„Düsternsteine“ verschönern Stadtteil Wie bemalte Steine die Düsternorter zusammenbringen sollen

Bereit zum Verstecken: Stolz zeigt dieser Teilnehmer den von ihm bemalten Stein. Foto: Thomas CartierBereit zum Verstecken: Stolz zeigt dieser Teilnehmer den von ihm bemalten Stein. Foto: Thomas Cartier

Düsternort. Anderen Mitmenschen eine Freude machen, den Stadtteil verschönern und die Gesundheit fördern. Diese Ziele schreibt sich das Nachbarschaftsbüro Düsternort für das Projekt „Düsternsteine“ auf die Fahnen.

Bei dem Gemeinschaftsprojekt können Freiwillige Steine ganz nach ihren kreativen Vorstellungen bemalen, um sie dann an öffentlichen Plätzen im Stadtteil Düsternort zu verstecken. „So wird jeder Spaziergang zu einer kleinen Schatzsuche“, meint Bea Brüsehoff vom Nachbarschaftsbüro. Jeder, der so einen Schatz findet, kann ihn dann entweder behalten, tauschen oder wieder verstecken. In jedem Fall soll man aber ein Foto von dem Stein machen und in die Facebook-Gruppe „Düsternsteine“ hochladen. Wer keinen eigenen Facebook-Zugang besitzt oder anlegen möchte, kann anonym den des Nachbarschaftsbüros nutzen.

Spielregeln für die Teilnahme

Das Projekt sei bislang auf durchweg positives Feedback gestoßen. Damit das auch so bleibt, gibt es einige Regeln, an die sich die Schatzverstecker halten sollen. Die Steine müssen ausschließlich an öffentlichen Orten deponiert werden. Private Gärten oder Autos sollen nämlich nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Auf Glitzer oder Sticker wird verzichtet, da sich diese vom Stein lösen könnten und somit die Umwelt verschmutzen würden. Wer sich an die wenigen Spielregeln hält, kann sich künstlerisch völlig frei entfalten.

Von Wassermelonen bis Schriftzeichen

In dieser Woche bemalten bereits einige Teilnehmer die Steine mit Blumen, Obst oder Comic-Figuren. Andere schrieben Wünsche oder Botschaften darauf. „Frieden für Syrien“ war zum Beispiel eine davon. „Malt doch mal ein paar arabische Schriftzeichen, die sehen immer so schön aus“, wünschte sich Brüsehoff. Die Sozialpädagogin zeigte sich zufrieden mit dem Projekt. „Es ist schön, einfach etwas zusammen zu machen und den Nachbarschaftlichen Austausch zu fördern.“ Außerdem bekämen die Düsternorter durch die Aktion die Möglichkeit, aktiv an der Verschönerung des Stadtteils beizutragen.

Einige bemalten die Steine mit Blumenmotiven, Andere drückten ihre Hoffnungen aus: „Frieden für Syrien“. Foto: Thomas Cartier


Jeder kann mitmachen

Wer auch ein paar Düsternsteine kreieren, aber nicht warten möchte bis das Nachbarschaftsbüro das nächste Treffen organisiert, der kann auch zuhause Steine bemalen und in der Stadt verteilen. „Je mehr Steine desto besser", findet Brüsehoff. Ideen und Anregungen für Motive gibt es in der Facebook-Gruppe genug.


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