Vorträge für die Öffentlichkeit 25 Jahre Universitäts-Gesellschaft in Delmenhorst

Der Vorsitzende Hans-Christian Schröder präsentiert das Logo der Universitäts-Gesellschaft.Der Vorsitzende Hans-Christian Schröder präsentiert das Logo der Universitäts-Gesellschaft.

Delmenhorst. Seit 25 Jahren lädt die Universitäts-Gesellschaft zu Vorträgen ein. Nun sollen die Delmenhorster mehr miteinbezogen werden.

Die Delmenhorster Universitäts-Gesellschaft ist am 8. September 1994 gegründet worden und ist somit 25 Jahre alt geworden. Die Idee hinter der Gründung war, die Ansiedlung des Hanse-Wissenschaftskollegs (HWK) zu unterstützen. Das geschah in enger Zusammenarbeit mit den beiden Universitäten in Bremen und Oldenburg, da Delmenhorst quasi zwischen diesen beiden Universitäten liegt.

Wirtschaft und Forschung stärken

Das HWK sollte Wissenschaft und Forschung in Delmenhorst stärken und fördern, insbesondere durch die Einladung von Wissenschaftlern aus aller Welt. Diese sogenannten Fellows bewerben sich, um aus ihrem Uni-Alltag und der Lehre befristet herauszukommen und am HWK wissenschaftliche Veranstaltungen durchzuführen, weiter zu forschen und sich mit Kollegen aus anderen Fachbereichen auszutauschen.

Wissenschaftliche Vorträge als zentrale Aufgabe

Die Ansiedlung des HWK ist der Universitäts-Gesellschaft geglückt. Heute ist die zentrale Aufgabe der Gesellschaft, vier Mal im Jahr im Hörsaal des Hanse-Wissenschaftskollegs wissenschaftliche Vorträge zu organisieren. 107 Referenten kamen schon, um über interessante Themen zu sprechen. Zum Beispiel stellte Dr. Christian Figge von der Karl-Jaspers-Klinik in Bad Zwischenahn die Frage „Wie krank machen die neuen Medien?“. Zuletzt referierte Prof. Dr. Michael Bockisch aus Hamburg über „Wahrheit und Wahrhaftigkeit bei Lebensmitteln und Ernährung“. Die Themen variieren und sollen möglichst viele Bereiche abdecken. Dabei sind die Vorträge für alle zugänglich und kostenlos. 

Mehr Interesse von jungen Leuten gewünscht

„Teilweise hatten wir Vorträge, zu denen 600 bis 700 Menschen kommen wollten“, erzählt Dr. Hans-Christian Schröder, Vorsitzender der Universitäts-Gesellschaft. Da im Saal aber nur Platz für 200 Leute ist, mussten einige draußen warten. Im Schnitt habe man aber ein Publikum von 60 bis 70 Gästen, so Hans-Christian Schröder. Er wünscht sich für die Zukunft, dass sich vor allem noch mehr Schüler und junge Leute für die Vorträge interessieren.

Delmenhorster Interessen miteinbeziehen

Weitere Wünsche für die Zukunft der Delmenhorster Universitäts-Gesellschaft sind laut Hans-Christian Schröder, dass die Delmenhorster und deren Interessen weiter miteinbezogen und die Vortragsthemen auf sie abgestimmt werden. Damit erhofft sich die Universitäts-Gesellschaft, mehr Ortsansässige für die Vorträge begeistern zu können und eine eventuell vorhandene Hemmschwelle zwischen Delmenhorster Bürgern und der Wissenschaft abzubauen. Insgesamt möchte die Universitäts-Gesellschaft eine wertvolle Wissensvermittlung anbieten sowie das Kulturangebot bereichern und dadurch eine Verbesserung der Lebensqualität in Delmenhorst unterstützen.

Keine "Fake News"

„Wir wollen lebendig und aktuell bleiben, Themen kritisch bewerten und dabei wissenschaftlich fundiert arbeiten und keine ,Fake News‘ verbreiten“, betont der Vorsitzende. Weiterhin strebe man immer noch die Ansiedlung einer akademischen Institution in Delmenhorst an, um die Stadt für junge Leute attraktiver zu machen und um sie wirtschaftlich zu fördern. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN