Neuauflage wird gut angenommen Endlich wieder buntes Flohmarkttreiben in Düsternort

Am Tisch von (v. l.) Angelika und Melanie Andechs hat Mieke ihr Auge auf ein paar Anziehsachen geworfen, jetzt geht es für Oma Angelika Schunke und Mutter Manuela Pfeiler ans Feilschen. Foto: Dirk HammAm Tisch von (v. l.) Angelika und Melanie Andechs hat Mieke ihr Auge auf ein paar Anziehsachen geworfen, jetzt geht es für Oma Angelika Schunke und Mutter Manuela Pfeiler ans Feilschen. Foto: Dirk Hamm

Delmenhorst. In Düsternort gibt es wieder einen Flohmarkt. Erstmals seit 2016 wurde auf dem Platz am Stadion wieder nach Lust und Laune gefeilscht und gehandelt.

Das berühmte „Wuuuusch“-Geräusch sendet das Spielzeug-Laserschwert aus dem Star-Wars-Universum zwar nicht aus. Aber es macht dennoch einiges her, vier Euro werden dafür auf dem Flohmarkt in Düsternort aufgerufen. Neben diversem Kinderspielzeug stöbern die Besucher in allerlei Krimskrams, den ein Flohmarkt so zu bieten hat, vom Waffeleisen bis zur Oldie-CD, vom Lederkoffer bis zum Teppichklopfer.

Es gibt ihn also wieder, den beliebten Flohmarkt auf dem Marktplatz gegenüber dem Stadion in Düsternort. Bis zum Jahr 2016 führte Henry Grimm hier Regie. Nach drei Jahren Pause hat Birgit Johannson vom Kiosk am Stadion den Flohmarkt am Sonntag wieder aufleben lassen.

Persönlicher Kontakt wird geschätzt

Damit hat sie so ziemlich ins Schwarze getroffen, wie eine nicht repräsentative Umfrage unter den Flohmarktbesuchern und -händlern ergab. „Super“ fanden es zum Beispiel Uwe Hindersmann aus Delmenhorst und Carola Pape aus Bookholzberg, dass die Trödel-Tradition in Düsternort weitergeführt wird. „Ich finde die privaten Flohmärkte schöner als die kommerziellen. Hier kann man den Preis runterhandeln und man hat den persönlichen Kontakt“, sagte Hindersmann.

Eine kritische Stimme

Auch Melanie Andechs, die sich über eine gute Resonanz an ihrem Stand freute, lobte die familiäre Atmosphäre dieses Flohmarkts: „Was ich heute schon geschnackt habe. Man trifft viele Leute, auch welche, die man nur auf Flohmärkten sieht.“ Dass Birgit Johannson die Initiative ergriffen und die Schnäppchenjagd auf diesem Platz wieder neu ins Leben gerufen hat, „fanden wir gut“, sprach Melanie Andechs auch für ihre Mutter Angelika. Einzig eine Beschickerin aus Groß Ippener goss Wasser in den Wein, sprach von einer „chaotischen Organisation“, vor allem am frühen Morgen beim Aufbau der Stände.

Organisatorin mit Premiere zufrieden

Dass gleich beim ersten Mal nicht alles perfekt gelaufen ist, räumt Birgit Johannson zwar ein. Allerdings habe sie, abgesehen von dieser einen abweichenden Meinung, nur positive Rückmeldungen erhalten. Mit dem Zuspruch von Flohmarkthändlern zeigte sie sich am Sonntagnachmittag „fürs erste Mal zufrieden“, es hätten für ihren Geschmack aber noch ein paar Trödelverkäufer mehr sein können. Immerhin rund 80 Beschicker haben zum größten Teil schon vor 6 Uhr ihre Tische aufgebaut. Und dann hat auch noch das Wetter mitgespielt, sodass die Kiosk-Betreiberin gegen Ende der Premiere als Flohmarkt-Organisatorin rundherum zufrieden war.

Testlauf mit drei Terminen

Zwei weitere Termine sollen in Düsternort in diesem Jahr noch folgen, so die Pläne Johannsons. Fest steht bereits das Datum 23. Juni für den nächsten Flohmarkt. Ob auch im kommenden Jahr unter ihrer Federführung wieder gefeilscht und geklönt werden kann, lässt die 55-Jährige noch offen, will erst einmal den letzten der drei Flohmärkte abwarten und Bilanz ziehen.


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