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14.08.2019, 09:23 Uhr KOLUMNE

Quergedacht: Fußball-Fans kennen sich aus

Von Marco Julius


Fußballfans kennen sich mitunter gut aus, wenn es um traditionsreiche berufe geht. Symbolfoto: Rolf TobisFußballfans kennen sich mitunter gut aus, wenn es um traditionsreiche berufe geht. Symbolfoto: Rolf Tobis

Delmenhorst. In der neuen Folge unserer stets ballsicheren Kolumne "Quergedacht" geht es um Fußball und traditionsreiche Berufe.

Fußball ist eine Schule des Lebens. Hat Joseph Blatter mal gesagt. Den wiederum, also den Blatter, nicht den Fußball, hielt man einst für einen Totengräber des Ballsports. Aber da kannte man Blatters Nachfolger Giovanni Vincenzo („Der Siegende“) Infantino noch nicht. Doch schweifen wir nicht ab. Fußball also ist eine Schule des Lebens. Auf dem Rasen, wo man nur in Gemeinschaft zum Siegenden wird. Und auf den Tribünen. 

Lebenslanges Lernen

Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben. Und beim Fußball lernt man, hört man auf die Gesänge und Zwischenrufe der treuesten Fans, zum Beispiel viel über Berufe im Handwerk und im Gewerbe. Ist ja gerade jetzt zum Ausbildungsstart wichtig, wo viele junge Menschen in Lohn und Brot wollen. Und so lernte man unlängst beim „Jahrhundertspiel“ zwischen zwei Nachbarstädten, dass so mancher Fußball-Profi nebenbei noch die eine oder andere Mark als Schuhputzer hinzuverdient. Der Schiedsrichter übrigens auch. Hätte man jetzt nicht unbedingt gedacht, dass Profis das nötig haben. Die Fans wussten aber mehr. Sie wussten, dass einige der Spieler mit Schuhwichse umgehen können. Echte Wichser! Dass es die heute noch gibt!  

Sohn einer besonderen Mutter

Ein noch älterer Beruf als der des Schuhwichsers ist beim Spiel ebenfalls noch das ein oder andere Mal in den Mittelpunkt gerückt. So wussten die Fans tatsächlich von dem Schiedsrichter, steht wahrscheinlich in diesem verrückten Internet, dass dessen werte Frau Mama einst einem Gewerbe nachging, das sehr sehr lange um gesellschaftliche Anerkennung kämpfen musste, obwohl es wirklich sehr sehr traditionsreich ist. Und die Rede ist hier nicht vom Gewerbe der Hebamme. Sachen gibt es.


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