Politischer Antrag Stadt Delmenhorst soll Sportstätten-Entwicklungsplan vorlegen

Die Stadionhalle ist marode. Foto: Jan Eric FiedlerDie Stadionhalle ist marode. Foto: Jan Eric Fiedler

Delmenhorst. Wie steht es um die Sportstätten in der Stadt Delmenhorst? Nicht besonders gut, das ist Konsens. Alt und marode sind viele Plätze und Hallen. Deshalb debattiert die Politik seit geraumer Zeit. Wie geht es weiter?

Kunstrasenplatz: Ja oder Nein? Oder lieber Hybridrasen? Wo könnte ein neues Stadion stehen? Wo eine neue Stadionhalle? Oder sollen zunächst einmal Fördermittel für die Sanierung der Stadionhalle einwerben? All diese Anträge liegen vor. Doch in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur ist am Mittwoch nun ein anderer Schritt vorgeschaltet worden. In einem gemeinsamen Antrag der CDU-Fraktion und der Gruppe SPD & Partner, in denen laut CDU-Ratsherr Michael Adam auch der gestern ortsabwesende Murat Kalmis eingebunden ist, ist beantragt worden, dass die Verwaltung einen Sportstättenentwicklungsplan vorlegt.

Pragal soll zeitnah einladen

In dem Antrag heißt es wörtlich: „Da eine ganzheitliche Sportstättenentwicklungsplanung jedoch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird, soll aufgrund der Dringlichkeit und des Umsetzungsdruckes verschiedenen Projekte – Stadionneubau und Allwetterplatz – und auch um die verschiedenen Ansätze der Anträge zu vereinheitlichen, mit den Antragsstellern, politischen Vertretern und Nutzern eine gemeinsame Vorgehensweise abgestimmt werden. Dazu wird der Erste Stadtrat Markus Pragal zeitnah einladen.“ In dem Antrag ist eine Frist bis zum 31. März 2020 gesetzt. Bis dahin wollen die politischen Vertreter die eingangs erwähnten einzelnen Anträge zurückstellen. Sollte es bis dahin keine Bewegung geben, käme aber alle wieder auf den Tisch.

Im Oktober erstes Feedback

Bewegung soll es aber schon viel früher geben, wie die Ausschussvorsitzende Gabi Baumgart untermauerte. „Die Gespräche werden in Kürze aufgenommen“, sagte sie. In der für Oktober geplanten nächsten Ausschusssitzung soll es ein erstes Feedback geben.

Der Antrag ist einstimmig angenommen worden. Uwe Dähne (UAD), der einen Entwicklungsplan schon vor fünf Jahren gefordert hatte, kommentierte das Votum mit dem Wort: „Endlich.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN