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Tierschutzverein Delmenhorst Kätzchen Lulu hat nach Autounfall erste OP hinter sich

Kätzchen Lulu ist nach einem schweren Unfall auf die Hilfe von tierlieben Menschen angewiesen. Schichtleiterin Lena Hollmann vom Tierschutzverein Delmenhorst kümmert sich vor erst um sie. Foto: Marc van der VeldeKätzchen Lulu ist nach einem schweren Unfall auf die Hilfe von tierlieben Menschen angewiesen. Schichtleiterin Lena Hollmann vom Tierschutzverein Delmenhorst kümmert sich vor erst um sie. Foto: Marc van der Velde

Delmenhorst. Einen Beckenbruch und zwei gebrochene Oberschenkel hat das nur acht Wochen alte Kätzchen Lulu bei einem Autounfall in Delmenhorst erlitten. Jetzt ist Lulu im Tierschutzverein, der Geld für die rettenden Operationen braucht.

Das kleine, schwer verletzte Babykätzchen Lulu hatte Riesenglück, dass es am vergangenen Freitag von zwei tierlieben Menschen gefunden und zum Tierschutzverein Delmenhorst am Schillbrok gebracht worden ist. Wie der Tierschutzverein Delmenhorst und Umgebung mitteilt, hatte das knapp acht Wochen alte Kätzchen mit einem Beckenbruch und zwei gebrochenen Oberschenkeln hilflos an der viel befahrenen Grüppenbührener Landstraße in Bookholzberg ausharren müssen, bevor mit Christoph Smip und Mike Pade, zwei Mitarbeitern der Tischlerei Gallas, die ersehnte Rettung kam. "Was genau passiert ist, weiß keiner, aber vermutlich war es ein Autounfall", schätzt der Verein. 

Foto: Marc van der Velde

Schon am Donnerstagvormittag war den beiden Tierfreunden ein Miauen auf der gegenüber liegenden Straßenseite beim Restaurant aufgefallen. „Da möchte aber eine Katze dringend ins Haus“, dachten die beiden und fuhren los zu ihren Aufträgen. Als bei Arbeitsbeginn am Freitagmorgen das Miauen immer noch da war und zudem viel kläglicher klang als am Tag zuvor, machten sich Smip und Pade auf die Suche. „Ich habe selber zwei Katzen und kenne ihre verschiedenen Maunzer nur zu gut, und da war eine Katze in Not“, erklärt Smip die sofortige Suchaktion. 

Richtiger Riecher rettet Katzenleben

Und tatsächlich, unter einem Auto auf dem Parkplatz des Restaurants fanden sie ein kleines schwarzweißes Kätzchen, das sich sofort miauend zu ihnen schleppte und sich fest ihn ihre Arme presste. Der Schreck war groß, als sie sahen, dass die kleine Samtpfote genau so aussah wie eine ausgewachsene Katze, die Tage zuvor auf derselben Straße überfahren worden war. War es vielleicht die Mutter gewesen? Die beiden Tierfreunde handelten sofort. Sie gaben der kleinen Samtpfote Wasser und Futter und brachten sie direkt zum Tierschutzhof Delmenhorst. 

Lulu braucht einige Operationen, um sich vollständig erholen zu können. Foto: Marc van der Velde

Dort wurde der Tierarzt alarmiert und zudem machten sich zwei Mitarbeiterinnen auf den Weg, um nach eventuell verwaisten oder auch verletzten Geschwisterkätzchen entlang der Straße zu suchen, dies allerdings bislang ohne Erfolg. Die Untersuchungen des Hoftierarztes brachten das ganze Ausmaß der schweren Verletzungen ans Licht. Die kleine Lulu, wie sie gleich liebevoll genannt wurde, braucht eine sehr aufwendige und kostenintensive Operation am Becken und an beiden Oberschenkeln von einer tierärztlichen Spezialistin. Denn nur so hat sie gute Chancen, dass alles wieder gut wird und sie munter und mit möglichst wenig Beeinträchtigungen durch ihr weiteres Katzenleben tapsen kann. „Ihre Lebenskraft hat Lulu trotz allem nicht verloren, sie hat guten Appetit und möchte von der Hand, die sich ihr entgegen streckt, gestreichelt und getröstet werden“, heißt es vom Tierheim, dass sich freut, dass das Kätzchen gestern die erste große OP gut überstanden hat.

Operation dringend benötigt

Am Dienstag wird die Operation durchgeführt. „Die Kosten dafür werden mit mindestens 700 Euro zu Buche schlagen. Vielleicht auch mehr, was wir aber nicht hoffen“, sagt Schichtleiterin Nadine Wessollek und verdeutlicht, dass es auf dem Tierschutzhof immer wieder Tierschicksale wie das von Lulu gibt, bei denen nur teure OPs oder Behandlungen den Vierbeinern Heilung oder zumindest Linderung bringen können. „Um jetzt der kleinen Lulu, aber auch allen anderen Sorgenkindern helfen zu können, brauchen auch wir Hilfe und Unterstützung in Form von Spenden für die Tierarztbehandlungen“, bittet Wessollek alle tierlieben Menschen, dem Verein finanziell unter die Arme zu greifen und den Tieren damit eine große Hilfe zu schenken. 

Wer spenden möchte, wendet sich per E-Mail kontakt@tierschutzverein-delmenhorst.de oder per Telefon (04221) 689 01 50 an den Tierschutzverein. 


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