Wako rockt zum 5. Mal Drei Bands heizen den Delmenhorstern richtig ein

"Hells Balls" steigen in ihren Auftritt ein. Viele Menschen waren zum fünften "Wako-rockt"-Festival gekommen. Foto: Kai Hasse"Hells Balls" steigen in ihren Auftritt ein. Viele Menschen waren zum fünften "Wako-rockt"-Festival gekommen. Foto: Kai Hasse

Delmenhorst. Beim 5."Wako rockt" waren rund 1000 Menschen auf dem Gelände des Autohauses. Sie erlebten drei Bands, die alles gaben.

Nach dem Auftritt von Unstraight, der zweiten Band auf der Bühne beim "Wako rockt" am Sonntag, 26. Mai, in Delmenhorst, stand Gitarren-Veteran Frank Uhde mit verklärtem Stolz in den Augen neben der Bühne des Autohauses. "Superstimmung!", sagt er, "Die Leute machen mit!", und dann: "Siehste" – und da hält er dann einen weißen BH hoch. 80 C, in unschuldigem Weiß, in der Hand des über und über tätowierten Strubbelkopfes. "Das ist der erste... Moment mal, ne, der zweite BH, den ich bekommen habe." Und das nach über 25 Jahren auf der Bühne. Wer die Frau dazu war? "Die hab ich noch nicht gefunden", sagt er. "Ich auch noch nicht", wirft seine Freundin ein und späht finster ins Publikum.

Leute sollen mitmachen und tanzen

Schön war's, fanden die Musiker von Unstraight. Lars Grewe, der Manager, freut sich mit ihnen – und mit Frank, natürlich. "Die Leute sollen mitmachen, mittanzen. Die sollen einfach Spaß haben", sagt er. Hat geklappt beim "Wako rockt". Nächster Auftritt der Band: Stadtfest Delmenhorst am 14. Juni.

Glückwunsch zum Pokalsieg

Minuten später wackeln dann die Wände des Autohauses: "Hells Balls", AC/DC-Coverband, bombardiert das johlende Publikum mit Akkorden. Kernige Kerls am Imbissstand stopfen das letzte Ende der Bratwurst in die Backentasche, dampfen ab zur Bühne, zum Kopfwippen. Frontmann Fred Reinhold verkündet: "Dieses Jahr vor 20 Jahren haben wir zum ersten Mal in Delmenhorst gespielt!" Die Delmenhorster jubeln. "Und Glückwunsch zum Pokalsieg! Atlas – läuft", sagt Reinhold. Die Delmenhorster jubeln weiter. Nächstes Lied. Reinholds Gekreische zerfleischt die Luft über den ausgestellten Wagen des Autohauses wie eine Flex. Bei "Dirty Deeds Done Dirt Cheap" geht das Publikum langsam mit.

Sechste Auflage ist noch unsicher

In der akustischen Sicherheit des Autohauses zeigen sich Fritz und Martina Nitsch, Chefs des Autohauses, zufrieden mit dem Andrang. Um die 1000 Leute, schätzen sie, sind da, insgesamt mit Gegangenen und Kommenden werden es 2000 sein. Für sie ist es "das Highlight im Jahr", sagt sie. Zwar verkauft man heute wohl keinen Wagen, aber die Autos sind natürlich ausgestellt, Verkäufer beraten. "Es geht natürlich um die Bekanntheit", sagt sie, "und man tut etwas für Delmenhorst", ergänzt er. Das bestätigt der Blick nach draußen: Rockende Metal-Fans recken die "Pommesgabel" im Takt. Die beiden haben ein Herz für harte Töne. Er mag derzeit Meatloaf, ihr Favorit ist Stumpf!, die erste Band, die noch vor Unstraight spielte. Ob es ein sechstes Wako rockt" geben wird? "Das wissen wir noch nicht", räumt er ein. "Es ist teuer und anstrengend." Man wird sehen. 


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