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30.07.2019, 18:11 Uhr KOMMENTAR

Flüchtlinge in Delmenhorst: Herausforderung gemeistert

Ein Kommentar von Thomas Breuer


Umgebaut, aber nicht mehr als Gemeinschaftsunterkunft benötigt: die alte Kinderklinik am Josef-Hospital Delmenhorst. Archivfoto: Marco JuliusUmgebaut, aber nicht mehr als Gemeinschaftsunterkunft benötigt: die alte Kinderklinik am Josef-Hospital Delmenhorst. Archivfoto: Marco Julius
Marco Julius

Delmenhorst. Delmenhorst darf sich auf die Schulter klopfen, was die Unterbringung von Flüchtlingen angeht.

Delmenhorst, das darf man sagen, hat die Aufnahme der vor allem 2015 und 2016 zahlreich ins Land kommenden Flüchtlinge gut bewältigt. Einzelne Aufschreie und Ängste, Sporthallen und andere Gebäude könnten auf Jahre blockiert sein, waren unbegründet. In besonnener Weise haben die Stadtverwaltung und viele Helfer die Herausforderung gemeistert.

Wichtiger Baustein im großen Ganzen

Dass dafür auch Teile der Kaserne genutzt werden konnten, war ein wichtiger Baustein im großen Ganzen. Die Bundeswehr vor Ort war vom Start weg kooperativ, Verzögerungen gab es in den höheren Etagen.

Ein Wermutstropfen bleibt, dass die alte Kinderklinik am JHD für 290 000 Euro hergerichtet wurde, um Flüchtlinge aufzunehmen – und trotzdem im Zuge des Krankenhaus-Neubaus verschwinden wird. Aber wer hätte ahnen sollen, dass der Zustrom der Flüchtlinge bald abebbte? 

Delmenhorst war gut vorbereitet, das zählt.


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