Angebot in der VHS Delmenhorst Sprachlernschüler sind mit Spaß und Neugier beim Talentcampus

Die Teilnehmer des Talentcampus' zeigten zum Abschluss eine Tanz-Choreografie. Foto: Niklas GolitschekDie Teilnehmer des Talentcampus' zeigten zum Abschluss eine Tanz-Choreografie. Foto: Niklas Golitschek

Delmenhorst. Eine Woche und viel Programm: Beim Talentcampus in der Volkshochschule Delmenhorst haben 24 Teilnehmer ihre Deutschkenntnisse verbessert und mehrere Spiele kennengelernt.

Raum 3 in der Volkshochschule Delmenhorst war am Freitagnachmittag trotz der Ferienzeit prall gefüllt. Nicht nur die 24 Kinder des Projekts Talentcampus nahmen dort Platz, sondern auch Eltern und interessierte Gäste. Am letzten Projekttag standen zum Abschluss die Aufführungen und Präsentation der Ergebnisse im Programm.

Die gute Laune war allen Teilnehmern im Alter von 10 bis 17 Jahren ins Gesicht geschrieben. „Einfach perfekt“, schwärmte die 16-jährige Shakila von der Woche in der VHS. Solche Rückmeldungen hören Grit Fisser von der VHS und die Dozenten selbstredend gerne. Doch auch sie zeigte sich einmal mehr beeindruckt von der Motivation der Schüler. Wie bei der parallel stattfindenden „Summer School“ waren auch die Schüler der Sprachlernklassen freiwillig gekommen, um neben einem Spaßprogramm auch in der unterrichtsfreien Zeit weiter zu lernen.

Mehr Teilnehmer als angemeldet

Da der Talentcampus vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ gefördert wird, fielen für die Teilnahme dieses Mal keine Kosten an. Dass im Laufe der Woche zu den 18 angemeldeten Teilnehmern noch sechs weitere Kinder dazu stießen, bestätigte das Organisationsteam darin, dass ihr Angebot fruchtet. Entsprechend gab Fisser das Lob gleich weiter an die Gruppe. „Das ist großartig“, schwärmte sie vom Engagement – und im Publikum fing ein Baby freudig an zu lachen.

Selbstgeschriebener Bericht über die Woche

Ziel des Talentcampus‘ war zum einen, die Deutsch-Kenntnisse weiter zu verbessern. Hinzu kamen Einheiten mit Dozentin Akile Caki-Besir am Computer, an dem etwa mit dem Schreib-Programm Word oder dem Präsentations-Programm Powerpoint gearbeitet wurde. Mit den Kinder-Suchmaschinen „Blinde Kuh“ und „Frag Finn“ wurde auch spielerisch auf Deutsch experimentiert. Zum Abschluss haben die Teilnehmer dann einen Bericht über ihre Woche in der VHS geschrieben. „Trotz Fehlern hatten sie die Kompetenz, einen freien Bericht zu schreiben, so gut es eben geht“, lobte Deutschdozent Dogan Günes Besir. Er zeigte sich sichtlich stolz: „Der Werdegang war für die kurze Zeit enorm.“ Für Besir war es bereits der fünfte Sommercampus, gerne würde er auch im nächsten Jahr wieder mit einer Gruppe arbeiten.

Vorführung des Gelernten

Nachdem die Teilnehmer ihre Zertifikate entgegengenommen hatten, zeigten sie ihrem Publikum dann, was sie an den Nachmittagen an kreativen Inhalten mit Theater-Dozent Frank Stuckenbrok und Tanzlehrerin Simona Theoharova gelernt hatten. Mit letzterer studierten sie eine Choreografie ein, mit Stuckenbrok lernten sie mehrere Spiele kennen: Bei „Zombie“ musste die Gruppe in Teamarbeit immer einen freien Stuhl besetzen, bevor es der Zombie tat. Bei „Ding, Ding, Ding“ verleitete das Publikum einen nichts ahnenden Teilnehmer eine vorab abgesprochene Aktivität durchzuführen und mit entsprechender Geräuschkulisse anzuzeigen, ob er richtig oder falsch liegt. So sollte eine Teilnehmerin etwa einem Gast im Publikum die Hand schütteln.

Beim „Gefühlsbus“ imitierte die Reisegruppe stets die Emotionen des zugestiegenen Gastes und zum Abschluss wurde noch gemeinsam mit den Gästen ein Halay-Tanz aufgeführt. Das Motto „Spaß haben und mit Stärke aus der Woche hervorgehen“ wurde damit sichtlich umgesetzt und vom Publikum mit Applaus quittiert.


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