitung auf den Klimawandel ist. Dazu gehöre etwa auch – wie auch bei der Demo von der Organisatorin Alena Wefer gefordert – das Wiedereinsetzen eines Klimaschutzmanagers. Spiecker sagt: „Als Naturschutzbeauftragter der Stadt Delmenhorst möchte ich dringend empfehlen, dass die Stadt ein ,Kommunales Klimaanpassungs-Konzept’ auf den Weg bringt.“ Denn die Erwärmung in den Innenstädten schreite voran. allein durch intensive Versiegelung der Bodenflächen werde es in den Sommermonaten zu mehr „Hitzestaus“ kommen. Deshalb würden mehr „Grüne Inseln“ in Innenstädten und Stadtteilen benötigt. Er schlägt mehr Grün an Fassaden, Dachbegrünung, Bauminseln und Hochbeete vor.

Strikte Begrünung für Gebäude

Konkret seien zudem Frischluftschneisen auszuweisen – durch den Erhalt von Außenbereichslandschaften, die auch als Rückhalteraum für Starkregenereignisse dienen. Spiecker: „Auch über die Bauleitpläne müssen zukünftig andere Maßstäbe gesetzt werden, die eine strikte Begrünung von Gebäuden und deren Umfeld vorsehen, um den Auswirkungen des Klimawandels besser begegnen zu können.“ Zudem sei ein Tempolimit von 30 km/h im Innenstadtbereich ebenfalls eine gute Maßnahme – dies spare nicht nur Feinstaub und CO2 ein, sondern trage auch gleichzeitig zur Verkehrssicherheit bei. Diese Maßnahmen seien relativ zügig realisierbar, meint Spiecker, und könnten in das von ihm angeregte Kommunale Klimaanpassung-Konzept einfließen.


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