Schausteller ziehen Bilanz Delmenhorster Kramermarkt zur Halbzeit ruhig und gut besucht

Dankeschön für gute Zusammenarbeit: Schausteller Symon Veldkamp (Mitte) serviert Oberbürgermeister Axel Jahnz (v.l., SPD) und Bürgermeister Hermann Thölstedt (CDU) die traditionellen Berliner. Foto: Sascha Sebastian RühlDankeschön für gute Zusammenarbeit: Schausteller Symon Veldkamp (Mitte) serviert Oberbürgermeister Axel Jahnz (v.l., SPD) und Bürgermeister Hermann Thölstedt (CDU) die traditionellen Berliner. Foto: Sascha Sebastian Rühl

Delmenhorst. Es waren genug Besucher da, das Wetter stimmte und friedlich war es bisher auch. Bei der traditionellen Runde der Schausteller und Verwaltungsangehörigen in Delmenhorst ist nur ein großer Wunsch noch offen geblieben.

So zufrieden wie am Montag haben sich die Schausteller bei der traditionellen "Berlinerrunde" im Delmenhorster Rathaus schon lange nicht mehr gezeigt. "Der Kramermarkt wurde gut angenommen und auch das Feedback der Schausteller ist positiv. Wir hoffen, dass es so gut weiter läuft wie die vergangenen Tage", bilanzierte Martkmeisterin Taina Grzybowski. Auch das Bodenfeuerwerk als Ausgleich für den Festumzug habe wieder zahlreiche Gäste angelockt. 

Gelungene Veranstaltung

Und ins selbe Horn wie die Marktmeisterin blies Albert Coldewey, Vorsitzender des Delmenhorster Schaustellervereins. "Wir sind mit beiden Tagen zufrieden. Erst waren fünf Tage Regen angekündigt. Für uns ist es immer wieder schön, dass Delmenhorst eine Stadt der kurzen Wege ist und die Politik hinter dem Markt steht", lobte er die Verwaltung. Und auch für die Polizei gab es ein großes Lob: "Mir ist nur ein kleines Handgemenge aufgefallen und innerhalb einer Minute  war die Polizei da. Ich finde, das ist erstaunlich." Und tatsächlich: Polizeidirektor Carsten Hoffmeyer sagte, auf Nachfrage nach der Bilanz der Polizei, dass er "mit leeren Händen komme". Abgesehen von wenigen kleineren Delikten sei das Wochenende sehr ruhig geblieben. Außerdem lobte er die erneut gute Zusammenarbeit mit den Schaustellern. "Es war bisher polizeilich komplett unauffällig", betonte Hoffmeyer. 

Markus Pragal (links) zapfte das Bier zur Eröffnung des Marktes auf ungewöhnliche Art und Weise. Foto: Kai Hasse

Scherzhafte Kritik kam vorerst nur von Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD). "Kommen wir zum Fassbieranstich. Wir müssen reden, denn ich weiß nicht, ob das mir galt", sagte Jahnz, auf den Defekt des Fasses anspielend, der den Ersten Stadtrat Markus Pragal einer ordentlichen Bierdusche aussetzte

Wiederbelebung des Graftkiosks ist allen wichtig

Doch den Schaustellern lag auch etwas am Herzen: Der Graftkiosk. Und das gleich aus mehreren Gründen. "In dem geschlossenen Kiosk waren bisher auch Toiletten, die nun geschlossen waren. Mich haben alleine 15 Leute danach gefragt", berichtete Schausteller Ralf Böker. Er schlug vor, an dem Standort, wenn möglich, einen weiteren Toilettenwagen aufzustellen, da viele den Standort kennen würden. "Die Leute, sind es gewohnt." Axel Jahnz, stimmte zu: "Wenn das möglich ist, warum nicht?" Bei dem Kiosk handele es sich um einen Kult-Kiosk. "Der hat hier fast alle überlebt." Und auch für die Schausteller ist der Kiosk wichtig. "Früher kam man vor dem Aufbau immer erst dorthin, um was zu trinken oder zu essen. In diesem Jahr zum erstem Mal nicht mehr", bedauerte Taina Grzybowski. Daran erinnerte sich auch Albert Coldewey, aber ob dort auch etwas gegessen wurde, bezweifelte er augenzwinkernd. 


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