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31.05.2019, 18:38 Uhr KOMMENTAR

Delmenhorst hat bei Bauland drastisch Nachholbedarf

Ein Kommentar von Michael Korn


Ein viel zu seltenes Bild in Delmenhorst: Eigenheimbau. Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpaEin viel zu seltenes Bild in Delmenhorst: Eigenheimbau. Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Hauke-Christian Dittrich

Delmenhorst. In Delmenhorst gibt es einen eklatanten Mangel an Baugrundstücken und Wohnungen. Ein Kommentar von dk-Redaktionsleiter Michael Korn.

Der neue Wohnungsmarktbericht ist ein dramatischer Beleg für den jahrelangen Stillstand in der Delmenhorster Baulandpolitik. Immer mehr bauwillige Familien und residenzsuchende Senioren kehren ihrer Stadt den Rücken – ein Desaster für die ohnehin schwächelnde soziale und wirtschaftliche Struktur. Delmenhorst müsste seit 2015 eigentlich mindestens 1000 Wohnungen in Eigenheimen und Mehrparteienhäusern errrichtet haben – so zumindest hat es die Stadt selbst als Ziel ausgegeben. Von dieser Größenordnung ist sie jedoch meilenweit entfernt. Punktuell entstehen zwar hier und da in Baulücken neue Miet- oder Eigentumswohnungen. Der große Wurf ist das allerdings nicht. Vor allem beim Bauland hat die Stadt den Anschluss ans Umland längst verpasst und durch mangelnde Grundstücksausweisungen massenhaft Einwohner verloren. Die Stadt vergrault so Steuerzahler und die Wirtschaft verliert Kunden. Fatal ist, dass die Stadt auch bei erkennbar verstärkten Bemühungen, endlich mehr Bauland zu mobilisieren (Langenwisch, Heidkamp und andere), den Neubau-Stau kaum mehr wird auflösen können.


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