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06.10.2019, 18:10 Uhr KOMMENTAR

Bei Tagesklinik in Delmenhorst keine Zeit mehr verlieren

Ein Kommentar von Marco Julius


Symbolfoto: Jörg Carstensen/dpaSymbolfoto: Jörg Carstensen/dpa

Delmenhorst. Was wird aus der an die Karl-Jaspers-Klinik (KJK) bei Oldenburg angegliederte psychiatrische Tagesklinik auf dem Gelände des Josef-Hospitals Delmenhorst? Ein Kommentar.

Wer weiß, was es für Betroffene und deren Angehörige bedeutet, wenn es wochen-, ja monatelange Wartezeiten gibt, ehe man einen Platz in der Tagesklinik bekommt, der kann gar nicht anders, als die Pläne der Karl-Jaspers-Klinik zu unterstützen, das Angebot auch in Delmenhorst zu verstärken. In Zeiten schwerer persönlicher Krisen ist jeder Tag mehr Wartezeit oft einer zu viel. Ein Ausbau des Angebots der sozialpsychiatrischen Versorgung in Delmenhorst ist daher dringend geboten. Dabei geht es aber nicht nur darum, dass es künftig vier weitere Plätze in der psychiatrischen Tagesklinik geben soll. Im Blick zu behalten ist auch die räumliche Situation, die jetzt am Standort Josef-Hospital alles andere als ideal ist. Vor allem der Fakt, dass es keinen barrierefreien Zugang gibt, ist eigentlich für eine derartige Einrichtung untragbar.

Klares Signal war wichtig

Pläne für die Erweiterung, sprich für einen Neubau an einem anderen Standort, gibt es schon lange. Man sollte dieses Projekt nicht weiter auf die lange Bank schieben. Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales hat bereits ein klares Signal gegeben. Das ist gut so. Im Planungsausschuss sollte der nächste Schritt nun zügig gemacht werden. Dann kommt auch in der Stadtverwaltung besser an, dass es Zeit ist, zu handeln.

Suchterkrankungen, psychotische und affektive Störungen, Persönlichkeitsstörungen: Diese und andere Krankheitsbilder werden immer häufiger diagnostiziert, immer mehr Menschen suchen und benötigen professionelle Hilfe. Darauf muss reagiert werden.


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