Umweltausschuss Delmenhorst Votum gegen Gelbe Tonne in Adelheide und Brendel

In Delmenhorst könnte die Gelbe Tonne getestet werden. Symbolfoto: Astrid SpringerIn Delmenhorst könnte die Gelbe Tonne getestet werden. Symbolfoto: Astrid Springer
Astrid Springer

Delmenhorst. Einen Probelauf für die Gelbe Tonne in Delmenhorst hat der Umweltausschuss nicht empfohlen. Die Entscheidung ist im Juni.

Absage an die Gelbe Tonne in erster politischer Lesung: Der Umweltausschuss Delmenhorst hat sich gegen die probeweise Einführung einer Gelben Tonne in den Stadtteilen Brendel und Adelheide ausgesprochen. Vorausgegangen war eine Befragung an 1140 Haushalte des Testgebietes in 14 Straßen. Von den dafür angeschriebenen Haushalten hatten sich 647 beteiligt. Von ihnen hatten 58,6 Prozent zugestimmt, dass es eine zweijährige Probephase statt des Gelben Sacks geben soll.

Zustimmung für manche Politiker zu niedrig

Für Heinrich-Karl Albers (CDU)  Stefan Kappe (AfD) und Hartmut Rosch (Linke) war das zu wenig. Sie hielten den Anteil der Zustimmenden von der Gesamtheit der Angefragten zu niedrig, um den Bürgern den Wechsel zuzumuten. Albers meinte auch, dass das Unterbringen einer weiteren Tonne für manche Menschen eine Zumutung sei. Harald Schneewind (Grüne) und Detlef Roß (SPD) hingegen stützten die Idee. Schneewind glaubte, dass durch die Tonnen verhindert werden könnte, dass Gelbe Säcke durch die Straßen wehen. Roß meinte, dass man zumindest einen Probelauf wagen solle, um dann verlässlichere Aussagen aufgrund der dann gemachten Erfahrungen treffen zu können.

Knappe Abstimmung

Letztlich wurde die Abstimmung knapp: Sechs Ausschussmitglieder sprachen sich für den Probelauf aus, sieben dagegen. Die Entscheidung fällt im Verwaltungsausschuss Mitte Juni. Dort sind neben Politikern auch Verwaltungsspitzen des Rathauses an der Entscheidung beteiligt.


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