NTD spielt Musikrevue „Ein Festival der Liebe“ in Delmenhorst

Von Jasmin Johannsen

„Ein bisschen Spaß muss sein“ findet das Ensemble des NTD. (Tomke Stolle, Jule Petershagen, Fentke Stolle, Till Cordes und Austen Dobrin-Stein). Foto: Jasmin Johannsen„Ein bisschen Spaß muss sein“ findet das Ensemble des NTD. (Tomke Stolle, Jule Petershagen, Fentke Stolle, Till Cordes und Austen Dobrin-Stein). Foto: Jasmin Johannsen

Delmenhorst. Mit der neuen Siebzigerjahre-Revue „Ein Festival der Liebe“ will das NTD alle Generationen ansprechen. Ab Samstag, 12. Oktober, ist das Stück für zwölf Vorstellungen im Kleinen Haus zu sehen.

Flower Power, Schlaghosen und natürlich Plateauschuhe: Dank bunter Farben und schriller Outfits sind die Siebzigerjahre vielen wohl noch gut in Erinnerung geblieben. Eine Zeitreise durch eben dieses politisch und kulturell turbulente Jahrzehnt will das Niederdeutsche Theater Delmenhorst (NTD) mit seiner Musikrevue „Ein Festival der Liebe“ antreten. Die Uraufführung findet am Samstag, 12. Oktober, um 20 Uhr im Kleinen Haus statt.  

Klassiker des Schlagers

„Die Siebzigerjahre sind ja heute noch sehr beliebt“, sagt Regisseur Philip Lüsebrink, aus dessen Feder das Stück auch stammt. Immer wieder werde der gebürtige Bremer bei seinen eigenen Auftritten als Sänger nach den Hits des Jahrzehnts gefragt. „Viele haben die Lieder einfach noch im Ohr“, ist sich Lüsebrink sicher. Deshalb folgt bei „Ein Festival der Liebe“ auch ein Schlagerklassiker auf den nächsten. „Ganze 36 Lieder singen die Darsteller auf der Bühne“, erklärt Lüsebrink. Anders als die Texte in den Szenen und Sketchen werden die Schlager allerdings auf Hochdeutsch oder Englisch vorgetragen. „So können alle mitsingen und wir sprechen vielleicht auch die Zuschauer an, die nicht so gut Plattdeutsch verstehen“, sagt Lüsebrink. Zu hören sein werden unter anderem die Hits von ABBA, The Les Humphries Singers oder von der Musikgruppe Dschinghis Khan.

Erinnerung an TV-Sendungen

Die Sketche erinnern an „Am laufenden Band“, „Sportschau“, die Olympischen Spiele oder an die autofreien Sonntage. Für die Inszenierung habe der pensionierte Bühnenbildner und Mitglied des NTD Roland Wehner eine „sehr aufwendige, sehr große und sehr bunte“ Kulisse entworfen, die für das Publikum ein „echter Hingucker“ sein soll. Da es keinen richtigen Handlungsstrang gibt, wird ein Erzähler durch die Revue führen, der als Nachrichtensprecher auch über das aktuelle Geschehen berichtet. Denn obwohl der Spaß im Vordergrund stehe, seien die Siebzigerjahre eben auch „politisch gesehen ein sehr düsteres Jahrzehnt gewesen“. „Daran wird auch erinnert“, so Lüsebrink, „beide Seiten dürfen eben nicht fehlen.“

„Es wird eine richtige Party“, kündigt Fentke Stolle an, die als eine von zwölf Darstellerinnen und Darstellern selbst auf der Bühne steht. An ihrer Seite tritt auch Petra Witte auf, die in dieser Saison ihr 25. Bühnenjubiläum beim NTD feiert und seit 1993 in den unterschiedlichsten Funktionen auf und hinter der Bühne aktiv ist.

Dass „Ein Festival der Liebe“ alle Generationen ansprechen soll, und nicht nur die, die sich noch gut an die Siebzigerjahre erinnern können, machte Lüsebrink deutlich: „Für die älteren wird es eine Erinnerungsreise, für die jüngeren eine Entdeckungsreise.“

Im passenden Outfit kommen

Nach der Uraufführung am Samstag, 12. Oktober, ist das Stück am Freitag, 18. Oktober, Samstag, 19. Oktober, Donnerstag, 7. November, Freitag, 8. November, Samstag, 9. November, Freitag, 22. November, Samstag, 23. November und Freitag 6. Dezember jeweils um 20 Uhr im Kleinen Haus zusehen. Wer die Vorstellung am 9. November in einem Outfit der Siebzigerjahre besucht, hat am Anschluss der Aufführung die Möglichkeit, auf der Bühne zusammen mit den Darstellern ein Foto zu machen.

Am Sonntag, 20. Oktober, 10. November und 8. Dezember, beginnen die Vorstellungen jeweils um 15.30 Uhr. Davor bietet das NTD ein Theater-Café an, das ab 14 Uhr in der an das Kleine Haus angrenzenden Mensa des Max-Planck-Gymnasiums öffnet. Dabei wird Kaffee und Kuchen von der Bäckerei und Konditorei Meyer Mönchhof verkauft. Die Plätze im Theater-Café sind begrenzt, deshalb sollten bei der Bestellung der Karten auch gleich die Plätze im Café reserviert werden.

Die Saalkarten können im Kleinen Haus telefonisch unter (04221) 16565 oder direkt beim NTD unter Protected link vorbestellt werden. Die Karten für den Rang gibt es exklusiv im dk-Kundencenter, Lange Straße 122. Die Eintrittspreise beginnen ab 4 Euro.


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