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Über die Vielfalt des Berufes Altenpflegeschülerin berichtet über ihre Ausbildung in Delmenhorst

Zieht Bilanz: Jessica Wilk absolviert seit zwei Jahren ihre Ausbildung an der Ev. Altenpflegeschule. Foto: Kerstin Kempermann/DiakonieZieht Bilanz: Jessica Wilk absolviert seit zwei Jahren ihre Ausbildung an der Ev. Altenpflegeschule. Foto: Kerstin Kempermann/Diakonie

Delmenhorst. Die Zeit vergeht: Zwei Jahre der Ausbildung zur Altenpflegerin hat Jessica Wilk bereits geschafft. Bevor sie nach den Sommerferien in ihr letztes Jahr startet, blickt die Altenpflegeschülerin nun zurück auf die vergangenen 24 Monate.

Die Zeit vergeht: Zwei Jahre der Ausbildung zur Altenpflegerin hat Jessica Wilk bereits geschafft. Bevor sie nach den Sommerferien in ihr letztes Jahr startet, blickt die Altenpflegeschülerin nun zurück auf die vergangenen 24 Monate. „Ich habe die Vielfalt des Berufes kennengelernt“, erzählt sie. Das erste Ausbildungsjahr war von den Unterrichtseinheiten an der Ev. Altenpflegeschule in Delmenhorst und den Praxiseinsätzen im Wichernstift in Ganderkesee geprägt, im zweiten Jahr bekam sie dann Einblicke in andere Bereiche, wie die Arbeit im Krankenhaus und in der ambulanten Pflege.

Unterschiede werden deutlich

„Einen Monat lang bin ich in der Diakonie Sozialstation in Delmenhorst mit einer Fachkraft mitgefahren“, berichtet Wilk über den Einsatz in der ambulanten Pflege. Die Unterschiede zur Arbeit in der Einrichtung wurden ihr dabei sehr deutlich: „Man hat bestimmte Aufgaben, die man erledigt, aber dann geht man auch wieder.“

Trotz dieses im Vergleich zur stationären Pflege deutlich kürzeren Kontaktes zwischen Klienten und Pflegepersonal erlebte Wilk, wie gut die Beziehung zwischen den Mitarbeiterinnen der Sozialstation und den Klienten war. Beim Wechseln des Verbandes oder der Medikamentengabe sei immer Zeit für ein kurzes Gespräch geblieben. „Die Arbeit in der Sozialstation war sehr vielfältig“, blickt Wilk zurück.

Pflege von Demenzkranken

Drei Aspekte stellt sie heraus: Demenzerkrankte, die dank des Pflegedienstes ein geregeltes Leben in ihrem Zuhause führen – auch ohne familiäre Unterstützung; Frauen und Männer, die nach einem Unfall Pflege brauchen und schnell wieder Fortschritte bei der Genesung zeigen und das große Engagement pflegender Angehörige.

Ein Engagement, das allerdings immer wieder an Grenzen komme. Deshalb spielte auch die Beratung von Angehörigen eine wichtige Rolle. Darauf fühlt sich Wilk dank der schulischen Ausbildung gut vorbereitet. „Egal ob es um Tipps zur Lagerung geht, um Hilfsmöglichkeiten, Überlastung oder die Beantragung von Geldern bei den Kassen, wir können die Angehörigen gut beraten.“ Das gelte sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Pflege. Auch in den schulischen Blöcken spiegelte sich für Wilk die Vielfalt des Berufes.

Vorbereitung auf praktische Arbeit

Medikamentengabe, Altersbilder, der Blick auf die eigene Gesundheit in diesem fordernden Beruf oder posttraumatische Erlebnisse die im Alter wiederaufkommen – das sind nur einige der Unterrichtsinhalte, die auf die praktische Arbeit vorbereiten.

„Das Wissen zum Posttraumatischen Syndrom hilft mir, wenn zum Beispiel bei Demenzerkrankten Gewalterfahrungen aus der Kindheit wieder hochkommen. Durch dieses Wissen kann ich mit Panikattacken und Ängsten besser umgehen und sehen, was dem Betroffenen am besten hilft. Manche brauchen dann Ruhe, andere Nähe, das ist ganz unterschiedlich“, sagt Wilk. Auf ihr drittes Ausbildungsjahr freut sie sich.


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